| #245 ddddd04.09.2006 - 23:28 |
| Bach gave us Gods Word Mozart gave us Gods Laughter Beethoven gave us Gods Fire God gave us Music that we might pray without words. -from a German opera house |
| #244 dddddddd04.09.2006 - 19:28 |
| Porträt mit Widersprüchen Marianne Sammer zeichnet ein zerrissenes Bild des heiligen Bernhard von Clairvaux DT vom 29.08.2006 Von Thomas Steimer Bernhard von Clairvaux, dessen Gedenktag am 20. August begangen wird, gehört zu den großen Persönlichkeiten der Kirche. Eine ganze Epoche, das Bernhardinische Zeitalter (11241153) ist nach ihm benannt. Als letzter der Kirchenväter oder honigfließender Lehrer übte er großen Einfluss auf die Frömmigkeit der Nachwelt aus, sogar Martin Luther fand lobende Worte für ihn. Als Kreuzzugsprediger und Realpolitiker zog er sich aber auch Kritik von Zeitgenossen und erst recht von Historikern zu. Marianne Sammer, Privatdozentin am Historischen Seminar der Universität München, hat vor kurzem die Biographie Bernhard von Clairvaux begegnen vorgelegt. Sie setzt damit die Reihe Zeugen des Glaubens fort, in der der Sankt Ulrich Verlag schon über zwanzig kurze Biographien über große Persönlichkeiten der Kirche herausgegeben hat. Bernhard wurde im Jahr 1090 oder 1091 als Sohn eines Ritters in Fontaines-les-Dijon geboren. Mit 22 Jahren trat er in das Kloster Cîteaux ein. Für damalige Verhältnisse war dies ein hohes Alter, der Ordenseintritt erfolgte in der Regel mit fünfzehn Jahren, dem Erreichen der Mündigkeit. Cîteaux war 1098 von Robert von Molesme gegründet worden. Im schilfbewachsenen Feuchtgebiet des Saônetales wollten er und seine Mitbrüder ein asketisches Leben nach der strengen Auslegung der Benediktinerregel führen. Damit traf Cîteaux ein wichtiges Anliegen seiner Zeit: das Bedürfnis nach einer Erneuerung des Ordenslebens. Die Reformklöster des 10. und 11. Jahrhunderts, allen voran Cluny, waren mit dem Erfolg in den Augen vieler Zeitgenossen lau und dekadent geworden. In dieser Zeit wurde Cîteaux zur großen Hoffnung aller, die eine neuerliche Erneuerung des benediktinischen Mönchtums für notwendig erachteten. Radikale Armut und strenge klösterliche Zucht machten die neue Stiftung attraktiv. Schon bald erhielt Cîteaux großen Zulauf und konnte vier Tochterklöster gründen, die ihrerseits weitere Konvente schufen. Bernhard hatte großen Anteil an diesem schnellen Wachstum. Fast zwei Tochterklöster pro Jahr gegründet Höchstens drei Jahre nach seinem Eintritt wurde er zum Abt geweiht und stand als solcher ab 1115 der neuen Gründung Clairvaux vor. Bis zu seinem Tod gründete er 68 Tochterkonvente, durchschnittlich fast zwei pro Jahr! Er war ein Mönch, der seine Gelübde äußerst ernst nahm, viel Zeit mit Gebet, Studium und Meditation verbrachte und zahlreiche religiöse Werke verfasste. Zu den bekanntesten gehören seine Hoheliedpredigten und eine Reihe von marianischen Schriften. Marianne Sammer meint allerdings, dass die Bedeutung letzterer im Gesamtwerk Bernhards oft überschätzt würde. In Anlehnung an den französischen Benediktiner Jean Leclerq bezeichnet auch Sammer Bernhards Theologie als monastische Theologie in Abgrenzung zur scholastischen Theologie, an deren Anfängen der von Bernhard bekämpfte Abaelard steht. Gingen die Scholastiker dialektisch, argumentativ, systematisch und ganz der philosophischen Tradition verpflichtet vor, so setzte Bernhard die Tradition der Kirchenväter fort: Seine Theologie ist bibelnah, praxisbezogen und immer an eigene innere Erfahrungen gebunden. Bernhard pflegte vielfältige Kontakte mit den bedeutendsten Persönlichkeiten seiner Zeit mit Päpsten, Königen und Fürsten, Äbten und Bischöfen. Er mischte sich oft in die Politik ein, die er immer unter heilsgeschichtlicher Perspektive sah. So intervenierte er nach einer umstritten Papstwahl 1130 massiv für Papst Innozenz II., beeinflusste Bischofs- und Abtswahlen und rief die Adligen zum Kreuzzug und immer wieder zum Kampf gegen Ketzer auf. Der zweite Kreuzzug 1147/48 scheiterte kläglich und Bernhard verarbeitete diese Niederlage und wohl auch seine Gewissensbisse in der Schrift De consideratione. Am 20. August 1153 starb Bernhard, vorbildlich, kampflos und vor vielen Zeugen, begleitet vom Gebet seiner Mitbrüder (S. 63). Er wurde in Clairvaux beigesetzt. Sein Einfluss auf die Frömmigkeit des Spätmittelalters war groß. Oft geschah dies auf indirekte Weise: Von Bernhard inspiriert schrieben Zisterzienser und Zisterzienserinnen Texte, die dann oft dem Abt von Clairvaux selbst zugeschrieben wurden und ihrerseits die Nachwelt beeinflussten. Hier sind vor allem seine Vorstellung von der Seele als Braut Christi und seine Passionsbetrachtungen zu nennen. Das Kreuz war ihm anders als der antiken und frühmittelalterlichen Kirche nicht in erster Linie Siegeszeichen des triumphierenden Christus, sondern Zeichen für das stellvertretende Leiden Christi und für die durch Christi Blut erkaufte Erlösung. Bernhard übte ohne Zweifel auch großen Einfluss auf Martin Luther aus. Der Reformator hat von ihm viele Gedanken übernommen, interpretierte ihn jedoch sehr eigenwillig. Ein sola fide beispielsweise kannte Bernhard nicht. Wird die vorliegende Biographie Bernhard von Clairvaux gerecht? Diese Frage kann man insgesamt nur teilweise bejahen. Als Historikerin sieht Marianne Sammer den heiligen Bernhard begreiflicherweise kritisch. Das Problem ist dabei nicht, dass sie die Darstellung der Heiligenviten zurechtrückt, in denen Bernhard mitunter als ein wahrer Übermensch dargestellt wird, sondern dass sie oft den historischen Kontext völlig ausblendet. Dass beispielsweise bei der Papstwahl 1130 die Zerstrittenheit des Kardinalskollegiums eine große Rolle spielte, erwähnt sie nicht. Sowohl Freunde als auch Gegner des Abtes von Clairvaux werden häufig eher passiv dargestellt. Dagegen erscheint Bernhard oft als eine Art Stratege, der Päpste, Könige, Fürsten und Bischöfe wie Schachfiguren nach Belieben hin und her schob. Hier entsteht oft ein verzerrtes Bild. Skrupelloser Politiker und tiefreligiöser Autor zugleich? Sammer teilt ihr Werk in zwei fast gleichgroße Teile, einen biographischen und einen über Bernhards Spiritualität und Nachleben. Das ist nicht unproblematisch. Denn die Autorin plädiert einerseits dafür, den Politiker und den Religiosen Bernhard nicht getrennt zu sehen. Nur wer sich von dem katholischen Heiligkeitsbegriff und dem dazugehörigen hagiographischen Bild von Bernhards absoluter Heiligkeit nicht konsequent zu lösen vermag, dem muß der historische Bernhard tatsächlich als eine gespaltene Persönlichkeit erscheinen. (S. 69) Abgesehen dass es weniger der katholische Heiligkeitsbegriff ist, sondern das Anlegen von Maßstäben unserer Zeit an eine Person des Hochmittelalters, hat sie in diesem Punkt Recht. Andererseits leistet jedoch Sammer selbst durch den Aufbau der Biographie einer solch gespaltenen Sicht Vorschub. Im ersten Teil des Buches erscheint Bernhard als der skrupellose und eiskalt agierende Politiker, im zweiten Teil als vorwiegend religiöser Autor und tief in die Geheimnisse des Glaubens versunkenen Mönch. Teilweise widerspricht Sammer auch sich selbst. So unterstreicht sie einerseits die ausgeprägte Wertschätzung, ja die herausragende Stellung, die Bernhard dem Klosterleben zuschreibt für ihn ist das Dasein im Kloster die beste Voraussetzung für ein wahrhaft christliches Leben (S. 99 u. S. 103). Andererseits behauptet Sammer, die mehrfache Ablehnung eines ihm angetragenen Bischofsamtes durch Bernhard sei kein Zeichen für Bescheidenheit gewesen, vielmehr hätte dies den Ausbau seines Imperiums (S. 35) also seiner Macht behindert; die Wertschätzung des Klosterlebens wird an dieser Stelle nicht mal erwähnt. Überhaupt erscheint der Bernhard des ersten Teils der Biographie in seinem Handeln ausschließlich von Machtstreben und dem Leisten oder Einfordern von Gefälligkeiten getrieben, ein skrupelloser, zynischer und unbarmherziger Mensch. Erst im zweiten Teil gesteht die Autorin ihm auch andere Motive zu. Doch insgesamt ist der Bernhard von Clairvaux, der im vorliegenden Werk porträtiert wird, jemand, dem man nicht unbedingt begegnen möchte. |
| #243 dddddddd04.09.2006 - 19:15 |
