| #155 vvvvvvvv14.04.2006 - 18:02 |
| ZENIT, 13. Mai 2000 - WOCHENBERICHT - Die Welt von Rom aus gesehen ============================== ================================ ==== VATIKAN * Faustina Kowalska ist ein Geschenk Polens an die ganze Kirche * Die heilige Faustina Kowalska: Brennpunkt der Göttlichen Barmherzigkeit * "Arbeiter-Papst" führt den Vorsitz bei historischem Jubiläum * Märtyrer sind unentbehrlich für die Verkündigung des Evangeliums WELT * Buch klagt Missachtung der Leiden von Juden im 2. Weltkrieg durch Rabbiner an * Verkündigung des Evangeliums des Lebens in Brasilien * Ein Jahrhundert von Blut und Glauben KURZBERICHTE * Edith Stein alarmierte Pius XI. wegen des Nationalsozialismus * Papst begrüßt Mitglieder von "Kirche in Not" * Wiederaufleben der katholischen Naturrechtslehre ============================== ================================ ==== Besuchen Sie unsere Webseite: http://www.zenit.org Um ein Abonnement zu bestellen bzw. wieder abzubestellen: http://www.zenit.org/german/subscribe.html -------------------------------------------------------- VATIKAN -------------------------------------------------------- FAUSTINA KOWALSKA IST EIN GESCHENK POLENS AN DIE GANZE KIRCHE Heiligsprechung auf dem Petersplatz in der Anwesenheit von 200,000 Pilgern Vatikanstadt, 30.April (ZENIT.org).- "Mit Faustina Kowalska dringt die große Botschaft von der göttlichen Barmherzigkeit durch die Leiden des 20.Jahrhunderts, um die Christen des neuen Jahrtausends zu erreichen", sagte Johannes Paul II. heute Morgen bei der Eröffnung der feierlichen Zeremonie für die Heiligsprechung der polnischen Ordensschwester vor ungefähr 200.000 Pilgern. Faustina ist die erste Heilige des Jubeljahres, obwohl ihre Geschichte ganz mit dem Jahrhundert verbunden ist, das hinter uns liegt und das gekennzeichnet ist von den unermesslichen Leiden, die von den zwei Weltkriegen verursacht wurden. Es war genau zwischen diesen beiden katastrophalen Ereignissen, als Faustina die Botschaft von der göttlichen Barmherzigkeit von Christus bekam. Der Heilige Vater bezeichnete sie als eine Brücke der Hoffnung zwischen der Vergangenheit und der Zukunft. Ihre Spiritualität zog ihn während seiner Jugend an; heute stellte er sie feierlich der ganzen Kirche als Vorbild vor Augen. An einem schönen Frühjahrsmorgen war der Petersplatz bis zum Bersten mit Pilgern und begeisterten Anhängern von Schwester Faustina gefüllt, bis in die Via della Conciliazione hinein. Amerikaner und Polen bildeten die größten Gruppen, obwohl auch viele Italiener und auch Vertreter von anderen Teilen der Welt da waren. Weitere Hunderttausende verfolgten die Zeremonie in einer Life-Übertragung von einem Gelände außerhalb des Heiligtums der göttlichen Barmherzigkeit auf dem Lagiewniki-Hügel in Krakau. "Es handelt sich um keine neue Botschaft, aber dieser Tag kann als ein Tag besonderer Erleuchtung gelten, der uns hilft, die Osterbotschaft intensiver zu leben, um sie wie einen Lichtstrahl den Männern und Frauen unserer Zeit anzubieten," sagte der Heilige Vater, als er die Bedeutung und den Wert der Verehrung der göttlichen Barmherzigkeit erklärte, welche Schwester Faustina inspirierte, und die heute Millionen von Anhängern in der ganzen Welt hat. Der Papst verkündete, dass in der ganzen Welt "der zweite Sonntag nach Ostern der Tag der göttlichen Barmherzigkeit sein wird, als ständige Einladung an die christliche Welt, mit Vertrauen auf die Güte Gottes den Schwierigkeiten und Prüfungen ins Auge zu sehen, die der Menschheit in den kommenden Jahren bevorstehen." "Ein Hymnus an die Barmherzigkeit", so der Papst, "war das Leben dieser Ordensschwester, verborgen in einem Kloster und verzehrt von der Nächstenliebe, einer Liebe, die in der Selbsthingabe bestand, die nur in der Schule Gottes gelernt werden kann, in der Wärme seiner Liebe." Aus dieser Perspektive heraus betonte der Hl. Vater, dass die Barmherzigkeit implizit eine Botschaft über den Wert eines jeden Menschen ist. Diese Botschaft wird durch das Strahlen aussendende Herz auf dem Bild der Heiligen Faustina gut zum Ausdruck gebracht. "Aber vor allem ist ein solches Bild Symbol des Trostes, der zu jedem kommen will, der von Schmerz oder Sünde geschwächt und versucht ist, sich der Verzweiflung zu überlassen," sagte Johannes Paul II. Der Heilige Vater sang dann das "Regina Caeli" mit kräftiger Stimme und begrüßte die Pilger in verschiedenen Sprachen, wobei er Wert darauf legte, keine Gruppe zu übersehen. Sodann grüßte ihn von einem Monitor aus der Auxiliarbischof von Krakau und dankte ihm. Dieser sprach von dem Heiligtum in Lagiewniki, welches der junge Wojtyla täglich besuchte, bevor er in die Solvay-Fabrik zur Arbeit ging. Zwei riesige Menschenmengen in Rom und Krakau, die nacheinander auf riesigen Bildschirmen erschienen, grüßten Johannes Paul II. mit vielfarbigen Tüchern und sangen das ihm bei seinem letzten Besuch in seiner Heimat gewidmete Lied. Johannes Paul II., heute nach einer Woche Urlaub in guter Verfassung, war offensichtlich überwältigt, als er auf das Meer wehender Fahnen blickte, die Polen mit der ganzen Kirche verbanden. ZD00043006 -------------------------------------------------------- DIE HEILIGE FAUSTINA KOWALSKA: BRENNPUNKT DER GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT Die polnische Ordensschwester starb mit 33 Jahren und hinterließ der Welt die Botschaft von der göttlichen Barmherzigkeit Vatikanstadt, 30.April (ZENIT.org).- Für Faustina Kowalska gab es im Leben nur einen Anziehungspunkt: die göttliche Barmherzigkeit. Diese Wirklichkeit verzehrte ihre ganze Energie und ihr kurzes Leben. Aus den Seiten ihres Tagebuches, das nach ihrem Tod ans Licht kam, strahlte sie diese Botschaft an die ganze Welt aus. In ihrer Einfachheit ist diese Botschaft dennoch eindringlich. Sie kam in der dunkelsten Zeit zwischen den zwei Weltkriegen. Helena Kowalska wurde in Glogowiec, einem kleinen ländlichen Dorf in Polen, am 25. August 1905 geboren. Als drittes von zehn Kindern, besuchte sie die Schule nur drei Jahre lang. Als Heranwachsende war sie Hausangestellte bei reichen Familien der Umgebung. Aber der Ruf zum geweihten Leben, der sie zuerst in ihrer Kindheit erreichte, wurde immer drängender. Am 1. August 1925 wurde Helena, nachdem sie von einigen Klöstern abgewiesen worden war, von den Schwestern Unserer Lieben Frau von der Barmherzigkeit in Warschau angenommen. Sie erhielt den Namen Maria Faustina. Damals war sie 20 Jahre alt. Während der 13 Jahre, in denen sie in verschiedenen Häusern des Ordens lebte, verrichtete sie niedrige Dienste als Köchin, Gärtnerin und Pförtnerin. Sie starb in Krakau am 5. Oktober 1938. Parallel zu ihrem verborgenen, bescheidenen Leben entfaltete sich ein reiches inneres Leben. Ihre mystische Erfahrung richteten sich auf die göttliche Barmherzigkeit. Sie empfing Visionen, Offenbarungen und verborgene Stigmata. Auf die Anregung ihres geistlichen Leiters zeichnete sie all dies in ihrem Tagebuch auf, das zu beinahe 700 Seiten anwuchs. Der Mittelpunkt von Faustinas Leben war die Verkündung der Güte Gottes an jeden einzelnen Menschen und an die Welt. Diese Botschaft hat die Herzen vieler einfacher Leute angerührt und Wunder bei zahlreichen Theologen gewirkt, die überrascht waren, in den Aufzeichnungen dieser Ordensschwester, die keine Studierte war, eine solch außergewöhnliche Tiefe und Weisheit zu finden. Faustina Kowalskas geistliches Vermächtnis an die Kirche ist die Verehrung der göttlichen Barmherzigkeit, die in einer Vision angeregt wurde, in dem Jesus selbst verlangte, dass ein Bild von ihm gemalt werden sollte mit der Inschrift: "Jesus, ich vertraue auf dich", das sie von einem Maler im Jahre 1935 gestalten ließ. Dieses Bild zeigt zwei Lichtstrahlen, rot und weiß, die von Christi heiligem Herzen ausgehen. Weil Schwester Faustina nahezu Analphabetin war, ist ihr Tagebuch phonetisch geschrieben, fast ohne Interpunktion und Anführungsstriche. Eine mangelhafte Übersetzung errreichte Rom, von wo aus das Buch 1958 als ketzerisch verurteilt wurde. Als Karol Wojtyla Erzbischof von Krakau wurde, stellte sich ihm ein heikles Problem: viele Leute in seiner Kirche verehrten diese Schriften sehr und nannten Faustina sogar eine Heilige. Ihm wurde dazu geraten, eine Untersuchung über diese Angelegenheit zu veranlassen. Während seiner Untersuchung ließ er eine neue Übersetzung anfertigen, die dazu führte, dass Rom die Verurteilung der Schriften aufhob, genau sechs Monate vor seiner Wahl zum Papst. Johannes Paul II sprach Schwester im Jahre 1993 selig, auf der Grundlage der wunderbaren Heilung von Maureen Digan, die an der Milroykrankheit litt, einer erblichen Form des Lymphödems, das ihr schon ein Bein gekostet hatte. Die heutige Heiligsprechung wurde von der Heilung an Pater Ronald P. Pytel von einem schweren Herzleiden ermöglicht. Die Apostel der göttlichen Barmherzigkeit sind eine Bewegung von Priestern, Ordensleuten und Laien, die von der Erfahrung der polnischen Ordensfrau inspiriert sind. Die Bewegung hat sich verpflichtet, in ihren Beziehungen zu den Brüdern und Schwestern in Barmherzigkeit zu leben, das Wissen über das Mysterium von der göttlichen Barmherzigkeit zu verbreiten und diese für die Sünder zu erflehen. Diese geistliche Familie, die 1996 von der Erzdiözese von Krakau kirchlich anerkannt wurde, existiert jetzt in 29 Ländern. ZD00043007 -------------------------------------------------------- "ARBEITER-PAPST" FÜHRT DEN VORSITZ BEI HISTORISCHEM JUBILÄUM Zusammen mit Gewerkschaften aller politischen Überzeugungen Vatikanstadt, 1. Mai (ZENIT.org).- Arbeiter, Studenten, Arbeitslose, Finanziers, Politiker, Kaufleute... Das waren nur einige der Gruppierungen, die in Rom heute Morgen bei der Feier des Jubeljahres der Arbeiter mit Johannes Paul-II vertreten waren. Insgesamt waren etwa 200.000 Personen zu diesem Ereignis zusammengekommen. Es war ein historischer erster Mai; denn zum ersten Mal war der religiöse und der staatliche Bereich am Tag der Arbeit wirklich miteinander verbunden. Es war Pius-XII., der zuerst daran dachte, das Fest des heiligen Joseph, des Arbeiters, zum gleichen Tag einzuführen, an dem die Kommunisten den Maifeiertag begehen. Jetzt, im Jubeljahr feierten dort Gewerkschaften der politischen Linken, der Mitte und der Rechten zusammen, was noch vor wenigen Jahren unvorstellbar gewesen wäre. Der Papst traf um 10 Uhr früh auf dem großen Gelände von Tor Vergata ein, das im äußeren Stadtgebiet Roms liegt. Dieser Versammlungsort wurde eigens dafür ausersehen, damit bei den Jubeljahrs-Veranstaltungen viele Menschen teilnehmen können, da der St. Petersplatz und seine Umgebung den Zustrom der Jubeljahrs-Pilger nicht fassen kann. Die Arbeiter kamen auf diesem 330 Hektar großen Gelände früh am Morgen an. Die Jugend war stark vertreten in der Katholischen Aktion, in Gruppen der Bewegung "Communione et Liberatione" (Gemeinschaft und Befreiung) und auch aus anderen Bewegungen. Der Höhepunkt der Feier war die heilige Messe mit dem Heiligen Vater und seine anschließende Begegnung mit Vertretern der Arbeitswelt aus einer Vielfalt von gesellschaftlichen Gruppierungen. Das Programm begann mit Grüßen, die Juan Somavia, der Direktor der Internationalen Arbeits-Organisation (ILO) an den Papst richtete. Globalisierung der Solidarität Bei der Ansprache an die Teilnehmer betonte Johannes Paul II., dass wirtschaftlicher Fortschritt nicht von verlässlichen ethischen Prinzipien getrennt werden darf, besonders während dieses Jubeljahres, das er als einen günstigen Zeitpunkt bezeichnete, die Bedeutung der Arbeit zu entdecken. "Die neuen Gegebenheiten, die starke Anforderungen an den Produktionsprozess stellen, wie die Globalisierung der Finanzwirtschaft, der Volkswirtschaft, des Handels und Gewerbes und der Arbeit, dürfen niemals die Würde und zentrale Bedeutung der menschlichen Person, der Freiheit und der Demokratie der Völker verletzen ", sagte der Papst. Seine Worte wurden vom Beifall und den vielen Menschen unterbrochen, die Fahnen des Vatikans und der Gewerkschaften entrollten. Der Papst sagte weiter: "Solidarität, Mitwirkung und die Möglichkeit, diese radikalen Änderungen zu beherrschen, sind, wenn auch nicht die Lösung, so doch wenigstens eine notwendige ethische Garantie dafür, dass die Menschen und die Völker nicht zu Werkzeugen gemacht werden, sondern Träger ihrer eigenen Zukunft sind. All dies kann getan werden, es ist möglich, und es wird zu einer Pflicht", betonte der Heilige Vater. Das Podest, von dem aus der Papst sprach, war futuristisch gestaltet. Im Hintergrund befand sich ein Kruzifix von Cimabue. Auf den Seiten waren zwei Podeste für die 600 Priester, die mit dem Heiligen Vater konzelebrierten. Das Beeindruckendste waren die zehn Türme aus Metallrohren mit langen horizontalen Armen, die gleichzeitig an große Fabriken und an riesige Kreuze erinnerten. Johannes Paul II. wiederholte seinen Appell, dass in der gegenwärtigen Situation alle Verantwortung übernehmen müssen, damit verhindert wird, dass das Wirtschaftssystem die grundsätzliche Ordnung umkehrt, die der Arbeit Vorrang vor dem Kapital und dem Gemeinwohl Vorrang vor dem Privatwohl gibt. Mit einem Wort: " Auch die Solidarität muss globalisiert" werden, betonte der Heilige Vater. "Arbeiter-Papst" Karol Wojtyla war 4 Jahre lang in Krakau während der Nazi-Besetzung Arbeiter: vom September 1940 im Zakrzoweker Steinbruch, und in der Solvay-Chemiefabrik von Oktober 1941 bis zum 6. August 1944, als ihn der Erzbischof versteckte, damit er den Razzien der Nationalsozialisten entkam. Deswegen erstreckt sich seine Solidarität auf alle Arbeiter, besonders "auf all jene, die wegen Mangels an Arbeit, ungenügendem Arbeitslohn, und wegen Mangels an materiellen Mitteln leiden." Auslandsschulden Johannes Paul-II bezog sich während des Tages der Arbeit im Jubeljahr auch auf die wichtige Frage der Auslandsschulden armer Länder. "Einige Staaten, besonders die ärmeren, werden von Schulden bedrückt, die so riesig sind, dass ihnen ihre Rückzahlung praktisch unmöglich ist, sagte er und zitierte aus seiner Bulle, mit der er das Heilige Jahr angekündigt hatte: "Diese Schulden zu ermäßigen oder überhaupt zu erlassen: das ist eine Jubeljahrs-Geste, die sehr wünschenswert wäre"! Es war ein Appell an die reichen Nationen, und auch an jene, die über große Kapitalien verfügen. Der ILO-Direktor Juan Somavia antwortete, indem er darauf hinwies, dass allzuviele aus dem Arbeitsprozess ausschlossen seien und dass derzeit alles sehr unsicher sei, aber die Soziallehre der Kirche klar anzeige, welches der rechte Weg sei, dem man folgen müsse. Zur Gabenbereitung brachten 18 Gruppen aus der Arbeitswelt dem Papst symbolische Geschenke: Brot und Wein, eine künstlerische Arbeit, die Christus darstellt, einen Personal-Computer, einen Bonsaibaum, eine Gebetsmatte, einen Arbeiterschutzhelm und Geldgeschenke zur Verminderung der Schulden. Unter jenen, die an der Veranstaltung teilnahmen, war Giuliano Amato, der neue italienische Ministerpräsident, der den Reportern sagte: "Mir hat der Papst schon immer gefallen: Ich bin ein Fan von ihm." Am Ende der Feier bot der Tenor Andrea Bocelli, dessen Vater erst vor ein paar Stunden gestorben war, einen großartigen Gesangsvortrag. Er wurde vom Chor und dem vom Dirigenten Myung-Whun Chung geleiteten Orchester von St. Cäcilia begleitet. Noa, eine israelische Sängerin jemenitischer Herkunft, wirkte auch bei der musikalischen Aufführung mit. Am Abend organisierte die Stadt Rom auf dem gleichen Gelände ein beeindruckendes Konzert für die Arbeiter, unter Teilnahme bekannter Schlagersänger. Unter ihnen war das berühmte britische Eurythmie-Duo und Rockstar Lou Reed. Die Künstler waren sehr verschiedener Herkunft, aber alle teilten sie die Sorge des Papstes um den Erlass der Auslandsschulden von Entwicklungsländern. Einige haben den Vatikan wegen der Einbeziehung Reeds kritisiert, dessen früheres Leben alles andere als vorbildlich gewesen ist. Das Komitee für das Jubeljahr wies jedoch darauf hin, dass Reed eine Änderung zum Guten vollzogen habe und die Kirche besonders in diesem Jubeljahr bereit sein müsse, vergangene Schwächen zu übersehen, und einen Neubeginn zu ermöglichen. ZD00050110 -------------------------------------------------------- MÄRTYRER SIND UNENTBEHRLICH FÜR DIE VERKÜNDIGUNG DES EVANGELIUMS Johannes Paul II empfängt Leiter der päpstlichen Missionswerke Vatikanstadt, 11. Mai (ZENIT.org).