| Eines der eindrucksvollsten historischen Gebäude innerhalb der Stadt Frankenberg ist das ehemalige Zisterzienserinnenkloster St. Georgenberg, heute Sitz der Verwaltungsstelle des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Der dreiflüglige Komplex, dessen Bausubstanz aus der Zeit zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert stammt, hat im Laufe seiner Geschichte zahlreiche Funktionen erfüllt. Die klösterliche Nutzung war nur eine davon. Seit 750 Jahren ist die Anlage fest mit der Geschichte Frankenbergs und der umliegenden Region verbunden. Dies nimmt der Landkreis als heutiger Hausherr zum Anlass, in einer Veranstaltungsreihe das ehemalige Kloster wieder in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken. Heute abend um 19.30 Uhr eröffnet Landrat Helmut Eichenlaub die Feierlichkeiten. Ein Vortrag von Frau Dr. Christina Vanja zur Geschichte St. Georgenbergs schließt sich an. Das Kloster St. Georgenberg geht auf eine Stiftung Konrad von Itters aus dem Jahre 1242 zurück. Es befand sich zunächst in einem abgelegenen Waldstück im Nuhnetal, dem sogenannten "Butzebach", etwas 6 Kilometer nördlich von Frankenberg zwischen den heutigen Ortschaften Schreufa und Sachsenberg. Mit der älteren Schwesterabtei in Haina hatte das Kloster also die räumliche Abgeschiedenheit gemeinsam. Dies war kein Zufall. Ein lateinischer Spruch besagt folgendes: "Bernardus valles, Benedictus montes amabat,Oppida Franciscus, Ignatius claras urbes." Der frühere Bottendorfer Pfarrer Gustav Hamann kommentiert dies in seinem Buch "Das Zisterzienserinnenkloster St. Georgenberg zu Frankenberg" (1973) wie folgt: "Demnach bevorzugten die Benediktiner für ihr Leben in Gebet und Gelehrsamkeit einen Platz auf freien Höhen; die franziskanischen Bettelmönche, die sich Predigt und Seelsorge zur Aufgabe gesetzt hatten, zog es in die volkreichen Städte; die später entstandenen Jesuiten drängten an die berühmten (Fürsten-) Höfe, an denen sie die Jugend als Lehrer in ihren Kollegien ausbildeten und zugleich die Politik der Fürsten als deren Beichtväter leiten konnten. Im Unterschied zu ihnen bevorzugten die Zisterzienser für ihre Niederlassungen einsame Täler und Waldungen". Die Geschichte der Zisterzienser begann im Jahre 1098, als der Abt Robert mit 21 Mönchen die Benediktinerabtei Molesne verließ, um sich in Citeaux (Cistercium) in der Nähe von Dijon (Burgund) neu anzusiedeln. Dieser Akt war ein Protest gegen die Verweltlichung und Prachtentfaltung innerhalb des Benediktinerordens. Gustav Hamann schreibt darüber: "Jetzt wurde die alte Ordensregel und das Leitwort der Benediktiner wieder zu neuer Geltung gebracht: Ora et labora (Bete und arbeite): das Stundengebet wurde auf das genaueste eingehalten, eine überaus strenge Askese wiederhergestellt und härteste körperliche Arbeit von jedem Mönch verlangt". Da sich die Gruppe von Citeaux zunehmend zur Eigenständigkeit hin entwickelte, wurde sie im Jahre 1119 von Papst Calixt II. als Ordo Cisterciensis bestätigt. Der weibliche Zweig entstand ab 1120. Die Bewegung breitete sich rasch über ganz Europa aus. Bereits 1150 umfaßte der Orden über 300 Klöster, 200 Jahre später, 1350, waren es dann rund 750. Die Gründung des Klosters St. Georgenberg fällt also ungefähr in die Mitte dieser Ausbreitungswelle. Es blieb jedoch nur rund sechs Jahre an seinem ursprünglichen Standort im Butzebach und wurde dann vor die Tore der neu gegründeten Stadt Frankenberg verlegt, auf das Gebiet der Wüstung Hadebrandsdorf. Es waren verschiedene Gründe, die den Ausschlag für die Umsiedlung gaben. Zum einen bot die befestigte Stadt den Nonnen einen größeren Schutz gegen Übergriffe. Andererseits sollte das Kloster im Verein mit Burg und Stadt Frankenberg wohl auch den Einfluss der hessischen Landgrafen gegenüber den Erzbischöfen von Mainz sichern, mit denen sie in ständigem territorialem Streit standen. Offensichtlich spielten auch ökonomische Überlegungen eine Rolle. Die Ordensschwestern hatten mehrfach um Almosen für die Errichtung und Unterhaltung der Klostergebäude im Butzebach gebeten. Die wirtschaftliche Basis war offensichtlich so schwach, dass der Fortbestand des Konventes ernsthaft gefährdet erschien. Mit der Verlegung in die Nähe Frankenbergs war vermutlich auch eine finanzielle Unterstützung seitens der Landgrafen verbunden. Nach der Neuansiedlung im Jahre 1249 gelang es dem Kloster nach und nach, sich wirtschaftlich auf eigene Füße zu stellen. Zwei Gutshöfe in unmittelbarer Nachbarschaft sowie Besitzungen in ca. 90 Ortschaften, die häufig auf Erbschaften oder Schenkungen zurückgingen, bildeten eine solide Grundausstattung. Trotzdem gehörte St. Georgenberg zu keiner Zeit zu den großen und reichen Klöstern des Ordens. Maximal 36 Schwestern sollten hier Aufnahme finden. Dies besagt jedenfalls eine Anordnung des Erzbischofs von Mainz aus dem Jahre 1308, die er in seiner Eigenschaft als zuständiger Diözesanherr erlassen hatte. Dennoch lebten zeitweise mehr als 50 Nonnen im Konvent. Christina Vanja (Das Zisterzienserinnenkloster St. Georgenberg in Frankenberg an der Eder, 1988), konnte die Namen von insgesamt 106 Ordensfrauen ermitteln. Zumeist handelte es sich dabei um Angehörige des niederen Adels aus den umliegenden Gebieten, für die das Klosterleben eine standesgemäße und wirtschaftlich abgesicherte Alternative zu Ehe und Familie darstellte. Über das geistlich-religiöse Leben im Kloster, also auch über die liturgische Praxis mit all ihren Elementen, ist relativ wenig bekannt. Als gesichert darf aber angenommen werden, dass die Stundengebete oder Horen strikt beachtet und ausgeübt wurden. Die Stunden- oder Breviergebete der römisch-katholischen Liturgie waren Klerikern von einer bestimmten Rangstufe an sowie allen Ordensleuten per Gelübde auferlegt. Ihr Zweck bestand in der Heiligung des gesamten Tagesablaufes. Insgesamt acht Stundengebete waren über Tag- und Nachtzeit verteilt: Matutin in der Nacht, Laudes und Prim am Morgen, die sogenannten kleinen Horen Terz, Sext und Non während des Tages sowie Vesper und Komplet am Abend. Das Repertoire, das bei diesen geistlichen Übungen gesungen wurde, befand sich im Antiphonar, einer geistlichen Melodiensammlung, die mit großer Wahrscheinlichkeit auch bei den Frankenberger Nonnen in Gebrauch war. So wie die zisterziensische Architektur auf jegliche repräsentative Prachtenfaltung verzichtete und sich am Ideal einer funktionellen Zweckbauweise orientierte, so vermied auch die Liturgie jegliche Ausschmückung. Ästhetische Überhöhungen, die vom eigentlichen Zweck der spirituellen Übungen hätten ablenken können, waren verpönt, alles sollte sich den Geboten von Schlichtheit und Einfachheit unterordnen. Dies scheint freilich nicht immer entschieden beachtet worden zu sein. So berichtet beispielsweise Gustav Hamann über den Ablauf hoher kirchlicher Feiertage: "Auch an großen Festen mangelte es nicht, fanden doch jährliche Prozessionen von Frankenberg aus nach Wolkersdorf (am 25. 4.), nach Wickersdorf (am 25.5.) und von der Marienkirche aus nach St. Georgenberg und wieder zurück (am Sonnabend nach Johanni) statt. Sie wurden gehalten mit allem Prunk, mit dem Allerheiligsten, mit Glocken und Gesang, mit Kerzen und Fahnen". Mit der Einführung der Reformation in Hessen im Jahre 1527 wurde auch das Kloster St. Georgenberg säkularisiert. Die Nonnen konnten aber im Gegensatz zu den Mönchen in Haina erreichen, dass sie weiter das Gebäude bewohnen durften. Dies war wohl auf die vergleichsweise geringe Wirtschaftskraft des Konventes zurückzuführen, die es als ökonomisches Objekt weniger interessant erscheinen ließ als die Abteien Haina und Merxhausen. 1568 übergaben die letzten Ordensfrauen das Kloster an den Landgrafen. Die letzte Nonne verstarb im Jahre 1581. In der Folgezeit diente der Gebäudekomplex verschiedenen Zwecken, zumeist als Sitz staatlicher Behörden. Plünderungen und Zerstörungen in Kriegszeiten zerstreuten das eventuell noch vorhandene Inventar in alle Winde, konnten der Anlage insgesamt aber keinen dauerhaften Schaden zufügen. Die landgräfliche Amtsverwaltung hatte vom späten 16. Jahrhundert an ihren Sitz in St. Georgenberg. Mehrfach wurde das ehemalige Kloster auch als Ausweichquartier für die Marburger Universität genutzt, die hier vor allem in Zeiten der Pest oder sonstiger Epidemien ihren Lehrbetrieb aufrecht erhielt. Zwischen 1688 und 1702 wurde die Klosterkapelle französischen Flüchtlingen als Raum für ihre Gottesdienste zur Verfügung gestellt. Daneben beherbergte der Komplex die Forstverwaltung sowie das Amtsgericht nebst Gefängnis. 1902 wurde hier das Landratsamt untergebracht, das nach der Bildung des Großkreises Waldeck-Frankenberg in eine Verwaltungsaußenstelle umgewandelt wurde. Der Nordflügel mit der Mauritiuskapelle ist seit 1952 Sitz des Kreisheimatmuseums. In den 60er Jahren wurde dem ehrwürdigen Gebäudeensemble ein neuer Büroflügel in moderner Flachbauweise angefügt, der zur Zeit seiner Entstehung als architektonisch gelungene Verbindung von historischer und aktueller Bauweise galt. Heute wird er eher als zeitbedingte Bausünde empfunden. Um dem ursprünglichen Charakter der Anlage wieder Rechnung zu tragen, wird es auf Initiative von Landrat Helmut Eichenlaub demnächst tiefgreifende Umgestaltungen im Innenhofbereich geben. Die Teerdecke wird durch eine Pflasterung ersetzt, im westlichen Teil soll ein Klostergarten nach historischem Vorbild angelegt werden. Außerdem ist der Landrat bemüht durch Veranstaltungen der unterschiedlichsten Art das ehemalige Kloster für die Bevölkerung wieder interessant zu machen. Die Feierlichkeiten zum 750jährigen Bestehen sind nur der Anfang. Noch in diesem Sommer, am 28. August, soll sich ein Tag der offenen Tür anschließen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu herzlich eingeladen. |
| #242 eeeeeee02.09.2006 - 23:32 |
| ¿Como están todos por ahí, esta semana aun no me han escrito... ¿Qué pasa??!!!, bueno acá como estamos con la resaca de la fiesta del noviciado de Beatriz (ahora sastre M. Rita) y los votos de Søstre M. Pia el lunes tuvimos que limpiar las cosas en el Castillo que quedaron sucias, y el día martes que era el cumpleaños de Søstre M. Bernardette y como estamos todo el monasterio cansado porque hemos tenidos muchas visitas y fiestas entonces aprovechan el cumple de la søstre el martes no hubo trabajo en la tarde y desde la 3 hasta las 5 estuvimos en la sala de recreación festejando su cumple con unas tortas buenazas y tomando leche, te o café y abriendo los regalos, y después de eso vimos un video estuvo súper gracioso aunque estaba en ingles y traducción al danés, fue súper entretenido, la mama de Søstre M. Bernardette le ha regalo un juego para el carro con fichas magnéticas para cuando se viaja a Dusseldorf como son 8 horas de viaje hasta Alemania entonces para entretener a los que viajan, dice la Moder Theresa que vamos a viajar este año de 2 en 2 para conocer a las demás søstres. Después nos fuimos a rezar las vísperas y de ahí a cenar al refectorio con Benedicite (o sea que podíamos hablar) fue la cena mas larga porque nos demoramos como 2 horas o más, bueno yo a eso de las 6:30 p.m. me fui a dar de comer a los animales con Søstre M. Bernardette porque hace tiempo que no iba. Fuimos a darle la leche a las ovejitas, a dar de comer a jorky (el chancho grande y el único que queda) y a los patos, después nos fuimos a la casa de Margarite (la hermana de comunidad que nos enseña danés) fuimos a llevarle un dulce para su hijo porque era su cumpleaños y a agradecerle porque ella donó la torta para Søstre M. Bernardette, y le contaba Margarite a Søstre M. Bernardette que mi danés era muy bueno porque ya yo entendía muchas cosas y en las clases yo les traduzco a las chicas las cosas que no entienden , yo también reconozco que estoy avanzando rápido es que en la sala del noviciado hay un libro que esta en danés y quiero leerlo y por eso quiero aprender rápido el danés, el libro de las reglas de transito para dar el examen jajaja aun no he manejado pero me han dicho que uno de estos días me dejan. Ahh no les había contado se me pasó decirles el sábado, la semana pasada la Moder Theresa nos dio nuestro carné de Dinamarca, vale para el seguro y la policía, con eso dice que tenemos los mismos beneficios que los daneses, acá el seguro de salud es gratuito y nos dan un código que es el de nacimiento y 4 números mas el mío es: 2007873266 dice que ese es nuestro nombre en Dinamarca porque siempre preguntan el código no mas. Bueno estoy bien, como 3 veces al día, rezo como 6 veces ahhh hablando de rezar ahora los laudes son a las 6:30 y la media hora usamos de meditación del evangelio del día, por eso me levanto con sueño y no sé pero ya los días se me hacen cortos a veces no encuentro ya momentos para escribir por eso no les he mandado más cartas por correo normal , es que mas rápido llegan el electrónico pues, el domingo voy a aprovechar para salir al jardín y dibujar para que vean como ha cambiado todo, el domingo pasado lo iba hacer pero hubo unos vientos fuertes, los árboles se movían como locos nunca había visto algo parecido yo me asusté y le dije a la Moder que si era que iba a haber un huracán o algo por el estilo y me dijo que no que era normal porque ya está cambiando el clima para verano, aunque desde el domingo que ha hecho friecito y ha estado nublado no sale el sol, y ha hecho vientos aunque hoy ya no hay viento. Dice que eso significa que en las próximas semanas ya vamos a entrar a verano y esto es lo último de frío que hace, aunque está normal el clima sólo estoy con una chompa y a veces sin chompa sólo con polo y con una cafarena debajo del polo. Bueno ayer hablé con la Moder me pregunto como estaba , le conté que muy tranquila, que me sentía bien, que sentía que Dios me estaba regalando la paz en todos estos días, que si sabia que no era buena en muchas cosas , sabía que era para ser mas humilde y en verdad estoy tranquila ya no me irrito, ni me enojo por ser inútil, ya no voy a lavandería tampoco, solo una vez fui, creo que estoy hecha para trabajos fuertes, porque si tengo fuerza para cargar y cortar césped, esas cosas, le dije que hasta mi relación con Laica y Luna (los perros) había mejorado mucho porque ya no me asustan pero tampoco me agradan o sea no les hago cariño aun no me nace, le dije también que en todos los escrutes diarios me salía muy seguido el salmo 83 , ¡Que amables son tus moradas Señor! Y que me daba a veces cólera porque Dios a veces era muy claro conmigo y me sentía muy amada por Dios y el lunes en la adoración dije ya no voy a abrir la Biblia porque fácil me sale el mismo salmo o algún paralelo así que sólo abrí la Biblia y me acordé que tenía ahí la última carta que te envió José Mari y la leí y como son las cosas porque en la carta José Mari dice que daba gracias a Dios porque ese salmo se cumplía en su vida y que estaba emocionado y que en verdad es mejor vivir en presencia de Dios que habitar en miles de palacios y le conté a la Moder Theresa y se mató de risa porque justo cuando no quise abrir la Biblia para que no me salga ese salmo leo la carta de José Mari y él nombra ese salmo, bueno no había mas dudas, Dios quiere que habite en presencia de él lo importante es eso vivir para ser cristiano. Bueno algo que la Madre Theresa también me dijo era que el noviciado ya tenia fecha aproximada, el 27 de septiembre, aunque avisó a José Luís del Palacio para que venga a presidir y el le dijo que tenia que esperar a las fechas de Kiko, así que estamos esperando su respuesta, pero la Madre dice que lo mas probable es que sea el 27 de septiembre. Hoy el día ha pasado rápido también, hemos limpiado los apartamentos, que por cierto cuando vengan, van a tener que tener harto cuidado porque hay muchas arenas y si les toca un apartamento que justo me tocó a mi limpiar les recomiendo que antes de su uso Vds. verifiquen que no queden arenas porque a mi no me gusta matarlas porque me dan miedo así que sólo las tiro por otro lado sólo para que piensen que si he limpiado bien, jajaja, pero son bien bonitos los apartamentos, ya van a ver. Y hoy en la tarde después de la cena hemos ido a la sala de recreación y hemos abiertos los regalos de Søstre M. Rita por su noviciado, bonitas cosas, y con Søstre M. Philomena (tiene 27 años por eso es graciosa y tiene confianza con nosotras) hemos estado imitando a todas como caminamos jajaja súper chistoso a mi me imitan bien, y entre todas nos hemos imitado es súper gracioso y yo también la imité a ella porque como es alta y camina chistoso, cuando vengan ya la van a ver y van a poder hablar con ella porque ella habla ya casi español. Hablando de idiomas ya sé contar hasta 10 en alemán, sé preguntar ¿cómo te llamas?, algunas expresiones. Y el francés también entiendo alguito porque es un poquito parecido al italiano, y como las de Madagascar hablan francés , a veces nos enseñan alguito y nosotras español, en verdad creo que me está yendo bien con los idiomas pronto ya hablaré más que 3 idiomas, porque mi italiano también esta mejorando, como a veces algunas hermanas que no saben español nos hablan en italiano y como acá en Sostrup también vive esa familia en misión italiana y a veces hablamos con ellos en italiano, claro que muchas cosas solo sé decirlas y no escribirlas eso me falta. Esos son mis avances intelectuales jaja. Ah yo le dije a mi mamá que le diga a Ronald que me regale un reloj de mano porque no tengo y es súper necesario, así que díganle que me mande rápido porque si esperamos hasta que venga del Perú se demora mucho el correo normal, y que me mande no dulces sino cosas saladas porque ya hemos comidos muchos chocolates todos los días, y quiero cosas saladas también. Bueno espero que le digas a Ángela que hable con Ronald. Ah dile a Pilar que está muy bendecida y dé gracias a Dios porque todos las hermanas del monasterio están rezando mucho por ella, su nombre esta en el tablero de peticiones de todo el monasterio. Bueno saludos a todos mis hermanos y no se olviden el sábado a las 8:30 a.m. (hora de Perú), un abrazo y los quiero mucho a todos. Bye. |
| #241 tttt02.09.2006 - 21:24 |