- Im Namen der Kirche dankte heute Morgen Johannes Paul II. öffentlich den Missionaren für ihren Dienst, Männern und Frauen, die ihre Familien und Heimatländer für einige Jahre oder auf Lebenszeit verlassen haben, um das Evangelium in der ganzen Welt, oft in feindlicher oder gleichgültiger Umgebung, zu verkünden, und er ermutigte sie, "großzügig diesen intensiven missionarischen Einsatz fortzusetzen." Der Papst wandte sich an den Hohen Rat der päpstlichen Missionswerke, der vom 5.-12. Mai im Vatikan seine Jahresversammlung abhält. Die Versammlung unter dem Vorsitz von Kardinal Jozef Tomko, dem Präfekten der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, umfasst 114 nationale Leiter aus rund 130 Ländern. Jeder Getaufte muss ein Missionar sein Der Heilige Vater bezog sich auf das ökumenische Gedenken zu Ehren der Glaubenszeugen des 20. Jahrhunderts, das er am letzten Sonntag im Kolosseum gefeiert hatte, und sagte, dass "das oberste Kriterium für die Mission die Hingabe des Lebens bis in den Tod ist. Wie schon immer in der christlichen Geschichte, sind die \Märtyrer\, das heißt die Zeugen, zahlreich und für den Weg des Evangeliums unentbehrlich. Auch in unserer Zeit gibt es viele Märtyrer: Bischöfe, Priester, Männer und Frauen, Ordensleute und Laien, und manchmal sind es unbekannte Helden, die ihr Leben geben, um ihre Glaubenstreue zu bezeugen. Sie sind die Boten und Zeugen des Glaubens par excellence." Der Papst nutzte die Gelegenheit der Versammlung, um den Boden für den "Welt-Kongress der Missionare 2000" zu bereiten, welcher in Rom vom 18. - 22. Oktober unter der Devise, "Jesus, Quelle des Lebens für alle" stattfinden wird, zweifellos "eine gute Gelegenheit, das ganze Volk Gottes für die notwendige missionarische Aufgabe zu sensibilisieren, die der Herr jedem Getauften anvertraut hat. Märtyrer des dritten Jahrtausends Bei seiner Begrüßung des Papstes erwähnte der slowakische Kardinal Jozef Tomko die schmerzlichen Situationen, denen sich Missionare gegenüber sehen, derzeit besonders in einigen Regionen Afrikas, "die noch immer" das Martyrium von Kriegen und brudermörderischem Kämpfen erleiden, den hohen Preis", so hob er hervor, "den die Kirche zahlt." Vom Norden bis zum Süden ... und vom Süden bis zum Norden "Wir können die Bischöfe, Priester, Ordensleute, Katecheten und Gläubigen nicht vergessen, die barbarisch getötet werden, und die Hirten, die bei der Ausübung ihres Amtes behindert werden und denen sogar der Tod angedroht wird, wie Bischof Misago." Der Kardinal bezog sich auf den Bischof von Gikongoro in Ruanda, für den der Staatsanwalt des Gerichtshofes in Kilgali die Todesstrafe wegen angeblicher Mitschuld an dem Genozid von 1994 verlangte (für die bis heute kein Beweis vorgelegt wurde). Kardinal Tomko ist überzeugt, dass diese "Glaubenszeugnisse auch zu großer Hoffnung auf die Entwicklung und das geistliche Wachstum berechtigen, welches das Herz für die Mission öffnet und missionarische Zusammenarbeit stärkt. So werden wir heute Zeugen einer allmählichen Bewegung von Missionaren, die jetzt nicht mehr nur von Norden nach Süden geht. Es kommt vielmehr zu einem Austausch in allen Richtungen, um Christi Evangelium auszubreiten", sagte Kardinal Tomko. Dank des Einsatzes der Missionare, ist die Zahl der Kirchen in Missionsgebieten in den letzten Jahren um 18 Prozent gestiegen, und auch die Berufungen zum Priestertum sind gewachsen. In den letzten 25 Jahren hat sich die Anzahl von Seminaristen in diesen Ländern vervierfacht. "Jetzt ist es wichtig, dass das numerische Wachstum auch von qualitativem Wachstum begleitet wird, damit wir in der Lage sind, den christlichen Glauben in Treue zu bezeugen," schloss der Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker. ZD00051107 -------------------------------------------------------- WELT -------------------------------------------------------- BUCH KLAGT MISSACHTUNG DER LEIDEN VON JUDEN IM 2. WELTKRIEG DURCH RABBINER AN Um paar hundert Gelehrte zu schonen, wurden Millionen geopfert NEW YORK, 30. April (ZENIT).- Ein neues Buch, "Die Antwort der orthodoxen Judenschaft in den Vereinigten Staaten auf den Holocaust", behauptet, dass die ultraorthodoxen Elemente der jüdischen Gemeinschaft in den USA so damit beschäftigt waren, das Leben einer kleinen Gruppe von Talmudstudenten zu schützen, dass sie die Hilferufe von Millionen anderer Juden ignorierten. Die Rabbiner des Rettungsausschusses befürchteten, dass die jüdische Religion, wenn diese kleine Gruppe polnischer Gelehrten verloren ginge, mit ihnen verschwinden würde. Der Holocaust-Historiker Efraim Zuroff behauptet in seinem Buch, dass die Rabbiner anderen jüdischen Gruppen, die versuchten amerikanische Politiker zu bewegen, so viele Juden als möglich zu retten zuwider gehandelt hätten.. Mitglieder des orthodoxen Zweigs des Judentums wie Rabbiner Menahem Porush verteidigen die Aktionen ihrer Vorgänger, die nur versuchten, jene zu befreien, die ihnen nahestanden. "Niemand muss uns, die wir nach der Thora leben, die Bedeutung des \Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst\ lehren", sagte er. Zuroff zeigt in seinem Buch, wie die Rabbiner knappe Gelder zu den Gelehrten schleusten, sogar noch, nachdem sie sicher im Exil waren. Das Vermögen wurde benutzt, um ihre Vollzeitstudien zu unterstützen, als noch andere Juden in den Lagern hingerichtet wurden. Der Verfasser behauptet, dass diese Vermögen von Mehrheitsgruppen abgepreßt und mit zweifelhaften Mitteln nach Europa transferiert wurden. Der Verfasser gibt allerdings dem Rettungs-Ausschuss nicht die Schuld an dem Toden von Juden. "Was tatsächlich den Juden das Leben kostete, waren die Nazis und ihre Kollaborateure, die sie ermordeten", erklärte er gegenüber Associated Press. Allerdings behauptete er, dass ihr "Tunnel-Sehvermögen" Rettungsanstrengungen gestört hätten. Das Buch wird offiziell an diesen Dienstag freigegeben werden, um genau an Israels Holocaust-Gedächtnistag zu erscheinen. ZD00043021 -------------------------------------------------------- VERKÜNDUNG DES EVANGELIUMS VOM LEBEN IN BRASILIEN 38. Generalversammlung der Bischofskonferenz PORTO-SEGURO, 1. Mai (ZENIT.org).- Die 38. Generalversammlung der brasilianischen Bischofskonferenz mit 330 Bischöfen eröffnete ihre Arbeitssitzungen am 27. April mit einer heiligen Messe in Porto Seguro. Die Messe, welche das Augenmerk auf die Märtyrer richtete, wurde im Zentrum des Konvents gehalten und von den Bischöfen Heitor-de Araujo Sales, Jose Vieira-de Lima, und Estanislau Amadeu Kreutz gefeiert. Am Beginn der Versammlung wurde eine große Stoffbahn aufgezogen, welche brasilianische Märtyrer zeigte, unter ihnen die Priester Josimo Tavares, João Bosco, Penido Burnier, die Märtyrer von Rio Grande do Sul, und Irma Cleusa, die für die indianische Sache in Labrea als Märtyrerin starb. Die Inschrift neben ihren Namen lautete: "Sie verkündeten das Evangelium, indem sie das Leben verteidigten. Am Abend des 26. April fand ein Empfang für Kardinal Angelo Sodano statt, den päpstlichen Legaten für die Fünfhundertjahrfeier der Evangelisierung Brasiliens. Auch Bischöfe aus anderen Ländern nahmen an den Feiern teil. Die Begrüßungsansprache hielt Bischof Jayme Chemello, der Präsident der brasilianischen Bischofskonferenz. Der Chor \Paul VI.\ gab eine Sonderdarbietung und Kardinal Sodano hielt die Abschiedsansprache. Das \Rede Vida-Fernsehen\ brachte ein Sonderprogramm mit dem Titel "500 Jahre Brasilien " unter Teilnahme des Präsidenten der brasilianischen Bischofskonferenz, des Pataxo Indianers Jerry Matalaue, und von Ubaldino Junior, dem Präfekten von Porto Seguro. ZD00050102 -------------------------------------------------------- EIN JAHRHUNDERT VON BLUT UND GLAUBEN Andrea Riccardis-Buch über Zeugen des 20. Jahrhunderts Vatikanstadt, 9. Mai (ZENIT.org).- Mondadori hat gerade Andrea Riccardis 526seitiges, "Das Jahrhundert der Märtyrer" betiteltes Buch in italienischer Sprache veröffentlicht. Riccardi, Familienvater und Geschichtsprofessor, ist auch der Gründer der St. Egidio-Kommunität, einer der sehr schnell wachsenden kirchlichen Bewegungen unserer Zeit. Das Werk macht sich die Forschungsergebnisse der Kommission "Neue Märtyrer" zunutze, die von Johannes Paul II. selbst für das Jubeljahr eingesetzt wurde. Am 7. Mai erinnerten in einer beispiellosen ökumenischen Feier der Heilige Vater und Vertreter aller christlichen Konfessionen an die Zeugen des 20. Jahrhunderts. Massen-Martyrium Bis heute hat die Kommission 12.692 "Glaubenszeugen des 20. Jahrhunderts" identifiziert. Die Liste wird dem Papst in diesem Herbst übergeben werden und er wird entscheiden, wie sie verwendet werden wird. Offensichtlich ist die Zahl auf der Liste viel niedriger als in der Realität. Eine Studie von vatikanischen Fachleuten schätzt, dass die Zahl der Männer und Frauen, die ihr Leben für Christus im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts opferten, gegen drei Millionen beträgt. Das Jahrhundert der Menschenrechte verursachte auch den Tod vieler Jünger Christi. Wie konnte dies geschehen? Ein flüchtiger Blick in Riccardis-Buch bewirkt sowohl Überraschung als auch Schmerz. Viele Zeugen geben ihr Zeugnis bis zum Augenblick ihres Todes, aber nicht alle werden nach dem kanonischem Verfahren zu Märtyrern erklärt werden. Andrea Riccardi selbst war der erste, der von seinen Entdeckungen überrascht war. "Ich kann nicht sagen, dass ich nichts von der Geschichte der Verfolgungen dieses Jahrhunderts wusste. Aber ich war mir ihrer Breite und Tiefe nicht bewusst. Das sind nicht Erzählungen von mutigen Christen, sondern von einem Massen-Martyrium", bemerkte Riccardi, nachdem er die Archive der Vatikanischen Kommission für "Neue Märtyrer" gründlich durchforscht hatte. "Martyrium" - eine komplexe Vorstellung Das Wort "Martyrium" hat die größten Schwierigkeiten bereitet, sowohl für die Vatikanische Kommission als auch für den Schriftsteller Riccardi. Johannes Paul II. hat es "mit der Intuition eines Mannes und Pfarrers, der im Zeitraum der zwei atheistischen Totalitarismen geprägt wurde," mit dem zu Ende gegangenen Jahrhundert verbunden. Seine persönliche Erfahrung ermöglichte ihm zu verstehen, dass das 20. Jahrhundert ein Zeitraum war, in dem "die Kirche wieder zum Märtyrer geworden ist, durch \normale\ Menschen, die lieber ihr Leben hingaben, als ihre christliche Identität zu leugnen." Allerdings bedeutet die Sammlung all dieser Zeugenaussagen und ihre Veröffentlichung in geordneter Weise nicht "einen Massen-Heiligsprechungsprozess", sondern sie reagiert auf die Verpflichtung der Kirche, das Gedächtnis "wiederzugewinnen." Es schließt Situationen ein, die äußerst verschieden voneinander sind: Es überspannt die Entfernung von den sowjetischen "Gulags" zu den Nazikonzentrationslagern, zu den Missionaren in Afrika, die ihr Leben gaben, um sich um Kranke zu kümmern. Es schliesst auch die Ausrottung von Armeniern ein. Riccardi endete mit der Überraschung: "In fast allen Ländern, gibt es Opfer, die starben, um ihren Glauben nicht zu verleugnen, oder die ein vom Glauben inspiriertes Leben lebten: Ganze Völker kamen um, die Armen und die Intellektuellen, Kardinäle und Bischöfe. Es gab sogar den Versuch, im 20. Jahrhundert, einen Papst zu ermorden." Misserfolg der Vernunft Riccardi glaubt, dass diese Verfolgung in unser Jahrhundert hineinkam, "weil es glaubte, dass der Triumph der Vernunft angebrochen sei: Modernität musste weltlich und antireligiös sein, und sie akzeptierte nicht das Überleben des Menschen als einem, der glaubt. Millionen von Christen wurden von ihrer Sichel dahin gerafft, aber auch die Gläubigen anderer Religionen. Doch es gibt noch ein anderes entscheidendes, von Riccardi hervorgehobenes Phänomen. "Niemals ist das Evangelium in Regionen des Planeten so entfernt von Ländern mit christlichen Wurzeln gepredigt worden als wie in diesem Jahrhundert. In vielen Gebieten, zum Beispiel in Asien, sind Christen dadurch Opfer des Hasses gewesen, der von anderen Religionen gegen ihre Anwesenheit entfesselt wurde. Warum erinnert man sich? An dieses Jubeljahr wird man sich besonders durch zwei beispiellose Ereignisse erinnern, die innerhalb eines kurzen Abstandes voneinander stattfanden: Die feierliche Bitte um Vergebung der von den Kindern der Kirche begangenen Sünden, und das Gedenken an die Glaubenszeugen der verschiedenen christlichen Konfessionen. Die Kirche bittet um Vergebung und bietet gleichzeitig Versöhnung an. Christen sind von gewaltsamen Regimen und auch von anderen Christen, die sie im Namen einer falsch verstandenen \Gerechtigkeit\ verfolgten, getötet worden. \Wir erinnern uns nicht, um Groll zu hegen sondern um zu lernen. Im 20. Jahrhundert ist die Kirche ein Märtyrer gewesen wie niemals früher in der Geschichte, da es Massenmartyrium erlitt.\ Der Papst bittet, dass wir nachdenken über das Lehrbeispiel einer ganzen Körperschaft von Zeugen. Als Historiker beschränke ich mich darauf, Ereignisse und ihrem Zusammenhang zu rekonstruieren: Ich hoffe, dass andere motiviert werden, diesen Schatz zu erforschen." ZD00050910 -------------------------------------------------------- KURZBERICHTE -------------------------------------------------------- EDITH STEIN ALARMIERTE PIUS XI. WEGEN DES NATIONALSOZIALISMUS ROM, 23. April (ZENIT.org).- Ein sehr beunruhigender Brief von Edith Stein (Schwester Theresa Benedicta vom Kreuz) über die Gefahren von Hitlers Ideologie könnte der Ursprung der Enzyklika "Mit brennender Sorge" von Papst Pius XI. gewesen sein. Das päpstliche Dokument wurde am 14. März 1937 veröffentlicht. Es brandmarkte die Unvereinbarkeit des Katholizismus mit den rassistischen und heidnischen Plänen des Nationalsozialismus. Die Philosophin Edith Stein, von jüdischer Herkunft, eine zum Katholizismus konvertierte Karmelitin, schrieb einen Brief an den Papst gleich nachdem die rassischen Verfolgungen anfingen, in dem sie alle Konsequenzen von Hitlers Fanatismus voraussah. Diese Information wurde von Professor Angela Ales Bello, Dekanin der philosophischen Fakultät der Päpstliche Lateran-Universität, während eines Interviews im Fernsehkanal Sat 2000 bekanntgegeben. Der Brief wird in den Archiven des Vatikans aufbewahrt. ZD00042302 -------------------------------------------------------- PAPST BEGRÜSST MITGLIEDER VON \KIRCHE IN NOT\ Vatikanstadt, 10. Mai (ZENIT.org).- Während der Generalaudienz begrüsste Johannes Paul II heute Morgen 2,000 Mitglieder der Vereinigung "Kirche in Not" aus 16 Ländern Europas, Amerikas und Ozeaniens. Die Organisation, von dem holländischen Priester Werenfried van Straaten gegründet, hilft christlichen Gemeinschaften in Ländern, wo sie verfolgt werden oder besonderen Bedarf haben. Sie ist besonders aktiv bei der Unterstützung von Projekten in Osteuropa. ZD00051013 -------------------------------------------------------- WIEDERAUFLEBEN DER KATHOLISCHEN NATURRECHTSLEHRE DETROIT, 10. Mai (ZENIT.org).- Das Oberseminar der Herz-Jesu-Universität in Detroit, zusammen mit der juristischen Fakultät der neu gegründeten "Ave-Maria"-Universität, veranstaltet vom 2.-4. Juni eine Tagung über "St. Thomas und die Naturrechtstradition". Dr. Mark Latkovic, Interims-Studiendekan am Herz Jesu-Oberseminar, wies darauf hin, "dass Papst Johannes Paul II. in seiner letzten Enzyklika "Fides et Ratio" (Glaube und Vernunft) die zeitlose Originalität der Gedanken des heiligen Thomas von Aquin begrüsste. Diese Konferenz wird anerkannten Gelehrten die Chance bieten, die Folgerungen aus den Gedanken des Aquinaten über das Naturrecht zu erforschen." "Wir sind mitten in einer großen Wiedererstarkung des Interesses am Naturrecht", sagte Dekan Bernard Dobranski der juristischen Fakultät an der Ave-Maria-Hochschule. "Zum Beispiel hat ein kürzlicher Rückblick im \Weekly Standard\ festgestellt, dass mindestens 26 im letzten Jahr veröffentlichte Bücher den Begriff "Naturrecht" im Titel führen." In Europa ist der Begriff "Naturrecht" fast ganz von einer auf Hobbes\ Schriften basierenden Interpretation mit Beschlag belegt worden. Dennoch ist das Naturrecht, wie es St. Thomas interpretiert hat, jahrhundertelang die Grundlage des katholischen Nachdenkens über das Recht gewesen. Diese Tagung sucht, die Wiederbelebung der Lehre für katholische Rechtsanwälte von heute fortzusetzen. Sogar hochprofilierte Persönlichkeiten folgen dieser Lehre in der heutigen Rechtssituation. Clarence Thomas, Richter des Obersten Gerichtshofs, gründet zum Beispiel seine Ablehnung der Abtreibung auf das Naturrecht. Wegen weiterer Auskunft kann man sich mit Professor Richard Myers in Verbindung setzen unter 734-827-8094 (U.S.-Ruf-Nummer) oder per E-mail an rmyers@avemarialaw.edu. Der Tagungsprospekt ist erhältlich im Nachrichtenteil der Internetseite der juristischen Fakultät der "Ave-Maria-Hochschule" unter http://www.avemarialaw.edu/ (in PDF-Format). ZD00051021 http://intelligam.blogspot.com/ |