| Mirjam Schmidt, geb. Krenn, wurde 1972 in Mainz geboren. Ihr Vater entstammt einer oberösterreichischen Lehrerfamilie und war Akademischer Direktor am Geographischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, ihre Mutter war ebenfalls Lehrerin. Seit frühester Kindheit förderten die Eltern Mirjams lebhaftes Interesse an der Musik. Im Alter von sechs Jahren erhielt sie privaten Klavier-Unterricht, mit zehn Jahren wechselte sie an das Peter Cornelius-Konservatorium in Mainz, wo sie neben dem Fach Klavier (bei Ingeborg Müller-Sachse) auch Violinunterricht bei einem Orchestermitglied des Mainzer Landestheaters erhielt (H. Gebhardt). Zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Sigrun - die seit 1994 als Sr. M. Veronica OCist in der Maria Hjerte-Abtei in Dänemark lebt - wirkte Mirjam Schmidt bei zahlreichen Wettbewerben (Klavierduo) mit und wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet ("Jugendförderungswettbewerb", "Jugend musiziert" etc.). Zwei Jahre bevor sie am privaten Maria Ward-Gymnasium in Mainz maturierte, lud sie der Mainzer Domkapellmeister Prof. Matthias Breitschaft ein, in der Domkantorei St. Martin und im Domkammerchor mitzusingen. Etwa zeitgleich erhielt sie Orgelunterricht bei Domorganist Albert Schönberger. Das Mitwirken in der Musica Sacra am Dom zu Mainz war für den weiteren Weg von Mirjam Schmidt entscheidend. Überzeugt von ihrem Talent animierte sie der Domkapellmeister, bereits während der Schulzeit als Jungstudentin am Peter Cornelius-Konservatorium in der Chorleiterklasse zu studieren. Ihr Engagement bei Studium und Kirchenmusik führte dazu, dass ihre Lehrer (Prof. Breitschaft und Ronald Pelger) sie förderten und forderten: Frühzeitig wurde sie am Mainzer Dom mit Assistenzaufgaben im Bereich Musikleitung und Stimmbildung betraut, durfte den Domkapellmeister vertreten und wurde auch im Musikmanagement eingesetzt (Organisation von Konzerten, Konzertreisen). Nach der Matura im Jahr 1991 studierte Mirjam Schmidt bis 1995 an der Johannes Gutenberg-Universität Katholische Kirchenmusik (Orgel bei Prof. Hans Jürgen Kaiser, Fulda; Chorleitung bei Prof. Eberhard Volk; Orchesterleitung bei Prof. Joshard Daus). In den Jahren 2000-2003 erweiterte sie ihr Studium in Mainz in Form eines Diplom-Ergänzungsstudienganges im Fach Dirigieren. Im Rahmen ihrer Studien hospitierte sie beim Süddeutschen Rundfunkchor Stuttgart und absolvierte Dirigier-Kurse bei Sergiu Celibidache und Eric Ericson. Die Begegnung mit diesen herausragenden Persönlichkeiten prägten Mirjam Schmidts Einstellung zur Musik und ihren Zugang zum Dirigieren zutiefst. Im Herbst des Jahres 1995 übersiedelte sie nach Wien, wo sie an der Universität einige Semester Musikwissenschaft, Germanistik und Geschichte studierte. 1996-1997 war sie Organistin der Pfarre Wien-Heiligenstadt (St. Michael) und ging 1997 als Kapellmeisterin an die Pfarr- und Oratoriumskirche St. Rochus und Sebastian (Wien III). Mirjam Schmidt gründete dort das Musikforum Rochuskirche mit Choralschola, Vokalensemble, Orchester und Bläserquartett. Sie war künstlerische Leiterin der Kirchenmusik in Liturgie und Konzert und gleichzeitig für das gesamte Musikmanagement verantwortlich. Im Rahmen der Oratorienkonzerte an der Rochuskirche arbeitete sie mit den Bratislava Symphonikern zusammen. Seit dem Sommersemester 2001 unterrichtet Mirjam Schmidt am Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten (Gehörbildung, Ensembleleitung, Musikkunde, Stimmbildung, Partiturspiel). Im Jahr 2001 heiratete sie Mag. art. Daniel Schmidt, der als Kirchenmusiker an der Redemptoristenkirche Maria am Gestade tätig ist und die Ensembles "Vox gothica" und "Concerto Amadeo" leitet. 2002 wurde Mirjam Schmidt Mutter des Sohnes Nikolaus Daniel. Neben zahlreichen Konzerten, die Mirjam Schmidt nach Frankreich, Italien, Polen, Dänemark, Deutschland und Israel führten, entfaltet sie auch eine rege Vortragstätigkeit z.B. zu den Themen A. Bruckner, O. Messiaen oder Gregorianik (Universität Mainz, Wiener Katholische Akademie, Musikuniversität Wien). Mit September 2005 wurde Mirjam Schmidt Kapellmeisterin und künstlerische Leiterin der Kirchenmusik von St. Augustin, seit Jänner 2006 ist sie Kirchenmusikdirektorin von St. Augustin. So ist es neben der Gesamtleitung der Kirchenmusik von St. Augustin ihre besondere Aufgabe, mit dem Chor von St. Augustin die kirchenmusikalische Tradition in der Augustinerkirche, die bis ins Jahr 1483 zurückreicht, fortzuführen und sonn- und feiertags die Hochämter mit den großen Messen der Wiener Klassik und der Romantik zu gestalten. Höhepunkte ihrer Arbeit im ersten Halbjahr 2006 waren u.a. die Erstaufführung von Janáceks Messe in Es-Dur in St. Augustin, ihr Gastdirigat beim "Festival dell\aurora" in Süditalien, wo sie ein Symphonisches Konzert mit dem Orchester "Lorenzo da Ponte" leitete, sowie die Uraufführung der von fünf Zeitgenossen komponierten "Trinitatismesse" am 11. Juni 2006 in St. Augustin. |
| #240 ddddd02.09.2006 - 21:16 |
| Die Saat geht auf Kardinal Joachim Meisner segnet am Sonntag den Altar der Klosterkirche der Zisterzienserinnen in Düsseldorf Bis Weihnachten soll zweiter Bauabschnitt fertig sein Noch ???schmücken Graffitis die Außenmauern des Klosters. Noch ???schmücken Graffitis die Außenmauern des Zisterzienserinnenklosters mitten in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Grell und schrill schreien die Farben den Betrachter förmlich an. Vielleicht bleibt das ???Kunstwerk unserer Zeit ja auf Dauer auf der alten, einmal weiß gestrichenen Mauer erhalten, um den Gegensatz zwischen dem Lärm und der Unruhe der Welt diesseits der Mauern und der Ruhe und Besinnlichkeit jenseits der Wand zu betonen. Doch noch ist ???jenseits der Mauern tagsüber nicht viel von Ruhe und Besinnung zu spüren. Einserseits freuen sich die vier jungen Zisterzienserinnen, die vor mehr als einem Jahr aus der dänischen Mutterabtei Sostrup nach Düsseldorf gekommen sind und das von Grund auf sanierte ehemalige Kloster der Klarissen bezogen haben, über die Handwerker. Diese sind damit beschäftigt, den zweiten Bauabschnitt des millionenteuren Bauvorhabens fertig zu stellen. Andererseits kann man sich vorstellen, wie schwer es ist, ein kontemplatives Leben zu führen, wenn ständig Bohrmaschinen kreischen und Handkreissägen wimmern. Bis Weihnachten, so haben es die Architekten der Äbtissin Mutter Theresa versprochen, sollen die Räume bis auf die Innenausstattung fertig gestellt sein. Und Mutter Theresa, eine fröhliche, lebensfrohe Frau, die von sich selber behauptet, manchmal ???dickköpfig sein zu können, wird die Architekten beim Wort nehmen. Die 46-jährige Holländerin pendelt regelmäßig zwischen dem dänischen Mutterkloster Sostrup (Mutter Theresa benötigt für die Strecke nach eigenen Worten ???gut sieben Stunden, während andere Autofahrer die Distanz ???nie schneller als achteinhalb Stunden bewältigen) und Düsseldorf hin und her. Solange das Düsseldorfer Kloster keine eigenständige Zisterzienserinnenabtei ist Voraussetzung dafür sind mindestens zwölf Schwestern mit ewiger Profess bleibt die Düsseldorfer Niederlassung vom Mutterhaus in Dänemark abhängig. Guter Kontakt Die 46-jährige Äbtissin Mutter Theresa. Wenn am Sonntag Kardinal Joachim Meisner den neuen Glasaltar benediziert, wird die kleine Klosterkirche überfüllt sein. Mit insgesamt 20 meist jungen Schwestern wird der Sostruper Konvent in der bislang einzigen Tochtergründung vertreten sein. Zwei Äbtissinnen und zahlreiche Priester haben ihr Kommen zugesagt und die insgesamt 180 Plätze in der Klosterkirche und der Empfangshalle sind längst besetzt. Schließlich hat der junge Konvent bereits viele Freunde in der näheren, nahen und weiteren Umgebung Düsseldorfs. Schon haben die Menschen in Düsseldorf die Zisterzienserinnen als Nachfolgerinnen der Klarissen akzeptiert und ins Herz geschlossen. Groß ist die Unterstützung, die die Schwestern aus ihrer unmittelbaren Umgebung erfahren. Nahrungsmittel, Kleidung und Dinge des täglichen Lebens werden den Zisterzienserinnen von Menschen, die ihnen zugetan sind, zur Verfügung gestellt. Dankbar nehmen die Menschen an der Präsenz der Nonnen Anteil. In der bis auf die Außenmauern erneuerten Klosterkirche, für die der erste Grundstein 1865, vier Jahre nach dem Erwerb des Grundstückes durch die Klarissen, gelegt wurde, beten ständig Gläubige vor dem täglich zwischen 10 Uhr und dem Ende der Vesper ausgesetzten Allerheiligsten. Und die Zahl der Beter wächst, haben die Schwestern bemerkt. ???Erstaunlich viele junge Männer finden den Weg in unsere Kirche, um dort Christus zu begegnen. Christus vor der Haustüre Ständig sitzen Menschen in der Klosterkirche zum Gebet (rechts). (Fotos: Boecker) Einladend ist auch der Pfortenbereich des Klosters, durch den der Weg in die Kirche führt. Ein großes Kreuz an der Wand, das die Klarissen einst in ihrem Klostergarten aufgestellt hatten, macht jedem Eintretenden sofort deutlich, wer der Hausherr ist. Im Namen des Herrn kümmern sich die Schwestern nach Kräften um die Menschen von der Straße, die an der Pforte um Hilfe bitten. ???Da steht Christus vor der Türe, sagt Mutter Theresa, als es an der Klosterpforte klingelt und sie durch einen Türspalt einen Obdachlosen erblickt. Freundlich wird der Mann empfangen und mit etwas Essen versorgt. ???Einfachheit, Schlichtheit und Abgeschlossenheit waren die Bitten der Äbtissin bei der Grundsteinlegung für die Komplettsanierung auf den Tag genau vor drei Jahren, doch heißt dies nicht, dass das Wenige, das die Schwestern haben, nicht mit den Bedürftigen geteilt wird. Zwei Millionen Euro hat das Erzbistum in die Umbaumaßnahmen für die Kirche und einen Teil der Klostergebäude investiert. Mindestens die gleiche Summe ???bringt eine Familie aus dem Rheinland zur Finanzierung des zweiten Bauabschnittes auf, wie Mutter Theresa, eine gebürtige Brenninkmeyer, das Engagement ihrer Familie zurückhaltend bezeichnet. Unter anderem stehen in diesem Abschnitt der Kapitelsaal, neun weitere Zellen für die auf Wachstum ausgerichtete Abtei, Krankenabteilung, Recreationszimmer, Noviziat sowie Räume für die geplante Buchbinderei und die Ikonenmalerei kurz vor der Fertigstellung. Zwar beherrscht noch niemand in dem Konvent in Sostrup, der sich aus jungen Schwestern aus Belgien, Brasilien, Dänemark, Deutschland, Kolumbien, Österreich, Polen, Ruanda, der Slowakei und Tschechien zusammensetzt und in dem Dänisch die ???Amtssprache ist, die Kunst des Buchbindens oder der Ikonenmalerei. Für Mutter Theresa ist das kein Problem. Ist das Kloster erst einmal fertig und der Konvent durch Schwestern aus dem Mutterhaus aufgestockt, kommen ein Buchbinder aus dem Düsseldorfer Raum und ein holländischer Ikonenmaler in das Kloster an der Kaiserstraße, um die Schwestern auszubilden. Warum gerade Buchbinderei und Ikonenmalerei? Mutter Theresa schmunzelt bei der Beantwortung der Frage: ???Erstens sind dies kontemplative Arbeiten, bei denen man sich ins Gebet versenken kann. Und zweitens kann das Kloster so ein Standbein für die wirtschaftliche Existenz entwickeln. ???Mitverantwortlich dafür, dass die in Dänemark beheimateten Zisterzienserinnen den Weg in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt gefunden haben, ist der Düsseldorfer Pfarrer und stellvertretende Stadtdechant Ansgar Puff. Pfarrer Puff kannte den Konvent von Urlaubsaufenthalten und erzählte Kardinal Meisner von den ???fitten Nonnen, als dieser auf der Suche nach einem Ersatz für die Klarissen war, die im Jahr 2000 schweren Herzens aus Altersgründen den Standort Düsseldorf aufgeben mussten. Daraufhin stattete der Kölner Erzbischof der Abtei in Sostrup mehrere Besuche ab, in deren Verlauf er der jungen dynamischen Äbtissin seine Bitte nach Gründung einer Niederlassung in Düsseldorf offenbarte. Gezögert Mutter Theresa zögerte nach eigenen Worten zunächst. Erst zwei Jahre zuvor war Sostrup zur Abtei erhoben worden, der Konvent befand sich im Aufbau, die Klostergebäude mussten saniert werden. Kurzum: Alles sprach gegen die Übernahme des Klosters in Düsseldorf. Doch Kardinal Meisner sei es gelungen, unter Hinweis auf die Witwe im Neuen Testament, die von ihrem geringen Besitz abgegeben habe (Mk 12,41-44), den Konvent zu überzeugen. ???Sie müssen dann geben, wenn sie nichts haben, sagte der Kardinal und legte mit diesen Worten eine Art Samenkorn in die Herzen der Schwestern. In Düsseldorf geht die Saat jetzt auf. ROBERT BOECKER |
| #239 sssssss02.09.2006 - 20:26 |
| C\est à travers toutes les lectures du jour, c\est à dire l\office des Lectures de la Liturgie des Heures, la récitation des psaumes, le chant des hymnes et des antiennes, ainsi que l\épître et l\Évangile de la Messe, que le moine reçoit la Parole de Dieu dans la terre de son cur qui s\en pénètre, comme s\il s\agissait d\une pluie fine et féconde qui tombe en hiver. Les lectures patristiques témoignent de la manière dont la primitive Église lisait l\Écriture et nous devons, nous aussi, donner, par une réflexion personnelle et l\appropriation qui s\en suit, un témoignage de notre lecture à l\époque dans laquelle il nous est donné de vivre. Aujourd\hui, par exemple, le titre de la lecture patristique de l\office des Lectures, qui est de Baudoin de Ford, dit: "Le tronc de Jessé, coupé, repoussera", et cela peut être notre point de départ. Puissiez-vous être cette repousse annonciatrice de la continuité de la vie dans vos monastères qui sont comme le tronc, et à travers lesquels vous êtes unis à l\Ordre, union de plusieurs Congrégations et de monastères n\appartenant à aucune Congrégation. Par une heureuse coïncidence, nous écoutons cette lecture dans l\office férial de l\année liturgique pour la mémoire de Marie Reine, la racine de Jessé, de laquelle est sorti le fruit de la vie à laquelle nous participons tous. Tous nous sommes appelés à participer au banquet messianique, mais l\appel à ce banquet ne nous trouve pas tous disposés ni disponibles. Quelles sont nos excuses - comme celles qu\avaient les invités de la parabole évangélique d\aujourd\hui - qui nous font décliner l\invitation? Dans le fond de l\excuse, il y a quelque chose que nous n\osons presque pas penser - et encore moins confesser - parce que nous croyons peut-être qu\avec la profession solennelle, la bénédiction monastique et je ne sais quels autres talismans en plus, en passant par l\habit et la coule ou le voile, nous sommes déjà exemptés de posséder en nous-même la dichotomie entre le bien que nous voudrions et devrions faire, et le mal que nous faisons et ne devrions ni ne voudrions faire (cf. Rm., 7, 19) et qui est comme une sorte d\ancre qui retient notre barque amarrée sans qu\elle puisse suivre le "duc in altum" (Lc. 5, 4) que le Seigneur nous adresse comme à Pierre. Notre "ancre", c\est que de la racine, du tronc coupé que nous sommes, repoussent des tendances nuisibles et des habitudes mauvaises, qui s\appellent les péchés capitaux, parce qu\ils sont la tête, la racine et l\origine d\où surgissent, comme d\une source, tous les autres vices. Il ne semble pas opportun ni adéquat de parler des péchés capitaux à un groupe de jeunes étudiants en formation, qui croient peut-être encore avoir franchi le seuil de la perfection, mais je ne puis vous laisser penser qu\en revêtant l\habit vous demeurez déjà libres de toute conséquence du péché originel. L\habit n\est ni un antibiotique ni un vaccin. Il ne confère pas ce qu\il veut signifier, mais ce qui est en voie de réalisation: perficio, perficis, perfici, perfectum, c\est à dire quelque chose qui est en train de se faire et qui sera parfait seulement quand ce sera terminé, achevé, accompli, ce qui arrivera lorsque nous serons déjà dans l\autre vie, quand nous aurons terminé notre recherche de Dieu, parce que nous l\aurons trouvé. Vous devez savoir lire que, dans les événements tortueux de votre existence, dans les signes personnels des étapes historiques de votre vie, dans les précipices ténébreux traversés sur votre route, il y a un leitmotiv, comme une bande sonore, en fond de tout ce que nous entreprenons, dans le film dont nous sommes acteurs, et qui se devine d\une manière camouflée, ou peut-être effrontément évidente, dans notre comportement quotidien. Ne fermez pas les yeux ! Lisez votre vie, lisez au fond de tout ce qui vous a séparés de Dieu, et vous verrez ce que vous y trouverez de constant. C\est là que vous découvrirez ce qu\on peut appeler l\orgueil et la vaine gloire, l\avarice, la luxure, l\envie, la gourmandise, la colère ou la paresse. Chacun d\entre eux, appelés péchés capitaux, a ses propres enfants, par exemple : la colère est mère des emportements, des crises, de l\agitation d\esprit, des cris, blasphèmes, disputes, qui la trahissent, et je ne dis rien sur les fils des autres péchés capitaux pour pouvoir alléguer des manifestations plus expressives comme pourrait être le manque de maturité dans l\affectivité et les "philies" et phobies qu\elle engendre au point d\en découvrir la racine. Pour notre part, par malchance et en même temps par chance, à un moment déterminé de notre existence, nous devons découvrir que les circonstances dans lesquelles nous sommes nés et avons grandi famille, pays, période historique, contexte social, économique, religieux et politique, et y compris la communauté qui nous a accueillis ont façonné notre vie, et nous nous trouvons sous le poids d\une de ces habitudes capitales que nous devons porter durant toute notre vie comme une croix. Il s\agit donc d\acquérir la connaissance de soi-même, comme point de départ pour notre pèlerinage à la suite de Jésus-Christ et de son Évangile prêché à tous et pour tous, mais toujours plaqué, avec son programme exigeant, si différent de celui que réclament nos tendances cachées. Il faut accepter cette triste réalité, c\est-à-dire que l\état permanent de l\homme est de vivre sous le poids d\une ou plusieurs habitudes capitales qui, avec leur progéniture, manifestent leur présence en nous et nous maintiennent dans un triste "je veux et je ne peux pas". Je veux incarner dans ma vie l\Évangile, mais je n\obtiens pas qu\il demeure en moi autant que l\est la croix qu\il me revient de porter. Dans la vie je pense on peut accepter ce fait ou garder une certaine prétention à l\impeccabilité, c\est-à-dire être comme des cathares, des purs, des non-lépreux, et cependant, se soustraire au poids de la croix de sa propre habitude capitale est impossible, aussi impossible que de sortir de l\injustice. Et peut-être qu\il n\y a rien d\aussi dangereux que de sortir de l\injustice. "Celui qui veut venir à ma suite, qu\il prenne sa croix (son habitude capitale) et qu\il me suive." C\est là le fondement de l\existence de cette croix morale. Si on se sort du péché, il peut arriver deux choses: ne pas arriver à en sortir à cause du contrepoids du péché, ou croire parce que nous sommes moines que nous en sommes sortis, sans en être certains, et se changer alors en un être faux et hypocrite capable de faire quelque chose d\énorme au nom du semblant d\intégrité conquis, et c\est seulement à travers la croix