| #154 ddddddd14.04.2006 - 17:48 |
| Explicating "The Wreck of the Deutschland" -- Perry Lorenzo for several months has been blogging on Gerard Manley Hopkins\ (the patron of this blog) great masterpiece, The Wreck of the Deutschland. He approaches the piece with an eye to its theological aesthetic, teasing out the divine truth and goodness that always can be found in true beauty. I\ve taken the liberty of providing this handy index to Perry\s previous posts, for the sake of those who want an easy way to catch up. From here on, you can keep up with the offerings easily enough yourselves. 1. Hopkins\ Masterpiece 2. The Wreck\s Wrestling Match 3. Hopkins\ Wreck\s Relationship 4. Balthasar on Hopkins 5. Hopkins\ God: Three-Numbered Form 6. The Rest of the Wreck 7. Death in the Wreck 8. Take Her to Sea 9. Into the Snow She Sweeps 10. The Sailor and the Nun 11. Her Voice, Her Heart, Hermeneutics |
| #153 cccccccc12.04.2006 - 16:48 |
| Stadtpfarrer Michael Fuchs als Dekan eingeführt - Situation erfordert enge Zusammenarbeit Waldsassen. (pz) Die Unterschrift machte die Sache perfekt: Am Volksaltar unterzeichnete Michael Fuchs am Freitag das Dokument, das ihm zum Dekan des Dekanats Tirschenreuth ernennt. Der Stadtpfarrer wurde im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes von Regionaldekan Johann Schober in sein neues Amt eingeführt - "als Vertrauensmann von Bischof Manfred", so der Prediger. Stadtpfarrer Fuchs gab das Versprechen, den Dienst des Dekans zu übernehmen. Zuvor verlas Schober die Ernennungsurkunde von Generalvikar Dr. Wilhelm Gegenfurtner, wonach die Wahl von Stadtpfarrer Michael Fuchs von Diözesanbischof Manfred Müller bestätigt wurde. Die Feier war vom Basilikachor unter Leitung von Andreas Sagstetter musikalisch gestaltet worden. Mit dabei war der Konvent unter Leitung von Äbtissin Laetitia Fech, Pater Filip Lobkowitz aus Eger und die Priester aus den Pfarreien im Dekanat - unter ihnen die von Krummennaab und Erbendorf. Beide Pfarreien waren im Zuge der Pastoralreform dem Dekanat Tirschenreuth zugeschlagen worden. Die Aufgaben des Dekans verglich Schober mit denen eines Brückenbauers: Der Dekan schafft Verbindungen zwischen der Bistumsleitung und den Pfarreien und umgekehrt. Die erste Aufgabe liege aber nicht im Verwalten, sondern im spirituellen Bereich: "Menschlicher Geistlicher und geistlicher Mensch" soll der Dekan sein. Eine enge Zusammenarbeit in der Seelsorge sei in Zukunft von entscheidender Bedeutung, wobei der Prediger von "übergreifenden Glaubensverbindungen" sprach. Der Dekan müsse dabei die Seelsorge koordinieren, Begabungen und Talente fördern. Dann könnten diese über die Pfarrgrenzen hinaus wirkam werden. Die Mitglieder im Dekanatsrat seien mit ihrer Arbeit im Glaubensdienst nicht Lückenbüßer für zu wenig oder für überlastete Priester. "Sie sind Mitglaubende, die Ermutigung und Begleitung verdienen." In der Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei den Seelsorge-Verantwortlichen und den Verbänden und Pfarrgemeinde liege die Zukunft des Dekanats. Dabei galt ein Dank Josef Unsicker, Pfarrer von Wiesau. "Er hat beispielhaft gezeigt, dass kooperative Pastoral am besten in einem geschwisterlichen Miteinander möglich ist." Beim anschließenden Stehempfang im Jugendheim-Festsaal freute sich der neue Dekan über viele Glückwünsche. Dekanatsratsvorsitzender Herbert Bauer überreichte dem neuen Dekan und dem Amtsvorgänger Josef Unsicker jeweils ein Buchgeschenk. Bürgermeister Herbert Hahn stellte das Wirken von Fuchs als Brückenbauer in seiner bisherigen Amtszeit als Stadtpfarrer heraus - zur evangelischen Pfarrgemeinde und über die Grenze nach Eger. Im Umbruch und Aufbruch sah Dekan Michael Fuchs die Kirche und das Dekanat in der gegenwärtigen Situation. "Umbruch, weil viel Selbstverständliches selbst bei Wohl-Gesonnenen nicht mehr verständlich ist." Die Anzahl der Kirchgänger und der Priester gehe zurück. "In zehn Jahren werden wir auch in unserem Dekanat etwa ein Drittel weniger Priester haben." Dies erfordere tief greifendes Umdenken. "Umbruch" heiße da die Pfarrgrenzen noch durchlässiger zu machen,... in Regionen denken und Kirchturm-Pastoral nicht absolut zu sehen." "Das macht mich zuversichtlich" Angesichts rückläufiger Priesterzahlen im Dekanat wachse die Pflanze der hautberuflichen Mitarbeiter in der Pastoral wie den Pfarreien wie überpfarrlich. "Auch das Pflänzchen ständige Diakone kann und darf noch wachsen". Schließlich verwies Fuchs auf die Mitverantwortung vieler Gläubiger im Dekanat in Pfarrgemeinderäten und Verbänden, in Aktionen und im stillen Gebet. "Das macht mich zuversichtlich als neuer Dekan die Aufgaben der Koordination und Kooperation gut anpacken zu können." |
| #152 ddddddddd12.04.2006 - 16:46 |
| Der Film müsste neu gedreht werden. Gehorsam und Demütigung werden heute nicht mehr so praktiziert, schließlich hat sich ja auch die Gesellschaft gewandelt. Äbtissin Laetitia Fech über den Klassiker Die Geschichte einer Nonne mit Audrey Hepburn. Die Leiterin des Cistercienserinnen-Klosters in Waldsassen (Landkreis Tirschenreuth) steht mit beiden Beinen im Leben ihrem Leben für den Glauben: Gott bedeutet für mich mehr als alles andere auf der Welt. Auf einen Weg ins Kloster deutet bei der gebürtigen Münchnerin zunächst kaum etwas hin, höchstens ihre enge Beziehung zur tief gläubigen Oma. Ansonsten wächst Laetitia in Augsburg ganz normal auf: Skifahren, Schwimmen gehen, ein fester Freund. Sie träumt von einer eigenen Familie. Mit 18 Jahren dann aber die Entscheidung: Ich gehe ins Kloster. Eine Begründung für den Einschnitt ist für sie schwer in Worte zu fassen. Sie sagt: Wenn man eine Freundschaft hat, jemanden liebt und sagt: Der ist es. So ist es bei ihr mit ihrer Beziehung zu Gott. Der Vater sagt: Du spinnst Die Eltern zeigen sich anfangs nicht einverstanden, der Vater meint: Du spinnst. Aber die junge Frau ist sich sicher und gibt auch heute zu: Ich würde den Schritt wieder tun. Im August 1978 tritt sie ins Kloster Lichtenthal in Baden-Baden ein, erhält den Namen Laetitia (die Freude). 1983 legt sie die ewige Profess ab. Am 26. August 1995 wird Laetitia Fech von den Mitschwestern in Waldsassen in geheimer Wahl zur Äbtissin gewählt der einzigen in der Oberpfalz. Zwölf Nonnen leben derzeit in der Abtei Waldsassen. Die Jüngste ist 28, die Älteste 98 Jahre alt. Nachwuchssorgen gebe es nicht mehr so wie noch vor zehn Jahren, meint Laetitia: Die jungen Schwestern im Noviziat geben berechtigten Grund zur Hoffnung. Voraussetzung für eine Aufnahme sei eine abgeschlossene Berufsausbildung und das wichtigste natürlich die Berufung. Die Ernsthaftigkeit des Beschlusses versucht die 43-jährige Äbtissin im Gespräch festzustellen. Viele junge Menschen ziehe es jetzt sogar in strengere Klöster: Die sind radikal: Entweder ich mache es ganz oder gar nicht. Die Konsumgesellschaft viele haben damit für immer abgeschlossen. Auch die Schwestern in Waldsassen haben keinen persönlichen Besitz. Die Leiterin: Jeder bekommt hier, was er braucht. Drei Wochen Urlaub gibt es im Jahr. Meistens fahren die Nonnen dann zu anderen Glaubensgemeinschaften. Auch zivile Kleidung, die es in der Kleiderkammer gibt, ist für die jungen Mitschwestern auf den Reisen erlaubt. Äbtissin Laetitia sieht das so: Wir stehen mitten im Leben, aber in einem geschützten Raum. Die Gemeinschaft im Glauben ist wie eine Familie. Und noch eine Überzeugung vertritt sie: Wer nicht fähig ist, sein Leben zu meistern, der werde es auch hinter Klostermauern nicht schaffen. Beim Alltag in der Abtei denken viele an eine Rückkehr ins Mittelalter. Doch die 43-jährige Leiterin widerlegt alle Klischees: In ihrem Büro steht ein Computer mit Internet-Anschluss, auf Reisen nimmt sie ein Handy mit. Äbtissin Laetitia sieht den Fortschritt gelassen: Ich nutze die Technik, aber ich bin nicht abhängig davon. Wenn man materielle Dinge im Kloster vermisse, sei man ohnehin fehl am Platz, sagt sie. Auch zum Feiern ist Zeit Um fünf Uhr beginnt der streng eingeteilte Tag für die Schwestern. Um 5.25 Uhr erfolgt das Morgengebet, um 6.10 Uhr die Tagesweihe. Nach der Eucharistiefeier um 6.30 Uhr gibt es das gemeinsame Frühstück. Um acht Uhr gehen die Schwestern ihrer Arbeit in der Bibliothek, der Mädchenrealschule oder beim Sticken nach. Um 11.45 Uhr ist Zeit für das Chorgebet. Das anschließende Mittagessen wird schweigend eingenommen. Zweimal in der Woche gibt es Fleisch, sonst ist die Küche vegetarisch. Am Freitag ist Fasttag. Um 12.30 Uhr wird gebetet, von 14 bis 16.45 Uhr ist wieder Arbeitszeit. Um 16.45 Uhr erfolgt eine geistliche Lesung, um 17 Uhr die Vesper und der Abendtisch. Um 18.20 Uhr ist das Beten der Vigilien, um 19 Uhr Rekreation. Um 19.30 Uhr wird der Tag mit der Komplet und dem Salve Regina beendet. Nachts ist es den Schwestern, die in Einzelzimmern wohnen, nicht erlaubt miteinander zu sprechen. Die Äbtissin erklärt: Es soll dann Zeit für Gott gefunden werden. Ich erzähle Gott alles. Bei aller Ruhe und Besinnung darf im Kloster auch gefeiert werden. Und dann richtig, schmunzelt die Äbtissin und erzählt vom gemütlichen Bratwurst-Grillen im Klostergarten oder der Faschingsfeier. Die Meister-Stickerin (Goldmedaille als Landessiegerin 1988) strickt seit ihrem Antritt an der Zukunft des Kloster-Gebäudes. Der zweite Sanierungsabschnitt läuft, die Pläne für Teil drei sind fertig. Gesamtkosten: 52 Millionen Mark. In gut zehn Jahren soll das Schmuckstück fertig renoviert sein. Kompetente Fachleute beraten sie, die Entscheidungen über das Projekt kann ihr natürlich niemand abnehmen. Der Freundeskreis (520 Mitglieder) hat ihr viel geholfen: Die Identifikation mit dem Kloster ist hier schon sehr groß. Es sei auch Gottes Fügung gewesen, dass sie Kultusministerin Monika Hohlmeier für das Projekt begeistern konnte: Die Chemie zwischen uns hat gleich gestimmt. Wir haben gemerkt, dass wird es in die Hand nehmen können, auch wenn wir zwei Frauen sind. |
| #151 ddddddd12.04.2006 - 16:41 |
| Ob fesselnder Krimi, spannender Roman oder eine Biografie einer bedeutenden Persönlichkeit der Zeitgeschichte: Den Ordensfrauen im Zisterzienserinnenkloster genügt ein Griff in den entsprechenden Bücherschrank in der neuen Hausbibliothek. Schon früher stand den Schwestern im Konvent ein breit gefächertes Literaturangebot zur Verfügung. Allerdings waren die räumlichen Verhältnisse in der bisherigen Bibliothek sehr beengt. Mit der Sanierung des Ostflügels, die den Ordensfrauen wesentliche Verbesserungen in ihrem Lebens- und Wohnbereich gebracht hat, entstand eine neue Lösung. "Ich bin ganz glücklich drüber", lässt Äbtissin Laeitita Fech ihre Erleichterung durchblicken, dass die Sanierung des Ostflügels mit dem Umzug der Bibliothek nunmehr komplett abgeschlossen ist. Erst vergangene Woche wurde der Raum neben dem Kreuzgang eingerichtet. Ein echtes Kleinod ist die private Bibliothek der Schwestern. Sie liegt im Klausurbereich und ist damit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. "Das ist nur für den Hausgebrauch", so die Äbtissin. Etwa 10000 Bände "Das war eine unheimliche Arbeit", sagt Äbtissin Laetitia Fech. "Den ganzen Buchbestand haben wir sortiert und katalogisiert." Schätzungsweise 10000 Bände umfasst das Sortiment, und alle Sparten sind vertreten: "Hier drüben der Orden, geistliche Literatur, Biografien von Heiligen", sagt die Äbtissin, während sie durch die Reihen zwischen den Bücherschränken schreitet. Weiter im Literaturangebot sind theologische Bände, Philosophie, Marianische Schriften, Papstgeschichte, Völkerkunde und Geschichtliches. Selbst wenn den Schwestern nach Trivialliteratur ist, so ist das in der Kloster-Hausbibliothek kein Problem. Dort findet sich ein ganzes Regal mit Krimis und Romanen. Gleich nebenan - dort war vor der Sanierung die Stickereiwerkstatt untergebracht - ist das neue Rekreationszimmer der Schwestern eingerichtet. "Dort sitzen wir abends zusammen", verrät die Äbtissin und ist stolz auf die Ausstattung - etwa mit dem alten, noch funktionsfähigen Kachelofen. Er entstammt dem alten Bestand des Klosters, ebenso die Leuchten und die Bücherschränke in der Bibliothek. "Die lagerten am Dachboden", weiß die Äbtissin über die wertvoll gearbeiteten, in dunklem Holz gehaltenen Möbel aus den 40er Jahren. Lediglich etwas aufpoliert seien sie, ansonsten seien die guten Stücke noch alle intakt gewesen. "Prachtraum" Von einem "echten Prachtraum" spricht die Äbtissin über die neue Bibliothek, das ehemals Bügelzimmer war. Zwischen den Bücherschränken und unter der mit reichlich Stuck verzierten Decke wird Spiritual Pater Dr. Gabriel Lobendanz in Zukunft für den Konvent regelmäßig Exerzitienvorträge halten. Somit dient die Bibliothek auch als so genanntes Parlatorium - also jener Raum, in dem gesprochen wird und Sitzungen abgehalten werden, während die Zisterzienserinnen tagsüber schweigen sollen. Die räumliche Anordnung wird auch der klassischen Konzeption in Zisterzienserklöstern gerecht: Alle Gemeinschaftsräume sind im Erdgeschoss untergebracht - Kapitelsaal, Refetorium (Speisesaal), Parlatorium, Rekreationsraum, Archiv und Bibliothek. |
| #150 ggggggg12.04.2006 - 16:38 |
| hre Sorge gilt dem leiblichen Wohl Schwester Maria Theresia Weiß feiert goldenes Professjubiläum - Dienst in der Klosterküche Waldsassen. (kgg) Für den Konvent der Zisterzienserinnenabtei war es ein besonderer Tag. Schwester Maria Theresia Weiß feierte "Goldenes Profess". Bei einem Gottesdienst in der Klosterkirche erneuerte sie ihre vor 50 Jahren abgelegte Profess in die Hände von Äbtissin Laetitia Fech. Schwester Maria Theresia Weiß ist seit Jahren in der Klosterküche für das leibliche Wohl ihrer Mitschwestern besorgt. Sie wurde am 21. Januar 1931 als siebtes von 13 Kindern in Immenstetten bei Amberg, Pfarrei Aschach/Raigering geboren. Als 20-Jährige trat die junge Frau in den Zisterzienserinnen-Orden ein, wo sie vor 50 Jahren ihre erste Profess ablegte. Der Festgottesdienst feierte Spritual Pater Dr. Gabriel Lobendanz in der Klosterkirche - in Konzelebration mit dem ehemaligen Mitschüler der Jubilarin, Studiendirektor Albert Schaffa, dem ehemaligem Heimatpfarrer Geistlichen Rat Franz Reich und Kaplan Markus Brunner gefeiert. Zum Festtag gekommen waren auch die Verwandten der Jubilarin sowie die Bediensteten des Klosters und die Mitschwestern. Die Arbeit in der Klosterküche und die Sorge um das leibliche Wohle erfordere die Kraft der Jubilarin bis zum heutigen Tage, sagte Pater Gabriel. "Die Liebe geht aber nicht nur durch den Magen, wie dies ein Sprichwort sagt, sondern auch mit Gottes Gnade durch Herz und Geist." Von Liebe zu Gott geprägt Der ehemalige Mitschüler der Volksschule und heutige Studiendirektor Pfarrer Albert Schaffa erinnerte an den Eintritt der Schwester in den Orden vor 50 Jahren. "Ein derartig wichtiger Schritt muss überlegt und von der Liebe zu Gott geprägt sein", sagte der Prediger. Man könne im Leben aber nicht alles vorausplanen und bestimmen. "Denn Gott hat mit dem Menschen seine eigenen Pläne." In der Tiefe und Stille begegne man Gott und diese Begegnung sollte man immer wieder suchen - im stillen Gebet mit dem Herrn, so Prediger. Gehorsam gelobt Anschließend erneuerte Schwester Maria Theresia ihre vor 50 Jahren abgelegte Profess in die Hände von Äbtissin Laetitia Fech und gelobte von neuem Gehorsam nach den Regeln des heiligen Benedikt bis zu ihrem Tode. Nach weiteren Gebeten und Gesängen des Konvents überreichte die Äbtissin der Jubilarin den "Altersstab" und steckte ihr den Myrtenkranz auf ihren Schleier, ehe die Glückwünsche der Mitschwestern, der Priester, der Verwandten und der Bekannten der Jubilarin folgten. Nach dem Gottesdienst trafen sich alle in der neuen Aula zur "weltlichen Feier". Äbtissin Laetitia Fech überreichte namens der Klostergemeinschaft einen Strauß mit 50 roten Rosen sowie einen Gutschein für Exerzitien mit freier Ortswahl. Im Namen aller Mitschwestern bekam die Jubilarin einen kleinen Myrtenstock mit goldenen Schächtelchen. Darin hatte jede Mitschwester auf einem Zettel persönlichen Wünsche hineingelegt. |