personnelle que nous suivrons le Seigneur. Se considérer à tout moment comme un pauvre pécheur comme le publicain de l\Évangile, modèle du dernier degré d\humilité pour Saint Benoît (RB., 7, 62-66) peut donner une certaine espérance d\arriver à l\humilité et à la discrétion. Que cette conviction ne nous abandonne jamais tout au long de notre vie. C\est l\unique espérance qui nous reste, et en vivant de cette espérance, ne désespérons jamais de la miséricorde de Dieu. Nous serons alors au plus haut degré de l\humilité, et nous utiliserons le plus valable et efficace instrument des bonnes oeuvres : "ne jamais désespérer de la miséricorde de Dieu" (RB 4,74). Commençons notre vie monastique par là. C\est seulement cela qui épargnera des souffrances à vous et aux autres, à ceux qui "doivent supporter avec une très grande patience les infirmités d\autrui, tant physiques que morales" (RB., 72, 5), parce que, si nous n\acceptons pas la charge de notre propre croix, qui nous fait tomber sous son poids plus ou moins grand selon les différentes époques de notre vie alors nous reprochons aux autres nos échecs et nos croix, nous accusons les autres en croyant que, s\ils n\étaient pas là, nous aurions la paix et la sérénité. Rien de tout cela : le mal, la racine de cette mauvaise repousse qui est multiple est à l\intérieur de nous-mêmes, et nous devons apprendre à vivre ensemble, à cohabiter avec elle, de même qu\il y a des personnes qui ont dû apprendre à vivre avec la souffrance de leur cécité ou de leur amputation. La connaissance de soi-même, comme commencement d\humilité, requiert un long chemin d\expérience acquise aussi dans l\échec ; une longue Via Crucis en portant la croix qui est la nôtre, afin que, réconciliés avec elle, nous l\aimions même comme un instrument de participation à la passion du Seigneur, et chaque fois qu\elle se manifeste dans notre sequela Christi, disons avec Saint André ce que l\office apocryphe de sa fête met dans sa bouche lorsqu\il vit l\instrument de son martyre : Salut, ô Croix si longtemps désirée, et enfin accordée aux désirs de mon âme, je viens à toi confiant et joyeux; toi aussi réjouis-toi en me recevant, moi le disciple de celui qui fut attaché à toi, le Christ mon maître . (Répons de la sixième lecture de l\office au second nocturne de l\ancien Bréviarium Cisterciense). Peut-être cela est-il trop beau pour pouvoir nous l\appliquer, à nous qui vivons le permanent refus de notre croix, mais, à l\approche du 850e anniversaire de la mort de Saint Bernard, il semble opportun d\insérer dans nos repères ce qu\il dit dans les Sermo 35-37 super Cantica: pour s\humilier, il n\y a pas de moyen plus efficace que "se in veritate invenire", se situer dans la vérité. Si [l\âme] s\examine ainsi à la lumière de la vérité explique Saint Bernard elle ne pourra qu\avouer qu\elle est tombée dans la dissemblance, chargée de péchés, appesantie sous le poids de ce corps mortel, souillée par la fange des désirs charnels, aveugle, courbée et infirme, prise au filet de tant d\erreurs, exposée à mille dangers, tremblant de mille frayeurs, en butte à mille soupçons, affligée de mille besoins inclinée aux vices, incapable d\aucune vertu, elle se convertira aux larmes et se convertira à Dieu. L\amertume de [se] voir est adoucie aussitôt par la joie de voir Dieu, l\âme reçoit de lui la consolation et elle expérimentera sa bonté et sa condescendance. C\est donc par cette expérience et selon cet ordre que Dieu se fait connaître, lorsque l\homme commence par se connaître dans son dénuement, et crie vers le Seigneur qui l\exaucera, c\est-à-dire: quand l\homme se reconnaît indigent, qu\il dise: Dans mon angoisse j\ai invoqué le Seigneur et Il m\a entendu. (Ps. 120 (119)) La connaissance de soi porte à la crainte de Dieu, et la connaissance de Dieu conduit à l\aimer. L\homme connaît sa propre misère, et à partir de la nouvelle image qu\il a de soi, il pourra monter à Dieu et, en le contemplant (face à face avec lui), il se verra transformé à Son image, guidé par l\Esprit de Dieu. L\abbé Bernard, père des moines, semble ruminer dans sa doctrine en l\expliquant celle de la Règle de Saint Benoît qu\il a tant de fois entendue et sûrement commentée: "Après avoir gravi tous ces degrés d\humilité, le moine parviendra bientôt à cet amour de Dieu, qui, devenu parfait (jamais atteint en la vie présente), bannit la crainte. Grâce à cet amour, il accomplira sans peine, comme naturellement et par habitude, ce qu\auparavant il n\observait qu\avec frayeur. Il n\agira plus sous la menace de l\enfer, mais par amour du Christ, par l\accoutumance même du bien et par l\attrait des vertus. Voilà ce que le Seigneur daignera manifester dans son serviteur, purifié (déjà uni à Lui) de ses défauts et de ses péchés, grâce à l\Esprit-Saint. (RB., 7, 67-70)" |
| #238 rrrrrrrrr02.09.2006 - 19:15 |
| Internationales Kolleg St. Bernhard des Zisterzienserordens in Rom TRIENNIUM DER MONASTISCHEN BILDUNG Die Erneuerung der Religioseninstitute hängt vor allem von der Bildung ihrer Mitglieder ab. Jedes Institut ist angehalten, auf organische Weise und in Einklang mit seinem Eigen-Charakter für eine beständige Weiterbildung zu sorgen, d. h. es ist Aufgabe der höchsten Autorität in einem Institut, eine Geisteshaltung und eine Praxis der ständige Weiterbildung zu fördern und anzuregen, durch die Mittel, über die sie verfügt. Im dritten Artikel der Konstitutionen des Zisterzienserordens steht, dass die evangelischen und theologischen Prinzipien des Zisterzienserlebens in der Vereinigung mit der Kirche und ihren grundlegenden Wertenliegt,so wie sie in der Regula Benedicti, in der Carta Charitatis und in den Kongregations-Konstitutionen, in der Erklärung des Generalkapitels über die wesentlichen Elemente des Zisterzienserlebens heute dargelegt werden. Das Generalkapitel 2000, an dem erstmals Äbte und Äbtissinnen sowie Delegierte der Männer- und Frauenklöster gleichberechtigt teilgenommen haben, hat nach 30 Jahren dieses Dokument wieder gelesen und von neuem approbiert, wodurch seine Autorität gestärkt worden ist. Außerdem wird es im Statut zur Bildung im Zisterzienserorden unter jene Dokumente gezählt, die für eine ordensinterne Ausbildung unerlässlich sind. Diese sind also die Mittel und das Programm, worüber in unserer Zeit die höchste Autorität verfügt, um eine Geisteshaltung und eine Praxis der ständige Weiterbildung zu fördern und anzuregen, und diese Dokumente gaben die Initialzündung zur Organisation des Trienniums. Wir wissen in der Tat, dass das Generalkapitel des Ordens im Jahr 2000 neben anderen Dokumenten von größter Wichtigkeit, das Statut für die Bildung im Zisterzienserorden angenommen hat, das von der Ordenssynode 1994 im Auftrag des Generalkapitels 1990 ausgearbeitet und approbiert worden war. In Artikel 27 des besagten Dokumentes, auf das wir uns in diesem Schreiben beziehen, lesen wir: In den einzelnen Instituten ist nach der ersten Profess die Ausbildung aller Mitglieder zu vervollkommnen, damit sie das dem Institut eigene Leben erfüllter führen und dessen Sendung geeigneter ausführen können.¨Dabei folgen sie dem Bildungsprogramm der eigenen Kongregation und des Klosters. Das wird mit folgenden Worten ergänzt: Die monastische Bildung soll in der Zeit zwischen einfacher und ewiger Profess eifrig vervollständigt werden, auch wenn das auf viele verschiedene Art und Weise möglich ist ... Das Triennium der monastischen Bildung, das im Internationalen Kolleg St. Bernhard durchgeführt wird, möchte eine von diesen Maßnahmen sein. Es möchte eine gute Ergänzung für alle Mönche und Nonnen vor der Ewigen Profess sein, und auch für die, die schon vor Jahren Profess abgelegt haben. Denn ihr ganzes Leben hindurch sollen die Ordensleute eifrig ihre spirtuelle, theoretische und praktische Ausbildung fortführen. Das wird gelebt in der Selbsthingabe in der Gemeinschaft, die der normale Ort der Weiterbildung ist, das ist jener Weg der fortschreitenden und alltäglichen Bildung im eigenen gewöhnlichen Lebenskontext mit den Mitteln und Utensilien" der täglichen Existenz dank der Menschen, die an unserer Seite stehen und die streng genommen unsere Lehrer sind. Die Gemeinschaft ist der Ort, wo Gott uns hingestellt hat und wo er uns wachsen lässt, wo Gott sich ständig gegenwärtig macht mit seinen Geschenken und auch mit seinen Herausforderungen. Die Nähe des Kollegs St. Bernhard zur Hochschule der Benediktiner St. Anselmo, die die Alma mater so vieler Mönche des Ordens gewesen ist, sowie die brüderlichen Beziehungen zu ihr, geben uns die Möglichkeit, bei der Organisation unserer Kurse dem Programm der monastischen Studien ihrer Theologischen Fakultät zu folgen und die wertvolle Zusammenarbeit mit ihren Professoren und ihrem liturgischen Institut zu genießen. Dadurch können wir ein Bildungsangebot von hohem Niveau bereitstellen, das jedes Kloster für sich kaum bieten kann, ganz abgesehen von der Möglichkeit der Begegnung mit anderen Mönchen und Nonnen des Ordens, die aus anderen Ländern und sogar Kontinenten stammen. Das Programm der angebotenen Vorträge ist dreijährig angelegt. Im folgenden werden wir den Aufbau der Kurse unter Berücksichtigung unserer bisherigen Erfahrungen darlegen. Jeder Kurs dauert einen Monat und wird im Sommer abgehalten, da zu dieser Zeit das Kolleg leer steht, denn während des Jahres ist es von Studenten belegt, die sich ihren Studien an der verschiedenen Universitäten Roms widmen, zumal auch unsere eigenen Mönche und Nonnen in ihrer Ausbildungsphase ihr eigenes Programm haben. Wir glauben, dass das Internationale Kolleg St. Bernhard mit diesem Programm der Kurse zur monastischen Bildung jenen Konventen und Gemeinschaften einen geeigneten Ort bietet, die sich bewusst sind, dass die Bildung im Zisterzienserorden sehr wichtig ist, da sich das Leben und die Tätigkeit des Ordens auf die Bildung stützt und das Gut und die Zukunft des Ordens auf sorgfältiger Durchführung der Bildung gründet, und die konsequent und kollegial das ausführen möchten, was das Generalkapitel approbiert hat, weil sie nicht möchten, dass die angenommenen Beschlüsse ohne Wirkung bleiben. Wir wissen, dass nicht alle Konvente das bieten können, was die Jungen zu Recht erwarten, um in dieser unserer Zeit Mönche und Nonnen zu sein. Wir glauben, dass das Internationale Kolleg St. Bernhard hier ergänzend wirken kann dadurch, dass es dieses dreijährige Programm zur monastischen Bildung wie oben beschrieben anbietet. Damit können die Kursteilnehmer, ohne die normalen Studien des Jahres unterbrechen zu müssen, ergänzend das empfangen, was das Programm der monastischen Studien der Fakultät der Hochschule St. Anselmo ihren Studenten zu Beginn des 21. Jahrhunderts bietet. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Ausbildung in all ihren Etappen vollständig und ohne Ausnahme von allen Jungen durchlaufen werden muss; und den Vorgesetzten steht es nicht zu, durch irgendeine höhere Gewalt, wegen einer dringenden Notwendigkeit oder einer scheinbaren Nützlichkeit von dieser zu dispensieren oder sie zu kürzen. Deswegen ist es angemessen, dass allen Professmönchen und -nonnen des Ordens im Laufe ihrer Ausbildung ein Zugang zu diesem Ergänzungsprogramm gewährt wird. |
| #237 tttttttt02.09.2006 - 16:53 |
| Vorausgehende geschichtliche Anmerkung Papst Innozenz IV., ermächtigte den Abt von Clairvaux mit einer päpstlichen Bulle vom 5. Januar 1245, in Paris ein Theologisches Studienhaus zu errichten zum Heil und zur Ehre des Zisterzienserordens und zum Schmuck und Ruhm für die gesamte Kirche. Im Verlauf der Jahre machte das neue Kolleg, das nach dem Heiligen Bernhard benannt wurde, eine bemerkenswerte Fortschritte. Einige päpstliche Privilegien förderten seine Tätigkeit in Beziehung zu, in Paris gelegenen, ähnlichen Kollegien. Das wertvollste Dokument war die Promulgation durch Innozenz IV. am 28. Januar 1254, mit dem er dem Kolleg St. Bernhard zugestand, sich all der Rechte und Privilegien zu erfreuen, die die Dominikaner und die Franziskaner schon für sich erreicht hatten. Dieser Rang wurde den Zisterziensern verliehen, bevor irgendein anderer monastischer Orden, die Cluniazenser eingeschlossen, dies erlangt hätte. Der schon in den anderen Instituten von Paris verwurzelten Gewohnheit folgend, wurde das Kolleg St. Bernhard von einem Rektor geleitet, der sich der vollen Autorität in Fragen sowohl des Studiums als auch der Disziplin erfreute. Das Kolleg wurde vom Abt von Clairvaux, Stephan Lexington, angeregt und wurde von Clairvaux unterhalten, bis die Abtei es 1320, aufgrund des wirtschaftlichen Last, die jenem Kloster auferlegt war, als notwendig erachtete, die Leitung direkt an das Generalkapitel und zum Nutzen des ganzen Ordens abzutreten. Die Bulle Fulgens sicut stella Benedikts XII. (1335) war das erste rechtliche Dokument bezüglich akademischer Studien der Zisterzienser und löste eine Welle von Kolleg-Gründungen aus, die noch später andauerte, unterbrochen vom Hundertjährigen Krieg und den Bürger- und Religionskriegen des 16. Jahrhunderts. Die neuen Studienhäuser überdauerten solange, bis die entsprechenden Länder, in denen sie lagen, von den Folgen der Französischen Revolution erreicht wurden: Säkularisation, Entschädigung oder wie es sonst in den verschiedenen Kontexten genannt wurde. Am Ende des 19. Jahrhunderts begann im Zisterzienserorden eine Phase der Restauration, die wir auf folgende Weise zusammenfassen können: eine neue Reihe von Generalkapiteln begann im Jahr 1880 und hat mit jenem vom September 2000 schon die Gesamt-Zahl von 22 erreicht; die Wahl eines Generalabtes als Nachfolger des Abtes von Cîteaux im Jahr 1880; die Schaffung einer Generalkurie in Rom und eines Internationalen Kollegs in ebendiesem Generalatshaus, das ununterbrochen besteht seit 1927, zuerst in der Via Giacomo Medici 3 und nach einem Umzug im Jahr 1950 in der Piazza del Tempio de Diana 14 (s. L. Lekai, I Cistercensi: Ideali e realtà, Padua 1989, S. 102-112; P. Zakar, Historia de la Curia General de la Orden Cisterciense, Rom 1985, 1990, 1994 und 2000). Gelegentlich der fünfzigsten Wiederkehr des Einweihungstages dieses zweiten Sitzes und der Approbation eines Statutes zur Bildung im Zisterzienserorden, wurde ein grundlegender Kurs für die ausbildenden Mönche und Nonnen konzipiert, aber ebenso auch für andere Mönche und Nonnen, soweit die Kapazität des Kollegs es erlaubt, sie aufzunehmen. Das Programm ist - wie Sie sehen können - so gedacht, dass es der Reflexion über die monastischen Identität unseres Ordens dienen soll und die Ausbildenden es weitergeben können an die Kandidaten ihrer Klöster während deren Einführung-Zeit. Il Papa Innocenzo IV, con una bolla pontificia, il 5 gennaio 1245, concedeva allAbate di Clairvaux il permesso di aprire a Parigi uno studio di teologia "per salvare lonore dellOrdine di Cîteaux, e per lo splendore e la gloria della Chiesa Universale". Nel corso degli anni seguenti, il nuovo Collegio, chiamato San Bernardo, compie notevoli progressi. Alcuni privilegi accordati dal Papa esaltavano il suo funzionamento in rapporto ad altri collegi analoghi, situati in Parigi. Il documento più prezioso fu promulgato da Innocenzo IV il 28 gennaio 1254, con cui si concedeva al Collegio San Bernardo di godere di tutti i diritti e privilegi che i Domenicani e i Francescani avevano già, e tale clausola fu ottenuta dai Cistercensi prima di ogni altro ordine monastico, perfino dei Cluniacensi. Secondo lusanza già radicata negli altri Istituti di Parigi, il Collegio San Bernardo era diretto da un Rettore, che godeva di piena autorità sulle questioni relative agli studi e alla disciplina. Fu lAbate di Clairvaux, Stefano Lexington, ad avere liniziativa del Collegio, e Clairvaux la seguì, finché, a causa del peso economico che rappresentava per questo monastero, lAbbazia si vide obbligata nel 1320 a cedere la sua amministrazione direttamente al Capitolo Generale e a beneficio di tutto lOrdine. La bolla Fulgens sicut stella di Benedetto XII (1335) fu il primo documento giuridico a proposito degli studenti universitari Cistercensi e ispirò unondata di Collegi, quale non si era mai vista in precedenza, che fu interrotta in occasione della Guerra dei Cento Anni, delle guerre civili e religiose del XVI° secolo. Le nuove case di studenti si mantennero fino a quando giungono, nei rispettivi paesi in cui esse erano situate, gli effetti della Rivoluzione Francese: secolarizzazione, "desamortizacion" o come fu chiamata secondo i deversi contesti. Alla fine del XIX. secolo cominciò nellOrdine di Cîteaux un processo di restaurazione che possiamo riassumere nel modo seguente: nuova serie di Capitoli Generali, aperta nel 1880 e che ora ne conta in totale 22, di cui il più recente ha la data del settembre 2000; elezione nel 1880 di un Abate Generale, successore dellAbate di Cîteaux; creazione di una Curia Generalizia in Roma e di un Collegio Internazionale, ubicato nella stessa Casa Generalizia, e in servizio ininterrotto dal 1927, dapprima in Via Giacomo Medicis n° 3, e a partire dal 1950 in Piazza del Tempio di Diana n° 14 (vedere L. Lekai, I Cistercensi: Ideali e realtà, Pavia 1989, pp. 102-112; P. Zakar, Storia della Curia Generalizia dellOrdine di Cîteaux, Roma 1985, 1900, 1995 e 2000). In occasione del cinquantesimo anniversario di questa seconda sede, e dellapprovazione dello Statuto per la Formazione nellOrdine di Cîteaux, è stato programmato un corso soprattutto per i formatori, ma anche per gli altri monaci e monache che la capacità del Collegio permette di ospitare. Il programma, come si può vedere, è concepito in modo da servire per una riflessione sullidentità monastica del nostro Ordine e perché i formatori la trasmettano ai candidati dei loro monasteri durante il periodo della loro iniziazione. |
| #236 wwwwwww02.09.2006 - 12:37 |
| agrum.net fotofinder.net |
| #235 Anonym01.09.2006 - 20:09 |
| Samstag, 14. Oktober 2006 von 10:00 bis 15:30 Uhr: Um 10:30, 12:00 und 14:00 Uhr finden Vorträge zur Ausbildung statt. Staatsinstitut Augsburg Henisiusstraße 1 86152 Augsburg Telephon: 0821 / 153024 |
| #234 tttt30.08.2006 - 20:21 |