| #149 dddddddddd12.04.2006 - 16:37 |
| Zum Thema "Der Heilige Geist wirkt auch heute noch - wir Cistercienserinnen heute" referierte in der Wernberger Pfarrkirche die Äbtissin des Klosters Waldsassen, Laetitia Fech. Sie folgte einer Einladung des Wernberger Frauenbundes. Nach dem Vortrag überreichte der Frauenbund eine Spende in Gesamthöhe von 708 Euro. Der Betrag soll der Renovierung des Klosters Waldsassen zugute kommen. "Für viele Jugendliche sind heute die Heilsbewegungen der Jugendreligionen beim ersten flüchtigen Hinsehen die Alternativen zu den religiösen Defiziten unseres gutbürgerlich-deformierten Glaubensleben", betonte die Äbtissin. Es sei klar, dass ein junger Mensch in der Not zugreife, wenn ihm vermeintlich der Weg zum Sinn des Lebens gezeigt werde. Zu spät würden die Betroffenen erkennen, dass sie kein absolutes Heil finden. Dann breche für sie alles zusammen. "Wenn unsere Kirche lebendig ist und wäre, dann kann und könnte sie auf diese brennenden Fragen der Jugend wirklich die Alternative anbieten, und zwar Jesus Christus", so die Äbtissin. Als Impuls und Chance zur Selbstbesinnung unserer Klöster, unserer Kirche und zu einer konsequenten Umkehr "von allem Schlaf der Sicherheit" wertete Fech die Jugendsekten. Jesus Christus habe die Welt bewegt. Deshalb müssten die Klöster als Urzellen wieder die Welt bewegen. Nur dann würden sie auch wieder glaubwürdig. Man müsse nicht fremdgehen bei Zen oder Yoga, denn wie ein großer Zen-Meister schon sagte: "Ihr habt alles. Lebt es!" Zum Ordensleben merkte sie an, dass die moderne Zeit und auch viele Christen dem hilflos gegenüberstünden: "Es wird einfach zu wenig transparent gemacht!" Man verbinde damit sehr schnell Gedanken wie veraltet, nicht mehr verständlich, altmodisch oder Flucht vor der Welt. Es sei nicht zu leugnen, dass sich eine enorme Spannung auftue zwischen jeder echten christlichen Spiritualität und den vorherrschenden Geistesströmungen unserer Zeit. Die Cistercienserinnen leben nach den Regeln des hl. Benedikt. Dessen Denken und Weisheit habe seit dem 6. Jahrhundert die Entwicklung des Abendlandes geprägt. Seine Regeln würden sich bis heute auszeichnen durch weise Mäßigung, klare Hilfestellungen für Menschen auf der Suche nach Gott, durchwirkt von dem goldenen Faden der Barmherzigkeit. Wie aktuell dies auch heute sei, würde die kürzlich neuaufgelegte Regel St. Benedikts für Manager zeigen. Was sind heute die Kernmerkmale unseres geistlichen Lebens? Dazu würden laut Fech die Ehrfurcht vor Gott und allem, was Gott geschaffen habe, zählen. Ein weiteres Kennwort seien Hören und Gehorchen. Die Ehrfurcht vor dem Anderen führe zum Hören aufeinander. Wie notwendig wären in unserer heutigen Zeit hörende Menschen für die Nöte unserer Zeit? Zum Kloster Waldsassen informierte die Äbtissin, dass der heutige Konvent aus zehn Schwestern bestünde und langsam wieder neu anfange aufzublühen. Auch betriebswirtschaftlich sei man dabei, weitere Einkommensquellen zum Erhalt des Klosters aufzubauen. Das Kostergebäude selbst erlebe im Moment die erste Gesamtsanierung seit der Barockzeit in einem Kostenumfang von 48 Millionen Euro. Ein "Klosterfreundeskreis" verhelfe der Abtei zur Stärkung der Eigenmittel. |
| #148 wwwwwwwwww12.04.2006 - 16:33 |
| "In unserer Klosterküche wird das ganze Jahr über sehr gesund gekocht", sagt Äbtissin Laetitia Fech. "Wir essen viel frisches Gemüse aus dem eigenen Garten und nur zwei Mal die Woche Fleisch." Im Rahmen unserer Fitness-Aktion "Besser essen - mehr bewegen" und passend zum Beginn der Fastenzeit haben wir einige Fragen an die geistliche Mutter der Cistercienserinnen-Abtei gestellt. Was bedeutet die Fastenzeit für Sie? Was ist Ihnen wichtig in den nächsten Wochen? Äbtissin Laetitia: Fastenzeit bedeutet für mich Reinigung von Leib, Seele und Geist. In diesen Wochen möchte ich mich auf das Wesentliche besinnen. Ganz wichtig dabei ist die praktizierte Nächstenliebe, die Liebe zu den Menschen und zu Gott zu überdenken und zu erneuern. Dazu gehören auch Werke der Barmherzigkeit. Waldsassens äbtissin Laetitia Fech Gebote wie das, am Freitag kein Fleisch zu essen, gelten für Katholiken ja das ganze Jahr. Wie streng wird im Kloster gefastet? Äbtissin: In den nächsten 40 Tagen ist jeder Mittwoch und Freitag ein Fasttag. Das bedeutet für unsere Kommunität Tee, Wasser und Brot. Mittags gibt es auch eine Suppe. Strenge Fast- und Abstinenztage mit einmaliger Sättigung am Tag sind Aschermittwoch und Karfreitag. Alkohol trinken wir normalerweise höchstens mal am Sonntag bei Tisch. Dieses Glas Bier oder Wein fällt in der Fastenzeit auch weg. Fällt Ihnen das Fasten schwer? Äbtissin: Man kann sich auch an Brot satt essen. Fasten bedeutet ja nicht Hungern. Wenn ich ganz bewusst ein Stück Brot kaue, ist das gut für die Geschmacksnerven; ich mache mir Gedanken darüber, wie viel Arbeit dahinter steckt und danke für das Geschenk, genug zu essen zu haben. Ganz zu schweigen davon, dass es den Körper entschlackt und gesund ist, führt das Fasten vor Augen, mit wie wenig Essen man eigentlich klarkommt und auch nicht umfällt. Ist die Kirche leibfeindlich, wie manche Kritiker meinen? Äbtissin: Ein glattes Nein! Der Leib ist der Tempel des heiligen Geistes, wie es im Korintherbrief steht. Ein maßvolles Leben ist die Lösung. Alles Extreme ist leibfeindlich - zu viel zu essen genauso wie zu wenig zu essen. Gibt es tatsächlich "Ess-Sünden"? Äbtissin: Ja. Dazu zähle ich Völlerei, Trunksucht, Maßlosigkeit ebenso wie Magersucht. Wer seinen Körper nicht hütet und achtet, sündigt gegen den Leib. Was halten Sie davon, wenn die Fastenzeit ohne religiösen Hintergrund zum Anlass fürs Abnehmen genommen wird? Äbtissin: Ablehnen würde ich das nicht. Allerdings ist es ohne religiösen Glauben viel schwieriger, das innere Gleichgewicht zu finden. Was verändert sich in den nächsten 40 Tagen im Klosterleben? Äbtissin: Fasten ist bei uns wirklich ganzheitlich, bezieht sich nicht nur auf Essen und Trinken. Es bedeutet auch, mehr Zeit dem intensiven Gebet zu widmen, Nachlässigkeiten zu tilgen, auf Geschwätz und Albernheiten zu verzichten. An Fasttagen wird bewusster geschwiegen. Welche Rolle spielt sportliche Betätigung für Sie und Ihre Mitschwestern? Äbtissin: Das kann jede Schwester halten, wie sie möchte. Mir ist nur wichtig, dass es nicht um Körperkult geht. Wir haben auch einen Heimtrainer hier, es besteht Gelegenheit zum Joggen oder Schwimmen. Körperliche Ertüchtigung im richtigen Maß ist schon wichtig. Ich persönlich mache täglich Gymnastik, schwimme gern und fahre im Urlaub auch Rad. |
| #147 ddddd12.04.2006 - 14:09 |
| Sister Elizabeth Marie Kalstheur The Profound Inclination I remember in the blur of those first days as a new postulant the explanation given by Sister Catherine Marie, This is called the profound inclination, as she demonstrated with a deep bow. We do it for every time we chant Glory be to the Father, and to the Son, and to the Holy Spirit during the Divine Office and Meal Prayers. Got that? Her question came with a smile as we took in every detail, eager to assimilate all things Dominican. The profound inclination has certainly been a big part of my daily life in these last nine months since that first introduction. Each time I make the gesture, I am reminded of the choice I made to enter St. Cecilia, to make of my entire life a profound inclination to God. Although it seems quite natural now, my decision to become a Dominican Sister was the result of a long and difficult journey. I learned that my own sometimes veiled inclination toward God was put there by God Himself, whose most perfectly profound inclination of Self on the Cross enabled my own gift of self to God. I was a religious child. I rarely complained about going to Mass on Sunday. I was always the first to volunteer to do anything church related. I even taught CCD and played piano for weekend Masses in high school. I was regarded as religiously inclined, however, mixed into my system, was a strain of non-conformism that took the contemporary understanding of feminism as a model. I vividly remember adding extra notes to my piano music for the Christmas carol It Came upon a Midnight Clear, in order to fit in and women to the lyrics. I must have been nine or ten years old. I found it to be highly unjust that women couldnt be priests. I wondered why the hierarchy, a word I usually uttered with a cynical sneer, didnt think women were good enough to be priests. In youthful confidence gone awry, I considered any seeming limitation on my freedom to be a grave injustice. As high school came to a close, and I began college at the University of St. Thomas in Minnesota. I chose the school specifically because it was Catholic. My first year at St. Thomas was a tumultuous one. Still very religious and yet a narrowly defined feminist, I was suddenly faced with the idea that perhaps the two descriptors were mutually exclusive. My majors were Peace Studies and Catholic Studies and my friends and influences represented the broad spectrum of beliefs present in these two majors. As I discovered more about the Catholic Church and more about the politicized feminist ideology that I had always espoused, I began to realize that the dichotomy between my religious sense and feminist convictions was not sustainable. I had a choice to make. I could embrace my Catholic faith whole-heartedly, even those teachings that hurt my feminist pride, or I could devote my life to empty ideologies while respecting selected tenets of the Catholic faith from afar. Somehow, in the midst of this interior struggle, I decided to spend my sophomore year of college studying in Rome at the Angelicum through the Catholic Studies Program. Within a month of my arrival, God had melted my heart, speaking to me through holy priests, professors, and classmates. They testified, in word and deed, to the Truth that is Jesus Christ and His Body the Church. I had made up my mind to be a committed Catholic, in full embrace of all of the teachings of the Magisterium. I sought a truer definition of the genius of woman and made my new goal to strive to live a life on earth in preparation for the life of heaven. In effect, I found true freedom and could finally begin to think seriously about the possibility that God might be calling me to a religious vocation. The concept of discerning a vocation was still pretty foreign to me, so, with the help of my spiritual director, many friends, and the classes I was taking at the Angelicum, I began to learn and live my newly discovered Catholic faith. I focused on receiving the Sacraments faithfully, especially Confession, and developing my own prayer life, particularly through adoration of the Blessed Sacrament. As I matured in the Catholic life in Rome and after I returned to college in the United States, I grew in my desire to give myself over completely to God. I realized that God himself had put in me all of my religious aspirations of childhood. He had created me, and all human persons, with a natural inclination toward goodness and truth, toward Himself. I discovered that Jesus was inviting me to give myself to Him in a more radical and total way. I knew that I could never repay Him for this infinitely merciful gift, but I could give Him only myself, whole and entire, spirit, soul, and body. I could be a sign to all people of the profound inclination that God is asking them to make in all states of life by making that self offering with joy and generosity. With such a disposition, I entered St. Cecilia Convent on August 14, 2004 and, happily, I am preparing to receive the habit of the Order. I make the profound inclination many times a day here at the St. Cecilia Motherhouse. I bow deeply - get a good look at my black Oxfords - and then rise, in unison with at least one hundred other Sisters. It is a simple act, that could become merely routine, but hopefully it will never be so for me. May it always be instead a powerful reminder of my decision to make of my very self a profound inclination to God, and to say in my every thought, word, and deed, Glory be to the Father, and to the Son, and to the Holy Spirit. |
| #146 rrrrrrrrrr12.04.2006 - 14:02 |
| http://www.nashvilledominican.org/Community/Sister_Profiles/index.htm Sister John Agnes Suh, O.P. Discernment and a Perpetual "Yes" Discernment seems to be the modern buzzword for Catholic young people today. I was introduced to discerning a vocation in college, simply understanding it to be the process in which a person seeks what God wills, so that the details of life could begin to be lived. And so I began to discern wanting whatever God wanted of me. Throughout my senior year of college, I was repeatedly confronted with the inevitable question: Where are you in your discernment? What have you discerned? My so-called cleverly disguised answer was, Im open to anything. However, by being open to anything, I was being open to nothing. I finally realized that I could spend the rest of my life discerning and never get anywhere. This began my infatuation with making a decision. The rest of my life was waiting on me to make a decision. However, there was a silent, yet real, fear that was lingering in the back of my mind: What if I make the wrong decision? This thought prompted a sense of paralysis. Finally, one night I spent a most difficult and yet awe-filled evening in front of the Blessed Sacrament. I brought this fear to the Lord, telling Him my frustrations with discerning and my ardent desire to do His will. When I placed His Word before me, it fell upon the cry of the Psalmist: Lord, You have searched me and You know me (Psalm 139:1). For the first time, I realized that discernment of my vocation was not about my decision. The Psalmist was reaffirming the truth that the Almighty God who created me knows me entirely, even better than I know myself. The focus of discernment and a vocation is not I but He. If I sought deeper into the mystery of Jesus, then He would lead me. This understanding of discernment not only changed how I looked at the process of discerning but also how I understood vocations. At the heart of a vocation is not the act of getting married or the act of professing vows. The heart of a vocation is being. Through whatever state in life a person is called, it is in the living of this state that she becomes more fully what God created her to be. I had chosen to study biochemistry as an undergraduate with a dream of success in the field of medicine. I began to question my aspirations, however, when I could no longer understand how to resolve the conflicts between the ideology of the human person propagated by modern scientific research and the faith of the Church. Two years after graduation I decided to study theology in a Masters program at the John Paul II Pontifical Institute for the Studies of Marriage and Family in Washington, D.C. The more I learned about the beauty of the vocation of marriage, the more I fell in love with the consecrated life. By the end of my first semester of studies, a realization began to dawn in my heart an amazing yet frightful realization that Jesus might be calling me to be a witness to His transforming love by consecrating myself to Him alone. At the time of my studies, the John Paul II Institute was housed in the Dominican House of Studies. Joyful brothers in their beautiful white habits constantly surrounded me. Every day I heard the entire building filled with the chant of their prayers and liturgy. Through the example of the Dominican brothers, I knew that there was something that God wanted to show me in Nashville and so I decided to come to the Motherhouse for the April retreat. The thought of giving my life to Jesus as a consecrated virgin filled me with indescribable joy and excitement, yet at the same time it was very humbling because I was undeserving of such a call. He knew all my past sins and all my weaknesses, all the times that I did not heed His Word and even all the times I had flat out refused Him. How could He call someone like me? What if I fail Him? In His subtle way, God gave me the answer to my questions through a certain verse of the Bible that was repeatedly brought before me. I received the same verse on holy cards sent from the St. Cecilia Congregations Vocation Office. My friends sent the same verse at the end of e-mail messages. I heard it repeatedly from the mouth of my spiritual director and others I did not know well. I got the message the Holy Spirit was delivering to me: Fear is useless, all that is needed is trust (cf. Mark 5:36). Once I realized this and placed all my trust in Him, I became free to be able to respond to whatever He would ask of me in Nashville. I knew shortly after my arrival at St. Cecilia Motherhouse what Gods question to me was. Still to this day, I cannot fully explain how I knew, but within the depths of my soul it became clear. As I walked into the chapel I saw several sisters adoring the exposed Blessed Sacrament. In a visit to the cemetery I encountered sisters from the past. In this place I discovered a sense of belonging. I felt as if I had been here my entire life. Jesus was showing me the beautiful gift of a religious vocation and was asking me if I would accept His invitation to spend the rest of life loving Him and serving Him with, in, and through this particular community. When I gave Him my yes to this question, all the other yeses became easier. Will I tell my parents who had no inclination about my desire to become a religious sister, even though they might be disappointed and even against such a decision? Will I complete my last few weeks of study knowing that I will not finish the requirements for the degree of my dreams at the school of my dreams? Will I do all this, for nothing else, than for love of Him? Many people remark how the acceptance of a vocation involves giving up a lot of things; however, to me, I gained so much more. If I had to empty my hands from things that I was holding onto previously, it was only so that I could be free to embrace what Jesus was giving to me. Now that the discernment is over and I am in the process of formation, I realize how necessary this past is in my vocation. In the beginning, I had the notion that discernment was a time of not yet. I was either not yet married or not yet consecrated. The desire always to seek Him and Him alone and the need to place my trust always in Him did not simply end on Entrance Day or with the reception of the habit. This desire and trust are deepened and strengthened each and every day by simply living this life to the fullest. I would not be living the life with joy and peace if the yes I gave to Him ended at my first visit to the community. Through my family, friends, and spiritual directors, the Holy Spirit has taught me that our lives are filled with moments of Gods continual call to us. Every day, every moment, Jesus poses the same question that I experienced at my first visit: Will you? It is not a demand nor a threat but a loving invitation to something greater greater than what I ever imagined could be. |
| #145 vvvvvvvvvv12.04.2006 - 11:52 |
| WALDSASSEN So ganz gerne hört sie es eigentlich nicht, wenn man sie als ???Managerin bezeichnet. Obwohl sie oft genug wie eine Managerin handeln muss. Schwester Laetitia M. Fech steht als Äbtissin dem Zisterzienserinnen-Kloster in Waldsassen, Landkreis Tirschenreuth, vor. Vor zehn Jahren wurde sie an die Spitze der Abtei gewählt damals war sie, mit Ende 30, eine der jüngsten Äbtissinnen des Zisterzienserordens. In den vergangenen zehn Jahren ist viel geschehen so wurde die erste Generalsanierung des Waldsassener Klosters seit der Barockzeit entscheidend vorangetrieben. Ora et labora beten und arbeiten: Das ist der gelebte Leitspruch der Zisterzienser. Über beides, das Beten und das Arbeiten, sprach Äbtissin Laetitia M. Fech mit unserer Zeitung. Frau Äbtissin, wie kriegen Sie das auf die Reihe Ordensfrau und Managerin gleichzeitig zu sein? Ich weiß auch nicht, ob ich es immer zuwege bringe. Es ist auf jeden Fall eine Herausforderung und dazu meine Lebensaufgabe. Zuerst einmal bin ich Ordensfrau. Aus dieser Grundlage fließt mir die Kraft zu, die äußeren, mir auferlegten Aufgaben zu erfüllen. Aber: Man geht nicht ins Kloster, nur um fromm zu beten. Es gehört auch die Arbeit dazu: Ora et labora eben. Aber die eine Seite ist eben das Beten; und auch das Schweigen. Was gibt das dem Menschen, Beten und Schweigen? Im Orden der Zisterzienser wird an vielen Abschnitten des Tages geschwiegen etwa beim Essen. Und auch beim Arbeiten wird nur das geredet, was notwendig ist kein ???Tratschen also. Es wird so der Boden bereitet, um das Herz aufnahmefähig zu machen, zu hören, was Gottes Wille ist. Dabei geht es nicht nur um äußeres, sondern vor allem um inneres Schweigen. Das Herz muss zur Ruhe kommen. Erst dann kann Gott zu einem sprechen; auf Gott zu hören im Alltag, das ist unsere Lebensaufgabe, von da heraus können wir ihn zu den Menschen bringen. So haben wir Zisterzienser den Sinn des Lebens gefunden. Der Sinn des Lebens ist ja nicht Konsum, Besitz, oder dieses oder jenes Event. Der Mensch wird glücklich und zufrieden, wenn er seine Berufung findet ob im Kloster oder in der Ehe. In unserer Zeit wird allerdings sehr viel geredet, man denke nur an die Talkshows . . . Ja, es gibt eine ???Dauerberieselung. Der Mensch von heute hält oft keine Stille mehr aus, er läuft vor sich davon. Das ist eigentlich tragisch, denn das Wesentliche geht verloren. Schweigen, wie Sie es schildern hat etwas von Meditation Es ist eine alte Klostertradition: täglich ???lectio divina, das ist geistliche Lesung, ???meditatio und Gebet. Auch wenn es heißt: Not lehrt beten. Wenn man erst zu beten beginnt, wenn es einem schlecht geht, dann ist es fast zu spät das sollte man vorher geübt haben. Bekommt man durch das Gebet eine persönliche Beziehung zu Gott? Es ist sogar eine Liebesbeziehung. Es heißt für mich als Ordensfrau: Meine Liebe ist Gott. Ich jedenfalls habe den ???besten Mann, den es gibt, einen besseren bekomme ich nicht. Auch wenn es seltsam klingt: Mit der Profess den ewigen Gelübden bin ich seine Braut geworden. Hat das Schweigen zu Ostern eine besondere Bedeutung? Die Karwoche, das ist der Höhepunkt der Liturgie im Jahr. Da gibt es vermehrte Zeiten des Schweigens und des Betens. An Gründonnerstag ist bei uns nach der Fußwaschung bis Mitternacht Anbetung, am Karfreitag bis zum Abend. Auch der Karsamstag ist der Tag des Schweigens, des Mittrauerns denn Jesus liegt im Grab. Gleichzeitig ist da die Vorahnung auf Ostern, auf die Auferstehung. Denn das Leiden Jesu wäre ja furchtbar, stünde dahinter nicht die Auferstehung. Dadurch bekommt alles Sinn. Wir sind alle durch Jesus erlöst und müssen uns nicht selbst erlösen. Wann feiern Sie die Osternacht? Am Sonntagmorgen um 5.30 Uhr beginnt die Auferstehungsfeier. Im Dunkeln wird das Osterlicht durch den Kreuzgang getragen. Das Licht ist das Symbol für Jesus er ist das Licht der Welt. ???Lumen Christi wird dabei gesungen, drei Mal, jedes Mal einen halben Ton höher, bis man in der Kirche ist. Es ist eine sehr schöne Feier, zu der auch immer viele Waldsassener kommen. Wieviele Ordensschwestern sind derzeit eigentlich im Waldsassener Kloster? Es sind acht mit feierlicher Profess, dazu eine Postulantin, eine junge Frau, die eine Probezeit begonnen hat; im Juni kommt noch eine weitere junge Frau hinzu. Dann ist fast jedes Alter vertreten von 19 bis 93 Jahren. Außerdem haben wir das Oblatentum, eine alte benediktinische Tradition neu belebt: Bei uns ist eine Klausuroblatin, eine junge Frau, die kein Gelübde abgelegt hat, sondern nur ein Versprechen, das sie immer wieder erneuert. In diesem Jahr haben Sie persönlich zwei Jubiläen: 25 Jahre Profess und 10 Jahre Äbtissin. Was war am wichtigsten für Sie in den vergangenen 10 Jahren? Für die ganze Gemeinschaft war am wichtigsten: Dem Kloster wieder eine Zukunftsperspektive zu geben. Es ist bei jungen Frauen wieder ein Interesse gewachsen an unserer Abtei und daran, ins Kloster zu gehen. Durch die Klostersanierung musste aber erst ein Umfeld geschaffen werden, in dem man sich wohl fühlt das ging Hand in Hand. So etwas gelingt nur in Gemeinschaft. Und wir haben im Kloster ja auch viel Hilfe ???von außen bekommen. Die Generalsanierung läuft seit gut einem Jahrzehnt. Was ist noch zu tun? Es steht an der vierte Bauabschnitt. Dazu gehören der Apothekerflügel, in dem die Schule untergebracht ist, und der Nordflügel, der an die Basilika angrenzt. Eine größere Sache wird auch noch die Öffnung des Kreuzgangs, der durch die Klosterkirche die nach der Säkularisation notgedrungen entstand verbaut wurde. Mit Gottes Hilfe sind wir damit bis 2008 fertig. Dann könnten bis 2010 als fünfter Bauabschnitt die Fassaden des Klosters erneuert werden. Und wie ist der Stand der Dinge für das Kultur- und Begegnungszentrum der Abtei Waldsassen? Dafür sollen die ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Klosters einer Nutzung zugeführt werden. Aber die Finanzierung ist weil nebenher die Generalsanierung läuft ein schwieriges Unterfangen. Wir haben ja jetzt schon ein paar Gästezimmer für Menschen, die im Kloster Stille und Ruhe suchen das könnte noch ausgeweitet werden. Außerdem gibt es bereits eine Veranstaltungsreihe zu den Themen Religion, Musik und Bewahrung der Umwelt. Im vergangenen Jahr kamen durch das Kulturzentrum etwa 6000 Besucher mehr als in den Jahren zuvor nach Waldsassen. Das könnten noch wesentlich mehr werden, gäbe es mehr Übernachtungsmöglichkeiten im Kloster. Das Konzept steht, wenn alles klappt, ist Anfang 2007 Baubeginn. Ich vertraue da auf den Heiligen Josef: Er ist mein Finanzminister. Begegnungszentrum, Umweltstation wie weit kann sich ein Kloster öffnen? Die Zisterzienser sind schon immer, seit der Gründung, ein weltoffener und fortschrittlicher Orden. Wenn der Schwerpunkt stimmt wie bei uns zum Beispiel sieben Mal am Tag das gemeinschaftliche Gebet dann kann man sich öffnen, ohne sich zu verlieren. Man kann Sie als ???Managerin des Klosters bezeichnen Sie haben aber selbst mit Managern zu tun? Ich habe Vorträge gehalten vor Führungskräften zum Thema Menschenführung nach den Prinzipien des Heiligen Benedikt. Es ist ja Mode geworden, den Heiligen Benedikt zu zitieren. Mein Anliegen ist, zu zeigen, dass man seine Regeln nur anwenden kann, wenn sein christliches Menschen- und Gottesbild dahinter steht. Es krankt heute in der Wirtschaft und in der Politik daran, dass der Glaube fehlt. Denn eigentlich fußt ganz Europa auf dem christlichen Glauben. Wenn er weg fällt, krankt das ganze System: Da stellt dann zum Beispiel eine Firma nur um des Profits Willen 500 oder 1000 Menschen aus. Das kann keinen Segen bringen, wenn der Mensch auf der Strecke bleibt. Was kann da ein Orden wie die Zisterzienser tun? Eine der vielen Aufgaben des Klosters ist es, Werte zu vermitteln, zu zeigen: Der Mensch ist nicht nur ein Leistungsobjekt. Es wird ja heute oft nur die Jugend vergöttert, aber der Mensch hat bis ins Alter, bis zum Tod, auch in Krankheit, ein Recht auf Schutz und Ehrfurcht. Ich merke aber immer wieder, dass junge Menschen neu nachdenken und den Sinn des Lebens suchen. Dazu kann die Karwoche ein guter Anlass sein. Wie feiern Sie und ihre Mitschwestern Ostern? Das Osterfest ist ein Fest der Freude. Da gibt es ein ???Agape-Mahl die Fortsetzung der Kommunionfeier der Liturgie, ein richtiges Festessen. Und es gibt die besondere Erlaubnis, dass beim Essen gesprochen wird. Ich sage bei Tischbeginn: ???Bene dicite sprecht Gutes. Vielen Dank, Frau Äbtissin für das Gespräch und frohe Ostern! Ein gesegnetes Osterfest allen Ihren Lesern und den Freunden des Klosters! Seit zehn Jahren an der Spitze des Waldsassener Zisterzienserinnen-Klosters: Äbtissin Laetitia M. Fech FOTO: RYBA |
| #144 eeeeeeeee09.04.2006 - 01:55 |
| 2. Ordensgemeinschaften 2.2.1 Bettelorden Mit den Bettelorden entstand im 13. Jahrhundert eine völlig neue Form des Klosterlebens: Unter Berufung auf das Evangelium und im Anschluss an die hochmittelalterliche Armutsbewegung zur Abwehr der Verweltlichung der Kirche forderten ihre Mitglieder nicht nur vollkommene individuelle Armut, sondern lehnten auch für den Orden jeglichen weltlichen Besitz ab. Während die älteren Orden in der Regel in der klösterlichen Abgeschiedenheit wirkten, drängten die Bettelorden vor allem in die Städte, um hier durch Predigt und die Erteilung des Bußsakramentes aktiv Seelsorge und Ketzerbekämpfung zu betreiben, wobei der Verzicht auf Eigentum und feste Einkünfte den Bettel als Lebensunterhalt voraussetzte. Die wichtigsten Bettelorden sind die Franziskaner, die Dominikaner, die Augustiner, die Kapuziner und die Karmeliter. Zu den Aufgaben der Bettelorden gehörte auch die Mission gegenüber Juden, Muslimen und Heiden, die zunächst vor allem von den Dominikanern systematisch betrieben und dann von den Franziskanern aufgegriffen wurde. Großen Wert legten die Bettelorden auf Studium und Bildung, indem sie in die aufblühenden Universitäten drängten und in den Universitätsstädten eigenen Niederlassungen gründeten, die ergänzende Ausbildungsmöglichkeiten boten. Franziskaner Die Franziskaner (offiziell lateinisch Ordo Fratrum Minorum: Orden der Minderen Brüder) wurden 1208 von Franz von Assisi gegründet und 1209 durch Papst Innozenz III. anerkannt. Franz von Assisi lebte der Legende nach in Armut und widmete sein Leben dem Gottesdienst und dem Gebet. Er sammelte zwölf Schüler um sich und führte sie von Assisi nach Rom, um den Segen des Papstes zu erwirken. Dieser gab ihnen seinen Segen unter der Bedingung, dass sie Geistliche würden und ein Oberhaupt wählten. Franz wurde zum Oberhaupt gewählt und die Gruppe kehrte nach Assisi zurück. Hier wurde ihnen die Nutzung der kleinen Kapelle von Santa Maria degli Angeli aus dem Besitz des Benediktinerklosters vom Berg Subiaso zugesagt. Um die Kapelle herum bauten seine Anhänger Hütten aus Zweigen und versuchten, in Anlehnung an das Leben Jesu, ihr Dasein als reisende Pilger in selbst gewählter Armut zu bewältigen. Zu jener Zeit gab es noch keinen offiziellen Orden, die Bruderschaft kannte noch kein Noviziat. Als jedoch die Anzahl der Schüler zunahm und sich die Lehren immer weiter verbreiteten, erließ Papst Honorius III. 1233 eine Bulle, aufgrund derer die Franziskaner als Orden anerkannt wurden und ein einjähriges Noviziat einführen konnten. Einige Zeit später kam es im Orden zu inneren Auseinandersetzungen zwischen zwei Gruppen: den Spiritualen, die möglichst eng die Befolgung der Armutsregeln des Franz von Assisi anstrebten, und den Konventualen, denen ein gemeinschaftlicher Besitz erlaubt wurde (z.B. große Kirchen). Von den Spiritualen spalteten sich später die Kapuziner ab. Das höchste Regierungsamt des Ordens wird von einem Generalminister bekleidet, der auf zwölf Jahre gewählt wird. Das Mutterhaus des Ordens befindet sich in Rom. Dem Generalminister untergeordnet ist der Provinzminister, der allen Brüdern und Schwestern einer Ordensprovinz vorsteht. Dominikaner Die Dominikaner sind ein Predigerorden, der 1214 vom heiligen Dominikus gegründet wurde. Die Gemeinschaft umfasste außer Dominikus selbst zunächst 16 Schüler, die sich in Toulouse zusammenschlossen, um die zur damaligen Zeit weit verbreiteten Häresien bekämpfen. 1216 bestätigte Papst Honorius III. den Orden. Diese offizielle Anerkennung schloss gewisse Privilegien ein wie z.B. die Verkündigung der Lehre sowie das Abnehmen der Beichte. Bereits 1205 hatte sich Dominikus entschieden sein Leben ganz der Evangelisation zu widmen. Die Dominikaner gelobten absolute Armut und verzichteten auf jede Form des Gemeinschaftsbesitzes. Die erste Dominikanerzelle entstand neben der Eglise Saint-Romain in Toulouse. 1217 sandte Dominikus von hier seine Mitbrüder aus, die die Bewegung nach Frankreich und Spanien weitertrugen. Innerhalb von nur sechs Jahren gelangte der Orden auch nach England, wo sich in Oxford die erste Gemeinschaft bildete. Hier nannte man die Dominikaner Black Friars (Schwarze Brüder), weil sie auf ihren Wanderungen schwarze Kutten und Kapuzen über einer weißen wollenen Tunika trugen. Ende des 13. Jahrhunderts gab es in England bereits 50 Häuser und auch in Schottland, Irland, Italien, Böhmen, Russland, Griechenland und Grönland verbreitete sich der Orden schnell. Im Zentrum ihrer missionarischen Aktivitäten standen die Predigt und die Bekämpfung der &132;Ketzer&147;. Die päpstliche Kurie beauftragte die Dominikaner 1231 mit der Leitung der Inquisition, die sich während des ausgehenden Mittelalters mehr und mehr zum Instrument der politischen Machtentfaltung der katholischen Kirche entwickelte. Wegen ihrer Tätigkeit während der Inquisition wurden sie auch in einem Wortspiel Domini canes (Spürhunde des Herrn) genannt. Viele Dominikaner bekleideten hohe kirchliche Funktionen; vier Päpste und über 60 Kardinäle kamen aus diesem Orden. Auch bedeutende Maler wie Fra Angelico und Fra Bartolomeo sowie bedeutende Theologen wie Thomas von Aquin und Albertus Magnus waren Dominikaner. Im ausgehenden Mittelalter verfügten nur die Franziskaner über einen ähnlich starken Einfluss, die beiden Orden teilten sich viele Machtbereiche innerhalb der Kirche und in den katholischen Ländern. Häufig erregten sie damit den Zorn von Pfarren in den Gemeinden, die sich in ihren Rechten beschnitten sahen. Die Spitze des gesamten Ordens bildet der auf 12 Jahre gewählte Ordensgeneral. Er residiert in der römischen Abtei Santa Sabina. Die Gemeinschaft gliedert sich in geografische Provinzen, denen ein Prior provincialis vorsteht. Am Ende des 20. Jahrhunderts gehörten dem Orden rund 7000 Mitglieder in etwa 600 Klöstern und anderen Niederlassungen an. Bis auf den heutigen Tag sehen die Dominikaner die Evangelisation als ihre wichtigste Aufgabe an. Sie engagieren sich in erster Linie auf dem Gebiet der Erziehung und Bildung. Als Lehrer und Bewahrer konservativer Glaubensregeln bleiben sie somit der Intention ihres Stifters treu. Augustiner Die Augustiner sind Ordensgemeinschaften der katholische Kirche, deren Regel von der ursprünglichen Ordensregel des heiligen Augustinus von Hippo abgeleitet wurde. Man unterscheidet zwischen den Augustiner-Chorherren und den Augustiner-Eremiten (dazu gehören auch die Augustinerinnen). Auf den römische Synoden von 1059 und 1063 wurde die Geistlichkeit ermahnt eine einheitliche Regel einzuführen, die den Mönchstatus mit dem aktiven Leben in der Laiengemeinschaft vereinen sollte. Das Armutsgebot, die Keuschheit und der Gehorsam solle aber auch weiterhin, jedoch ohne Abkehr von der Welt, befolgt werden. Daraufhin wurde von vielen Ordensregeln in der gesamten Christenwelt der Verzicht auf Besitztum und die Einrichtung so genannter Mönchsgruppen eingeleitet, woraus sich die Grundlage für den Orden der Augustiner-Chorherren ergab. Bis Mitte des 12. Jahrhunderts hatten fast alle dieser Gemeinschaften die Regel des heiligen Augustinus eingeführt. Offiziell wurde diese Regel durch das Laterankonzil im Jahr 1215 bestätigt. Die Augustiner-Eremiten bilden eine vollkommen unterschiedliche religiöse Gruppe, deren Ursprung sich bis ins 5. Jahrhundert zu den Eremiten Nordafrikas, die die Regel des heiligen Augustinus angenommen hatten, zurück verfolgen lässt. Nach dem Einfall der Vandalen in Nordafrika im Jahr 428 errichteten einige der flüchtigen Eremiten Mönchsgemeinschaften in Mittel- und Norditalien. Diese blieben unabhängig voneinander, bis sie im Jahr 1244 von Papst Innozenz IV. zu einem Orden vereinigt wurden. 1256 forderte sie Papst Alexander auf ihre Abgeschiedenheit aufzugeben und ein aktives Leben in der Gesellschaft zu führen. Als Ergebnis bildete sich einer der großen mittelalterlichen Bettelorden heraus, der für seine Rolle im kirchlichen und schulischen Leben bekannt wurde. Seine Mitglieder wurden in der Wissenschaft, Ausbildung und Mission tätig. Der Orden der Augustinernonnen (Augustinerinnen) wurde im Jahr 1264 gegründet und sie lebten bis 1401 in strenger klösterlicher Abgeschiedenheit. Es gab auch Gemeinschaften von Augustinern, die von der strengen Einhaltung der Ordensregel abwichen, was wiederum mehr als einmal zu Reformbewegungen führte. Einer dieser reformierten Augustinervereinigungen gehörte in Deutschland Martin Luther an, der später den Orden scharf kritisierte. Heute gibt es in Europa und verschiedenen Teilen Amerikas etwa 100 Augustinergemeinschaften, die im Ausbildungs- und medizinischen Bereich tätig sind. Kapuziner Die Kapuziner (lateinisch Ordo Fratrum Minorum Capuccinorum) sind der dritte selbständige Zweig neben den Franziskanern und Konventualen, der aus dem ersten Orden des Franz von Assisi hervorgegangen ist. Der Name rührt von der kapuzenartigen Kopfbedeckung seiner Mitglieder. 1528 gründete der italienische Mönch Matteo da Bascio in Montefalco/Umbrien die Gemeinschaft, die sich der wortgetreuen Einhaltung der von Franz von Assisi aufgestellten Ordensregeln &150; vor allem Eremitenleben und Armut &150; verpflichtete. 1538 entstand in Neapel als Untereinheit der Klarissen die Schwesterngemeinschaft der Kapuzinerinnen. Die Kapuziner spielten während der Gegenreformation eine bedeutende Rolle. Der Orden hat heute noch etwas 12000 Mitglieder. Karmeliten Der Orden der Karmeliten (volkstümlicher Name für den Orden der Jungfrau vom Berge Karmel) wurde als Eremitengemeinschaft im 12. Jahrhundert unter der Führung des französischen Eremiten Berthold in Palästina gegründet. Die ursprüngliche Ordensregel wurde im Jahr 1209 vom römischen Patriarchen von Jerusalem aufgesetzt. Sie war äußerst streng und schrieb Armut, Einsamkeit und den Verzicht auf Fleisch vor. Die Regel wurde 1226 durch Papst Honorius III. bestätigt. Nach den Kreuzzügen wurden die Karmeliten von dem Engländer Simon Stock in einen Bettelorden umgewandelt. Er nahm auch eine Regeländerung vor, um ein aktiveres Apostolat zu gewährleisten. Die Hauptbeschäftigungen des Ordens sind seither Kontemplation, Missionsarbeit und Theologie. Von den Nonnenorden der Karmelitinnen ist der Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen der bekannteste. Er wurde im 16. Jahrhundert von der spanische Mystikerin Theresia von Avila gegründet. Die Karmelitin widmet ihr Leben völlig der Kontemplation, und zwar dem Gebet, der Buße, harter Arbeit und der Stille. Die Nonnen leben in strenger klösterlicher Abgeschiedenheit und essen nie Fleisch. Der Karmelitenorden hat einige der bedeutendsten katholischen Mystikerinnen und Mystiker hervorgebracht. |
| #143 vvvvvvvvvv09.04.2006 - 01:20 |
| Das Skapulier vom Berge Karmel Auch der Papst trägt es: Das Skapulier Unserer lieben Frau vom Berge Karmel. Dieses Schutzkleid der Gottesmutter ist eines der wichtigsten marianischen Sakramentale des frommen katholischen Volkes. Im reichen Schatz der Sakramentalien der heiligen Kirche gibt es mehrere Skapuliere verschiedener Orden. Das bedeutendste aber und am weitesten verbreitete ist das braune Skapulier vom Berge Karmel. Zwei gewaltig große Versprechen sind mit dem Tragen des Skapuliers verbunden: 1. Maria bewahrt uns vor der Verdammnis, 2. Maria wird uns am ersten Samstag nach dem Tode aus dem Fegefeuer befreien. Zunächst aber zur Frage, wie es zur Entstehung des Skapuliers kam. Die Geschichte des Skapuliers ist eng mit der Geschichte des Karmelitenordens verwoben. Das Karmelgebirge liegt im Heiligen Land. Es erstreckt sich über 30 km entlang der Mittelmeerküste. Der harte Kalkstein des Gebirges bildet zahlreiche Höhlen und Klüfte, von alters her eine beliebte Zufluchtstätte für ein beschauliches Leben in Zurückgezogenheit und Einsamkeit. Schon der Prophet Elias und sein Schüler Elisäus zogen sich dorthin zurück. Auch in frühchristlicher Zeit lebten dort zahlreiche Einsiedler. Um 1209 schlossen sich diese zu einem engeren Eremitenverband zusammen, entschlossen sich zur Einhaltung einer festen Regel und gründeten so das erste statutenmäßige Karmelkloster. Nun setzte aus ganz Europa ein Zuzug von Mönchen ein, so daß in Palästina in kurzer Zeit 15 weitere Klöster entstanden. Der aufblühende Orden aber hatte unter dem Christenhaß der Sarazenen viel zu leiden. Daher gestattete der Prior des Karmelordens, daß die Mönche aus den fremden Ländern Europas in ihre Heimatländer zurückkehren durften, um dort neue Karmelklöster zu gründen. Auf diese Weise breitete sich der Orden in Süditalien, Südfrankreich, Aquitanien und Spanien aus. Die Anfeindungen der mohammedanischen Sarazenen im Heiligen Land steigerten sich immer mehr. Schließlich zerstörten sie das Kloster auf dem Berge Karmel und metzelten die gesamte Mönchsschar nieder. Diese Ereignisse bilden den historischen Hintergrund, vor dem es zur Entstehung des Skapuliers kam. Im Jahre 1212 gelangten auch einige englische Karmelmönche zurück in ihre Heimat um dort Klöster zu gründen. In England aber lebte zu dieser Zeit ein heiliger Einsiedler namens Simon. Er hatte sein Vaterhaus schon seit seinem zwölften Lebensjahr verlassen, um Wohnung zu nehmen im hohlen Stamm einer Eiche. Wahrscheinlich erhielt der Heilige daher auch seinen Beinamen Stock. Der heilige Simon war bereits 48 Jahre alt, als er auf die aus dem Heiligen Land vertriebenen Mönch stieß. Da er von ihrer großen Liebe zur Himmelskönigin tief ergriffen wurde, schloß er sich ihnen an. Als Fünfzigjähriger wurde er zum Studium nach Oxford geschickt und kehrte, geschmückt mit der Doktorwürde, nach einigen Jahren wieder ins Kloster zurück. Als achtzigjähriger Greis wurde er zum General des Ordens gewählt. Damit aber ward ihm eine äußerst schwere Bürde aufgeladen, denn sein Orden war in Europa nicht gerne gesehen. Im frühen 13. Jahrhundert hatten sich bereits zwei andere Bettelorden gebildet: der Dominikanerorden (1216) und der Franziskanerorden (1223). Mit argwöhnischem Blick sahen daher gewisse Parteien in Rom auf den neuimportierten Orden aus dem Heiligen Land. Man befürchtete einen Wildwuchs an Bettelorden und die Entstehung eines bettelnden Mönchsheeres. Es wurden daher große Anstrengungen gemacht, den Orden zu unterdrücken und aufzuheben. In seiner großen Not flehte der heilige Simon unter Tränen die Gottesmutter an, sie möge die Ordensfamilie, die sie an Kindesstatt angenommen hatte, nicht verlassen und ihr ein besonderes Zeichen ihres mütterlichen Schutzes geben. Daraufhin erschien ihm am 16. Juli 1251 die heilige Jungfrau, lichtumflossen, und reichte ihm das Skapulier und sprach zu ihm: Mein Sohn, empfange dieses Skapulier deines Ordens; es ist das Zeichen der besonderen Vergünstigungen, die ich für dich und die Kinder des Karmel erlangt habe. Wer in diesem Gnadenkleide sterben wird, wird vor dem ewigen Feuer bewahrt bleiben. Es ist ein Zeichen des Heiles, ein Schutzkleid in Gefahren, das Unterpfand eines besonderen Friedens und besonderen Schutzes. Voll Freude nahm der greise Heilige dieses wertvolle Gnadengeschenk der Gottesmutter an und sorgte schnell für seine Verbreitung. Hatte der Papst bis dahin noch den Gegnern des Ordens sein Ohr geneigt, so erwies er sich von diesem Zeitpunkt an als Beschützer der neuen Gemeinschaft und bestätigte sie aufs neue. Unter dem Schutz der Gottesmutter begann der Karmeliterorden in Europa nun rasch aufzublühen. Als der heilige Simon Stock 1265 mit 100 Jahren verstarb, zählte die junge Ordensfamilie bereits 40 Klöster und Einsiedeleien. Das Skapulier sollte jedoch nicht nur den Mönchen und Schwestern des Karmelordens vorbehalten sein. Dieses Gnadengeschenk verlieh Maria allen Gläubigen auch uns. Schon zu Lebzeiten des heiligen Simon Stock gründete sich eine Skapulierbruderschaft. Bald sah man auch große und hervorragende Persönlichkeiten mit dem Skapulier bekleidet, wie etwa den heiligen König Ludwig von Frankreich und dessen gesamte königliche Familie. Nicht weniger als 32 Päpste bereicherten diese Bruderschaft mit Ablässen. Auch in unserem Jahrhundert gewann das Skapulier eine neue Bedeutung: am 13. Oktober 1917, bei ihrer letzten Erscheinung in Fatima, erschien die heilige Jungfrau als Muttergottes vom Berge Karmel. Wie aber können wir der Gnadenvorzüge, die mit dem Tragen des Skapuliers verbunden sind, teilhaftig werden? Das Skapulier muß von einem Priester aufgelegt werden. Dies kann heute durch jeden katholischen Geistlichen erfolgen. Durch das Auflegen des Skapuliers wird man gleichzeitig in die Skapulierbruderschaft mitaufgenommen. Die heilige Jungfrau hatte zum heiligen Simon Stock gesagt: Wer mit diesem Kleide sterben wird, wird vor den Flammen des ewigen Feuers bewahrt bleiben. Es ist ein Zeichen des Heiles, ein Schutzmittel in Gefahren, das Unterpfand eines besonderen Friedens und besonderen Schutzes. Man könnte einwenden, daß es der katholischen Religion fremd ist, sich durch materielle Dinge den Himmel zu sichern. Überspitzt könnte man sagen, daß man dann einfach drauflosleben könnte, ohne die Gebote zu halten, und, würde man nur dieses kleine Stückchen Stoff an sich tragen, könnte man dennoch seine Haut für den Himmel retten. So einfach aber darf man die Verheißung Mariens nicht verstehen. Falls wir das Unglück haben sollten, in schwere Sünde zu fallen, so wird Maria aus den göttlichen Schätzen mit einer so wirksamen Gnade unser Herz rühren, daß wir uns auf heilsame Weise umwandeln und bekehren. Wenn wir uns nur nicht durch hartnäckigen Widerstand dieser Gnade widersetzen, so wird die allerseligste Gottesmutter auf diese Weise unsere Seele retten, so daß wir in die ewige Glückseligkeit eingehen dürfen. Der zweite Gnadenvorzug des Skapuliers besteht wie anfangs bereits erwähnt, darin, daß uns Maria am ersten Samstag nach dem Tode aus dem Fegefeuer befreien wird. Auch gegen dieses sogenannte Samstagsprivileg wurden ähnliche Einwände erhoben. Nicht weniger aber als fünf Päpste haben ausdrücklich bekräftigt, daß dieses Gnadenprivileg gepredigt werden darf. Wir können es nicht hoch genug einschätzen, was es bedeutet, die Zeit der Läuterung im Fegefeuer auf so kurze Zeit beschränkt zu bekommen. Nichts Unreines darf in den Himmel eingehen (Apk 21, 27). Bis aber bei einem Verstorbenen die gesamte Schuld abgetragen und jede zeitliche Sündenstrafe abgebüßt ist, bedarf es oft einer sehr langen und peinvollen Läuterung. Welche Gegenleistung aber verlangt Maria von uns, damit wir des Samstagsprivilegs teilhaftig werden? Wir müssen uns 1. Der standesgemäßen Keuschheit befleißigen (d. h. Priester und Ordensleute, wie es dem geistlichen Stand entspricht, Eheleute, wie es sich für den Stand der christlichen Ehe geziemt und Ledige, gemäß dem Stand der Unverheirateten); 2. Die sogenannten marianischen Tagzeiten beten, oder sich am Mittwoch, Freitag und Samstag von Fleischspeisen enthalten, oder und dies kann jeder von uns leicht erfüllen: täglich den Rosenkranz beten. Wenn uns Maria in ihrer übergroßen Liebe ein so großzügiges Gnadengeschenk macht, was folgt dann für uns daraus? Wenn wir das Skapulier bereits aufgelegt bekommen haben, so sollten wir darüber tiefe Freude empfinden und diese Gnade wieder neu schätzen! Tragen wir dieses Ehrengewand der auserwählten Kinder der Muttergottes auch weiterhin und beten wir den Rosenkranz mit großer Dankbarkeit für die Bevorzugung und Begünstigungen, mit denen uns die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria stets zuvoreilt! Als Schwester Lucia befragt wurde, warum denn Maria bei ihrer letzten Erscheinung in Fatima als Muttergottes vom Berge Karmel erschienen war, sagte sie: Maria wollte dadurch ihren Wunsch bekundert, daß alle Menschen das Skapulier als Zeichen ihrer Weihe an Ihr Unbeflecktes Herz tragen. Das Skapulier besteht aus zwei Stückchen braunen Wollstoffes, die durch zwei Tragebändchen miteinander verbunden sind. Der Name dieses Sakramentale leitet sich ab vom lateinischen Wort scapulae, Schultern. Das Skapulier wird über beide Schultern hängend getragen und deutet das braune Schulterkleid des Ordensgewandes der Karmeliter an. Eines der Wollstückchen trägt ein Bildnis der Muttergottes mit ihrem göttlichen Kinde auf dem Arm. Beide, Gottesmutter und Jesuskind reichen, wie bei der Erscheinung gegenüber dem hl. Simon Stock, ein Skapulier dar. Auf dem anderen Wollstückchen befindet sich das Bild des Gekreuzigten oder des Heiligsten Herzens Jesu. Da das Tragen des Skapuliers unter Umständen mit Unbequemlichkeiten verbunden sein kann, gewährt die heilige Kirche, daß ersatzweise eine spezielle Skapuliermedaille verwendet werden darf, die die entsprechenden Bildnisse trägt. Diese Medaille ist dem Skapulier durchaus gleichwertig, dem bloßen Gebrauch der Medaille bleiben daher dieselben Gnadenprivilegien zugesichert wie dem Skapulier. Lediglich einige der Ablässe, die mit dem Tragen des Skapuliers verbunden sind, können nicht mehr gewonnen werden. |
| #142 rrrrrrrrr05.11.2005 - 19:27 |
| http://www.uni-kiel.de/gza/2/Friedrich/Themenseiten/Tugenden/UrsprungtheologischeTugenden.h tm http://www.uni-kiel.de/gza/2/Friedrich/Themenseiten/Tugenden/BedeutungweltlicheTugenden.htm |
| #141 rrrrrr05.11.2005 - 18:54 |
| Heard the one about the liberated Catholic girl? Still pregnant, still barefoot, but she gets to wear snowshoes on Sunday. In the USA, where many consider Hillary Clinton and Condi Rice credible presidential candidates, it may look like the battle for womens rights has been won. Well, the mission aint accomplished. Women didnt even get the vote here until 1920, they still get paid less, and their right to govern their own bodies stands under growing threat. Over most of the planet, women remain virtual slaves. And the Catholic Church, though it can look like Germaine Greer Estates compared to clitoris-hacking Islamic backwaters, has been a steady manufacturer of the shackles. Pity the pope? Its tempting you never saw a garbage man with arms as trash-encumbered as Benedict XVIs. Catholic Church membership: down heavily in Western Europe and the Americas. Clergy: dwindling to less than a skeleton crew. Mood: sour. Pope John XXIIIs Vatican II Ecumenical Council of the 1960s, hyped at the time as a window on revitalization, looks like a fake-out now that successive pontiffs have retreated behind ancient bulwarks of dogma and mysticism. Most of the faithful worldwide, grappling against real-world pitchforks of overpopulation, tribalism, political chaos and economic collapse, are giving the big finger to Romes medieval pronouncements on birth control. And you mightve heard a word or two about priests and boys kind of a pain in the ass, not to mention the wallet. The Holy Fathers even under legal assault for molester shielding. Pity the pope. More on women and the Catholic Church Immigrant Women Speak About Leaving the Church My Life With the Radical Nuns by Kate Sullivan Or, what the hell, piss on the pope. Especially if youre a woman. The Catholic Church, the worlds largest non-governmental property owner, is also the worlds most entrenched patriarchy. Among the articles of faith set down in its 800-page catechism lie the much-contested tenets that a woman may not be ordained as a priest, and that couples may not practice any form of mechanical or chemical contraception. Not only do women get left holding the baby, but its the churchs official position that use of condoms is forbidden even when a husband is HIV-positive. And the person most visibly responsible for holding the line during the last 24 years, as Pope John Paul IIs chief monitor of dogma and as the chairman of the aforementioned catechisms compiling committee, is Joseph Ratzinger, a Bavarian priest we now call Benedict. Gender issues are hardly the only gripe thats caused millions worldwide to flee screaming from Roman Catholicism; lots of people just arent locating much God of Love in it. But women, whove always (always) been the primary keepers of the religious flame, have led the stampede. In Los Angeles, many come from immigrant communities; youll hear from some of them in the accompanying interviews (Women Talk About Why They Left). And in another sidebar, Weekly music editor Kate Sullivan remembers her time in a Catholic girls school during an era of feminist-inspired upheaval. Why is the Catholic Church nailed to the image of women as separate and unequal? When Ratzinger took the steering wheel, I started thinking about that. And I came to believe the church is a prisoner of its own history, of its own traditions, and even of the unacknowledged myths from which it sprang. Its not like there hasnt been progress. When I was a pimply altar boy in the early 60s, I scraped my fingers raw in preparation for Palm Sunday, cutting up the palm fronds that would be displayed and distributed to commemorate Christs triumphal donkey ride into Jerusalem. I helped Father Willenborg haul the stiff, dry foliage over to the ugly modern church, where an old woman was reverently depositing flower arrangements by the altar rail. Why, I asked the pastor, didnt she just put the posies up by the tabernacle, where they belonged? Well, he said, women werent allowed on the altar. (Thats changed; there have even been female Mass servers since 1994.) He never quite got around to explaining. I remember kneeling for daily Mass in seventh grade at St. Leos School. I would jockey into the row behind lovely Sue Bortoluzzi and meditate on the downy back of her neck below her bobbed hair, which was surmounted by a mysterious white doily. The doily was a relic of the days when women, as brides of Christ, had to wear veils in church. Boys and men, as always, could bare their Brylcreemed locks to God. Today, American women can go either way. Covering heads is an outward sign for placing women at a comfortable distance which makes sense if you want to reinforce a male hierarchy whose priests have taken a vow of chastity. Funny: When it comes to sexual and marital conduct, the celibate clergy are the ones stuck with the job of expounding the churchs rules. And the head cleric, Joseph Ratzinger, is a special case chosen, perversely it seems, for his lack of such qualifications. Astarte: Brazen hussy Ratzinger was born on Holy Saturday, the weighty day of prayer and renewal that sets the stage for Easter, Christianitys defining feast. His parents happened to be named Mary and Joseph the one a woman considered too frail to be consulted about a family household move (We did not want to make her needlessly anxious), the other . . . a cop. Small, unathletic and unhealthy, young Joe Jr. was first drawn to the things of Catholic ritual the icons, the vestments and especially the books. Having determined early to be a priest, he progressed rapidly in his studies and writing, barely slowing for his mandatory stint in Hitlers armed forces, where his job was to help shoot down the Allied aircraft that were closing in on the German homeland at the end of World War II. His peculiar scholarly talent was analyzing and synthesizing the arcana of church theologians, especially the monumental thinker St. Augustine, and he ripped through the world of academia, landing position after position at Germanys best universities; Paul VI named him both archbishop of Munich and cardinal in 1977, when he was just 50. As a dogma enforcer, Ratzinger bent an attentive ear to revisionists, to anti-authoritarians, to liberation theologians who wanted to fuse the ideals of Christ with those of Che. Then he quietly told them to shut up or ship out. Some chose the latter. Though he had been a booster of and participant in Vatican II, and rendered the council favorable lip service through the years, he came to view liberalization as a menace to the churchs identity. He even said that the hemorrhaging of Catholic membership was largely Vatican IIs fault. Attitudes like that won him friends in Rome particularly a certain charismatic Polish gentleman who longed for the days of abundant saints and frequent miracles. Books and boardrooms have been Ratzingers universe. Aside from a year as an assistant pastor immediately after his ordination, he has never sniffed the daily sweat of the masses. What he knows about women is pretty much what he knows about his mother and his sister. About other things, however, Ratzinger knows a lot. I ate up his Salt of the Earth, the 90s apologia published in response to widespread growling over his intractability as doctrinal hellhound. The format is key: Interviewer Peter Seewald plays devils advocate as a kind of inquisitorial Randy Johnson, serving up a steady succession of blazing fastballs, never curves or knucklers. (The Cross a ghastly symbol?) And Ratzinger not only gets his bat on the ball most of the time, he hits quite a few line drives. Having been out of the papist loop for a few decades, I was refreshed by the realization that Catholicism is not entirely an exercise in willful absurdity and magickal unrealism. Ratzingers knack for theology, obviously, is boggling not only does he know his Jerome and Aquinas, but hes hot to cross-reference them in the secular realm with Heidegger and Marx. Through his meetings with regional bishops, hes gleaned solid clues about why Catholics all over the world, from fundamentalist Africans to self-indulgent Americans, are going nuts. He confesses to the reality that the church is a stodgy bureaucracy and a rotten communicator. Though his quiet dogmatism can come off as arrogance, Ratzinger is a likable uncle (if not papa) who describes himself as Gods donkey not the creator of doctrine, but the animal who carries it around. His obsession with history gives him a perspective on the church as an institution built by the careful ponderings of smart people over two millennia. If its clockwork seems rusty to us, it may be only because were too wrapped up in our present tensions and cant discern the slow hand of Gods revelation at work. Ratzingers beliefs have a lot to do with the partnership of deity and humanity; his faith is founded on more than simple bolts from the sky. Regardless of whether you agree with him, you cant say hes a dumb-ass. But when the subject is women, Ratzinger flops around like a beached shark. Saving the worst for nearly last, Salt of the Earth gets extremely dodgy on gender questions; Ratzingers logical acrobatics are a marvel to observe. He assumes that the demand for womens ordination is a grab for some kind of illusory power rather than a simple request for equality. He quotes the Catholic feminist Elisabeth Schussler-Fiorenza as ultimately rejecting the idea because, Ordination is subordination, and thats exactly what we dont want. Should contraception be permitted to lighten the burden of caring for children you cant support? As with his stance on prolonging the lives of the moribund, he thinks people underappreciate the value of suffering, which can be, as parenthood always is in his view, a divine gift. Can be. But I started to wonder if I should abstain from SPF-40 so I might offer up my sunburn for the glory of God. Unfortunately, unlike ones nth starving and diseased child, the sunburn itself cant suffer along. Does Ratzinger himself struggle to believe some of this? You get the sense that maybe he does. But he feels its his duty to believe it. And yours. With popes making the ultimate decisions, popes being elected by cardinals from among their own number, and cardinals being appointed by conservative popes, the Roman viewpoint is not likely to change much prior to the refrigeration of Hades. Ratzinger sees Catholic belief as bound up in the history of the church. And history doesnt change. To think that rigidly, though, you have to embrace a pretty selective view of history a viewpoint that, for instance, marks time from Christs birth. The funny thing is that history itself has changed the church. Changed it a lot. Artemis of Ephesus: Pam Anderson got nothin\ on this goddess I dont know exactly why I needed to visit Ephesus a few years ago, but history had something to do with it. My wife, our kid and I were going on vacation to Turkey; obviously we had to hit Istanbul (Constantinople, Christianitys first earthly throne), and we had time for one more stop. Im a sucker for ruins, of which Ephesus possessed great gleaming piles, Roman and Greek. I was jazzed. But I wasnt prepared for the Artemis of Ephesus. I got up early and took a cab from the dingy beach town of Kusadasi into the little municipality of Selçuk, which, compared to the ruins Id seen the previous day at adjacent Efes, came off as something like, say, Indio. I wanted to visit the archaeological museum; my family wanted to sleep. The driver dropped me off and said hed wash his car while he waited for me. In this land of little water, he washed it twice daily. Inside the cool marbled halls, I was the only patron. There was a whole room dedicated to gladiators, including skeletons that showed exactly what stabbings and smashings had killed them. There was a frieze of Odysseus gouging out Polyphemus eye. There were images of the jolly god Bes, with his everlasting boner. My favorite, though, was the Goddess in her multifarious forms this was the Giver of Life. Little clay pregnant figures called back to an age 8,000 years ago when humans first sought a transcendence they could touch. A representation of the Phrygian goddess Cybele (known elsewhere as Ishtar, Isis, Astarte, Anat, Inanna) displayed above her head the horns of the crescent moon, which were also the horns of the Cretan Minotaur, the horns of the bull that raped Europa, the horns that Christians made into the horns of Satan on one hand and the pedestal of the Virgin of Guadalupe on the other. This moon goddess, ruler of the menstrual cycle, mother of the gods, drove her lover mad; he castrated himself and died, but arose from the earth again each spring. At Cybeles feasts, which were consecrated with ritual prostitution, frenzied young gallants would unman themselves with sacred swords. Too much myth for a mind to contain. But then I walked around a corner, and the Artemis of Ephesus appeared. Her largest and newest statue, dating from the Roman period of around A.D. 150 but untypical of Western art, was half again as tall as a woman of flesh. A necklace represented the crescent moon. A pillared temple crowned her head. Her dress was adorned with all the earths animals, of which, as hunter, she was mistress. Most mysterious was her chest, which sprouted three rows of . . . breasts? eggs? moons? mushrooms? bull testicles? In any case, the fertility symbolism was unmistakable. She was the Greco-Roman Artemis, and she was the Ionian Cybele. She was the moon and the womb, the virgin and the whore. The Lydians, the Persians, the Greeks and the Romans came and went, but the Mother Goddess, in one form or another, always stuck around. Isis: The original Madonna Now, Ephesus has a significant history. As a mosquito-ridden seaport at the mouth of the river Cayster, it was a mixing bowl for cultures from all over the Mediterranean and points east something like Los Angeles. Every modern tourist sees the engraved sign that once guided sailors to the local brothel, located near both the Temple of Artemis and the library. Ephesus competed early in the philosophy sweepstakes of the fifth century B.C. via its own pre-Socratic heavy hitter, Heraclitus, the flux champ who said you cant step into the same river twice. (The Cayster ended up mocking him by silting up into swampland; you could step into its motionless waters repeatedly, no problem.) St. Paul, recognizing the citys particular challenges, had his work cut out for him there; he wrangled for two years with the local goddess cults and eventually got tossed in the slammer. Ephesus also owns an especially wonderful Christian legend, which holds that the apostle John brought Mary, Jesus mother, to live there after the Crucifixion. Busloads of pious tourists (who have included Popes John Paul I and II) still visit Marys house daily. Think about it: Mary, another virgin (Artemis) and mother of God (Cybele), the main target of Protestant complaints about Catholic idolatry, was installed as a pagan-friendly icon in the most literal way, at the capital of goddess worship. She became nothing more than the latest mask of Cybele. The Goddess Mary has long been hiding in plain sight. Martin Luther recognized her, but many today still dont. In the bust-out 2003 bestseller The Da Vinci Code, for instance, novelist Dan Brown\s characters endlessly analyzed the Catholic Churchs suppression of the primeval sacred feminine, airing every crackpot conspiracy theory about the hidden role of Mary Magdalene. Meanwhile, Brown completely ignored that other Mary, the Mom o God. The truth is that the Church didnt suppress the sacred feminine, it embraced the Goddess, along with the patriarchal system that sanctified and objectified her. Brown was right about one thing, though: Real women got the shaft or the blade, if you will. Goddesses are so much easier to deal with. Typical: Christianity has always taken the world as it is. Jesus told the Pharisees to pay their taxes (Render unto Caesar . . .), and Paul exhorted Christians to obey authorities, who are appointed by God. Theres no percentage, as the slaughtered and dispersed Jews learned, in fighting the power. Accommodation, though, can run you into some dark, dark alleys. And along the way, women as a gender have gotten raped. Theres always been extreme tension between the churchs veneration of the fair sex as saints and martyrs (virgins) and its suspicion of them as unruly agents of the Tempter (whores). It all starts with Eve, of course. For moderns, its hard to believe that this primordial myth of snake and tree, already inconceivably old when it was incorporated into the Hebrew tradition some three millennia ago, has been taken as literal justification whenever men thought the bitches needed a whippin. Periodically, women have indeed gotten uppity. In the biblical Deborah, Jael and Judith, we hear echoes of women who could act as judges, commanders, prophets and killers in service to their God and tribe roles that receded into the background once Judeas lawmakers closed ranks after the Babylonian exile and centered religious identity on the custom of circumcision. (Women were often the source of undesirable racial admixture, anyway. At least they can be thankful that the bris is one religious rite they werent privileged to enjoy.) From earliest Christian times, Jesus inner circle contained females; he even communed with prostitutes. The fact that all his apostles were male looks less like discrimination than like a recognition of which gender, in those heavily patriarchal times, would be accepted as a gospel authority. A number of St. Pauls auxiliaries were women; in the century or so before a firm church hierarchy was established, some women led services and acted in much the same capacities as men. Then women got sucked into the propellers of Christianitys success. Success, in this case, actually meant the young religion was devoured and digested by the mammoth Roman Empire. After the Roman-instigated martyrdoms of early Christian women such as Perpetua and Blandina, it was another woman, Helena, the mother of the Emperor Constantine, who brought empire and Messiah together. The process involved a little compromise. Before converting to Helenas religion, and before winning his crucial battle over Maxentius to become emperor under the sign of the cross in A.D. 312, Constantine was a devotee of Mithraism, an Eastern monotheistic sun religion. Its main symbol was an astrological circle segmented by a cross; the birth of its deity was celebrated on December 25. Well established among the military, Mithraism excluded women. Its primary ritual, like Cybeles, involved the slaying of a bull. It wasnt much of a stretch for Constantine to adopt Christianity, and his mother reinforced the cross as a symbol by searching out and recovering the original lumber in Jerusalem. Christianity could have gone a lot of different ways after Constantine made it the state religion. But the way it went after the emperor (not the bishops) convened the Council of Nicaea in A.D. 325 was toward ancient patriarchy, toward a stratification like that of the Roman legions, toward the burning of Christian writings that contradicted the new Creed, and toward the slaughter of thousands of freshly delineated heretics. Every tribe and religion marks its boundaries, determining the signs and beliefs that separate it from its neighbors who are not generally perceived as people to love as thyself. In primitive times, that process was a path to survival. The question in the case of Christianity is: What exactly was it that survived? Goddess of Crete: Woman got a thing for snakes To mark the turnings in the road that affected women, you couldnt do better than to consult Elaine Pagels Adam, Eve and the Serpent, where the pronouncements of influential early Christian thinkers speak for themselves. The church father Tertullian asked of his sisters in Christ, shortly after A.D. 200: Do you not know that every one of you is an Eve? The sentence of God on your sex lives on in this age. Toward the close of the Roman Empire, St. Augustine, a sex addict in his youth, excused his obsession by inventing the amazing doctrine of original sin, which postulates that the transgression of Adam and Eve imaginatively transformed by the great African bishop into a sexual offense has infected us all with an irresistible penchant for wrongdoing, especially lust, that no man can conquer without the grace of God. Some women, in fact, were glad to go along with the idea of divorcing themselves from sex; chastity was attractive to wives and slaves whose previous condition closely resembled whoredom. Authorities at the time of Constantine, though, felt they might be dealing with an undesirable mass movement. It was all right for men to obey Christs dictum to leave everything and follow him, but women . . . ? What would happen to existing families? Where would future Christian babies come from? Wouldnt the whole fabric of (Roman) society be at risk? From Constantine to Hitler, Christianity has found ways to tolerate (if not necessarily encourage) tyranny, imperialism, slavery and prostitution. Female emancipation was not high on the agenda. According to St. Paul (not Jesus, whom Paul never met), woman was made from mans rib for mans use (1 Corinthians 11:9). And Nicaeas power elite felt strongly enough about this natural order of things that they reinforced it by putting further words in Pauls mouth, incorporating into the sacrosanct Word of God a spurious epistle that had been circulating for more than 100 years (significantly addressed to the goddess-loving Ephesians) that opined, Wives should be submissive to their husbands as if to the Lord (5:22). Even more dubious inclusions in the New Testament canon were Pauls Epistles to Timothy, who in real life was Pauls main delegate to you guessed it dread Ephesus. One passage (1 Timothy 2:11-15) reads so little like Paul (or Jesus) and so much like Andrew Dice Clay that its worth quoting in full: A woman must listen in silence and be completely submissive. I do not permit a woman to act as a teacher, or in any way to have authority over a man; she must be quiet. For Adam was created first, Eve afterward; moreover, it was not Adam who was deceived but the woman. It was she who was led astray and fell into sin. She will be saved by childbearing, provided she continues in faith and love and holiness her chastity being taken for granted. Christianity had already done a lot of assimilating by the time Constantine came around; Nicaea just codified the strains of power that were most conducive to what would become, forevermore and truly, Roman Catholicism, though Rome was now ruled from Constantinople. That meant the church would be keeper of the ancient worlds superstitions about women as childlike, capricious creatures who nevertheless represented the underworld and the night, who possessed fearful seductive powers, and whose menses, used properly, could either cure or kill. (In Byzantine Christianity, menstruating women were excluded from the Eucharist.) The die was cast. History was made, and it would be maintained. The Roman Empire fell, but the church carried on, providing a bridge over which Ostrogoths and Franks could march to gain faint union with the far more advanced civilization they supplanted. Popes fought heresies, fought schism, fought kings (or joined them), fought corruption, fought reform. Women sorry, Joan stayed where they were. With Vatican II, the door creaked open a crack. In response to feminist pressure and the revolution brought on by the Pill, the council ordered the formation of the Papal Birth Control Commission, whose deliberations concluded in 1966. Up to that point, the only form of contraception the church considered acceptable was the remarkably unspontaneous and unnatural rhythm method (intercourse when the woman isnt ovulating). After hearing an avalanche of testimony from frustrated congregants and physicians, the commission voted 52-4 to recommend that artificial contraception be permitted. Thats when the thumbscrews started turning. The churchs strong remnant of conservative cardinals got Paul VI in the backroom, leaned on him and broke him. Far from ratifying the findings of the commission hed appointed, in 1968 the pope lashed out with Humanae Vitae, an encyclical that slammed the gate on birth-control reform. Thenceforward the rule would be, as Monty Python so eloquently sang, Every sperm is sacred/Every sperm is great/If a sperm is wasted/God gets quite irate. In the mid-90s, a lengthy attempt to bring inclusive language into the churchs liturgy substituting people for man, for example met with general approval among English-speaking bishops. Then Cardinal Ratzinger appointed his own 11-member supervising commission, which featured no scriptural scholars and two parties whose native language was not English. Most of the more significant changes were quashed. Worst: In 1995, John Paul II issued the apostolic letter Ordinatio Sacerdotalis, in which he made it crystal clear that the church could not ordain women as priests, end of discussion. One admirer liked the message so much that, though the letter wasnt intended as an infallible papal pronouncement on a matter of faith and morals, he tried to get it designated as such essentially unchallengeable for all time. The eager advocate: Joe Ratzinger. Ratzinger likes to take the long view from behind the dark, inquisitorial eyes he inherited from his dad, the constable. Hes comfortable with the idea of the truth the one truth, actually and feels hes got it pretty well sewed up. No ego thing, its just that Christians/Catholicshave been after the truth for a couple of millennia, aided by Gods small but bright flashlight. And if they havent found it . . . well, you cant allow suspicions like that to loiter in your brain. So: Women have their place and should stay there; this whole feminism thing may be just a bump in the road. Sex is for procreation dont have too much fun, okay? And youre not here to be happy, youre here to serve God. So quit whining. See you in heaven. And reason? Well, that has its place, too. If the subject is evolution, its all right to admit, as John Paul II did, that the creation account in Genesis might not be a literal blow-by-blow. On the other hand, womens subservient position as suggested in Genesis pure dogma. If that seems like a contradiction, its only because, as a single feeble human being, you cant understand how God reveals truth. Its a mystery. Ask Ratzinger, and hell tell you that centuries of scriptural interpretation actually carry more weight than the scripture itself. And the ever-heavier burden requires a succession of good, strong donkeys. Keep in mind one other thing about women that may be in the back of Ratzingers mind. The priestly sex scandals bring new perspective to the idea of ordaining women. Though some male priests misdeeds have ultimately come to light, and the damage has been considerable, we always figured that a lot of them fooled around and not just with boys. If celibate women were in the pulpit, and no contraception were permitted, the priests little secret would fly straight out the stained-glass window. The swelling physical results of sin, no matter how loose the cassock, would be there for everyone to see. My family went to Rome last year. I couldnt help it, I guess old stuff called. This was where they threw the Christians to the lions. This was where Peter and Paul are supposed to have been martyred. And this was the seat of some 500 popes. We stood in Vatican City inside St. Peters Basilica, built atop the foundations of Constantines original edifice the first big church Christianity could afford. Behold: If Gods magnificence can be expressed in gold, then St. Peters shows Him to be a glorious Deity indeed. Every pillar, arch, altar railing and picture frame drips with gold foliage. The paintings and statues, of course, from Raphaels to Berninis, represent the best the Renaissance could offer. Michelangelos Pietà, the sculpture that depicts so movingly the resigned anguish of a woman mourning over her dead son, sits quiet in its niche before a stream of pilgrims, who this day included the queen of Belgium. The decorum of my wife, named Deborah after the Old Testament judge, suffered somewhat in comparison to the queens. Shed sneaked past the monitors, really, in shorts, bare-shouldered and bare-headed, her tangle of hair sticking out every which way. Of Jewish descent, an attorney for non-mainstream religions and a mace-wielding atheist, she was the kind of person who, 500 years ago, would have been dragged off to the dungeon and clapped in irons. My knobby knees were sticking out from under tourist shorts, too, but I had a gender dispensation. An elderly nun, draped in an impressive all-black habit, justifiable fury stamped on what we could see of her face, approached Deborah and hissed disapproval at the exposed body parts. For the rest of our visit, as we observed Alexander VIIs sculpture of Death, the chapel of St. Petronilla (according to legend, the first pope had a daughter) and the rows of pontiffs encoffined in the vault below, Deborah wore a Mao hat on her head and a sweatshirt around her legs, while clamping a baseball cap on each shoulder. She was not happy. But happiness is for the life beyond. As we wandered, strange noises periodically reverberated against the majestic silence. The painful screeches, changing slowly in pitch, were like the cries of a dying pterodactyl. I kept looking around to pinpoint their source and finally spotted a couple of men in white coats, ministering to the gigantic pipe organ ensconced at the heart of the basilica. They kept working on it, but their adjustments were far from complete the great instrument of the church was screamingly, deafeningly out of tune. |