| Leben in Gemeinschaft Stift Nonnberg: Noviziatswerkwoche der Benediktinerinnen gab wichtige Impulse Äbtissin M. Perpetua Hilgenberg OSB (7. v. l.) und Referent P. Severin Schneider OSB (r.) mit den Teilnehmerinnen der Noviziatswerkwoche. Das Leben das ich führte war zwar glücklich, ich habe als Grafikerin gearbeitet, aber trotzdem war ich noch auf der Suche. Nach dem Besuch meiner früheren Lehrerin, einer Nonne, habe ich das Leben im Kloster als für mich richtigen Weg gesehen, beschreibt Schwester Agnes Dirr den Anfang ihrer Entscheidung, Gott zur Mitte ihres Lebens zu machen. Sr. Agnes war eine der Teilnehmerinnen der Noviziatswerkwoche der Föderation der Bayrischen Benediktinerinnen, die vergangene Woche am Nonnberg stattgefunden hat. Salzburg. Einmal im Jahr treffen sich die Noviziate der Föderation der Bayrischen Benediktinerinnen zum Austausch und zur Fortbildung. Schwerpunkt der Noviziatswoche im Stift Nonnberg war das Thema Psalmen liturgisches und persönliches Gebet. Pater Severin Schneider OSB von der Abtei Seckau konnte als Referent gewonnen werden. Das gemeinsame Stundengebet, das aus Psalmen besteht, ist wesentlicher Bestandteil im Leben der Benediktinerinnen. Das Beten muss man aber lernen, durch und mit den Psalmen, so P. Severin Schneider. Die Gebete aus der Hl. Schrift seien sehr alte Gebete, aber nicht veraltet. Psalmen drücken sich bildhaft aus, und in ihrer Bildsprache finden sich eigene Erfahrungen. Ziel der Werkwoche war es, die Schwestern hinzuführen, den Aufbau und die Bilder der Psalmen zu verstehen. Neben der Theorie war vor allem das gemeinsame Beten im Mittelpunkt der Tage am Nonnberg. Eine Abwechslung stellte der Ausflugstag auf die Erentrudisalm dar, wo eine Bergmesse und Wanderungen am Programm standen. Während des Gehens und durch das Wiederholen der Texte werden die Gebete zu Gebeten mit persönlichem Inhalt. Das Gehen stellt eine Unterstützung dar, um mehr zu sich zu finden, erklärte P. Severin. Beten heißt nicht, Worte wiederholen, das Gebet ist Ausdruck unseres Glaubens. Der klösterliche Alltag ist durch den Dreiklang von Gebet, geistlicher Lesung und Arbeit geprägt. In der Benediktinerinnenabtei Nonnberg kommen die Schwestern siebenmal am Tag zusammen, um das Lob Gottes zu singen und die Eucharistie zu feiern. Eine Hilfe für das kontemplative Leben ist das Schweigen. Die Atmosphäre der Stille und Sammlung macht die Schwestern feinfühlig für Gott und den Nächsten. Seit dem 8. Jahrhundert leben die Frauen am Nonnberg nach der Mönchsregel des hl. Benedikt von Nursia. Die drei benediktinischen Gelübde lauten: Beständigkeit, klösterlicher Lebenswandel und Gehorsam. Beständigkeit (stabilitas) bedeutet, dass die Benediktinerinnen ein Leben lang einer Abtei angehören. Mit klösterlichem Lebenswandel (conversatio morum) ist mehr als persönliche Armut und Ehelosigkeit gemeint. Zielsetzung ist es, ein Leben zu führen, wie es dem Evangelium entspricht. Im Gehorsam (oboedientia) entfaltet sich die Fähigkeit, in den Weisungen der Oberen und in den Mitschwestern die Stimme Christi zu hören und danach zu handeln. Die Benediktinerinnenabtei Nonnberg ist das älteste seit seiner Gründung ununterbrochen bestehende Frauenkloster im deutschen Sprachraum. Um 712/15 hat der hl. Rupert das Kloster Nonnberg gegründet und seine Verwandte Erentrudis als erste Vorsteherin eingesetzt. Zur Zeit zählt die Gemeinschaft in der Abtei Nonnberg 27 Schwestern. Mit dem Ordensnachwuchs sieht es nicht rosig aus. Aber die Nachfolge Jesu war nie nur eine Frage von Zahlen. Es gab immer schon Hochzeiten und Zeiten des Niedergangs, beschreibt Äbtissin Perpetua Hilgenberg OSB die Situation. Die Krise der Gesellschaft setze sich in der Kirche und in den Orden fort, die eine Kirche im Kleinen darstelle. Entschließt sich eine Interessentin ins Kloster einzutreten, beginnt sie ein dreijähriges Noviziat. In dieser Einführungszeit wird sie in der Regel des hl. Benedikts, der Hl. Schrift, der Ordens- und Klostergeschichte, der Liturgie usw. unterrichtet und lernt die verschiedensten Arbeitsbereiche kennen. Die Jahre der zeitlichen Profess dienen der weiteren Prüfung. Mit der ewigen Profess wird sie volles Mitglied der klösterlichen Familie. Für Sr. Agnes Dirr aus der Abtei St. Walburg-Eichstätt und Sr. Nikola Kraus aus dem Kloster Seligenthal sind die Stationen vom Eintritt als Kandidatin bis zur endgültigen Bindung Jahre, die sie als sehr gewinnbringend empfinden. Unser Weg ist noch nicht abgeschlossen, und das Noviziat dient zur Festigung im Hinblick auf das Leben einer Benediktinerin. Von der Noviziatswerkwoche nehmen sie viele positive Impulse mit. Unsere Noviziate sind klein und der Austausch während der gemeinsamen Woche war sehr bereichernd. Ingrid Burgstaller4 |
| #233 ccccccc30.08.2006 - 18:10 |
| Es wird sein erstes Mal sein: Diesen Sonntag wird Papst Benedikt XVI von der Mittelloggia von St. Peter im Vatikan genau um zwölf Uhr den Weihnachtssegen Urbi et Orbi spenden, der Stadt und dem Erdkreis. Zeit und Anlass genug, mal zu fragen: Wer genau ist der Mann noch mal? 1. Die Eltern hießen natürlich Maria (geborene Peintner) und Joseph Ratzinger. 2. Die Geburt... war natürlich direkt vor dem Hochfest der katholischen Kirche, Ostern. Papst Benedikt XVI wurde am 16. April 1927 früh am Morgen geboren, ein Karsamstag, und gleich am jenem Tag mit dem gerade frisch geweihten Weihwasser getauft ein Zeichen des Segens, wie Ratzinger stets sagte. Er empfinde große Dankbarkeit, dass sein Leben von Anfang an in das Ostergeheimnis eingetaucht war. Was er nicht sagt, weil er es wahrscheinlich gar nicht weiß, ist, dass nachweislich des Taufbuches der Pfarrei St. Oswald in Marktl am Inn mit Ratzinger an jenem Morgen noch zwei andere Kinder getauft wurden darunter ein Bankert, wie uneheliche Kinder damals hießen. 3. Die schönsten Lebensmittelpunkte... von Papst Benedikt XVI heißen Tittmoning und S. Maria Consolatrice al Tiburtino. Ratzingers Familie zog ins schöne Städtchen Tittmoning (in Bayern bekannt durch das Lied Ozonalarm in Tittmoning des Sängers Ringsgwandl), als er zwei Jahre alt war und S. Maria Consolatrice al Tiburtino war Joseph Ratzingers Titelkirche. Das ist, für alle Heiden hier auf jetzt.de, die Kirche, die einem frisch gekürten Kardinal gewissermaßen als Heim-Stadion verliehen wird. 4. Der Spitzname... war in der Schule Haki nicht toll, aber besser als alles, was danach kam: Großinquisitor aus Marktl am Inn, Papa Ratzi oder Panzer Kardinal. Ratzinger selbst nennt sich einfacher Arbeiter im Weinberg des Herrn. 5. Das Studium.... hatte viele Höhepunkte, nicht zuletzt den krönenden Abschluss, die Doktorarbeit mit dem Thema Volk und Haus Gottes in Augustins Lehre von der Kirche aber zu recht zur Ehre gereicht Ratzinger, dass er während des Grundstudiums, als 21-jähriger Student, mehrere Stunden Fußmarsch auf sich nahm, um beim Begräbnis des großen Karl Valentin dabei zu sein. 6. Die Karriere... war steil und unaufhaltsam, was man allein an seinen Ehrungen sehen kann: Papst Benedikt XVI hat etliche Ehrendoktorhüte (zum Beispiel von den Unis Eichstätt, Breslau oder Navarra), ist Träger des Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband sowie des Ehren und Devotions-Großkreuzes des Malteserordens, Kommandeur der Französischen Ehrenlegion und Ehrenbürger von Pentling. Das liegt am Stadtrand von Regensburg. Der Papst hat dort noch ein Haus. Ach ja natürlich ist Papst Benedikt XVI, genau wie Rudi Carell oder Luis Trenker, auch Träger des Karl-Valentin-Ordens. 7. Die Zahl der Sprachen.... die Papst Benedikt XVI spricht, beträgt zehn. Darunter natürlich Latein. Fließend. 8. Die Lieblingsdinge... die der Papst sein Eigen nennt, sind ein verschnörkelter Nussbaumschreibtisch aus dem Familienerbe, den er extra mitnahm, als 1982 endgültig nach Rom zog und natürlich seine Bibliothek. Wie viele Bücher sich darin genau befinden, ist nicht bekannt. Bei seinem letzten Umzug, dem nach Rom, waren es aber 2000 Bände. Darunter das Buch, das er oft als Lieblingsbuch nennt: Hermann Hesses Steppenwolf. 9. Die schönste Anekdote... stammt vom Ende der Studienzeit: Joseph Ratzinger, bereits promoviert, hatte seine Habilitationsschrift verfasst, die ihn zum Professor machen sollte doch der Koreferent dieser Arbeit, ein Professor mit dem schönen Namen Michael Schmaus, lehnte die Arbeit in Bausch und Bogen ab: Sie sei unzureichend, es werde wohl Jahre brauchen, sie umzuarbeiten. Der Grund: Ratzinger hatte Schmaus in seiner Arbeit über die Geschichtstheologie des Heiligen Bonaventura scharf kritisiert. Für Ratzinger brach in diesem Moment eine Welt zusammen, wie er später sagte. Doch er wusste sich zu helfen: Nur 14 Tage später gab er die Arbeit noch mal ab. Er hatte einfach den zweiten, nicht so kritischen Teil seiner Habilitationsschrift extra gefasst. Die Arbeit wurde angenommen. 10. Und was macht der Sex? Natürlich nichts. Papst Benedikt XVI sagt dazu wenig, nur ein Zitat ist überliefert, über seine Zeit im Priesterseminar. Das war damals, direkt nach dem Zweiten Weltkrieg, nach Fürstenried bei München ausgelagert, Studentinnen und Studenten leben dort fast Tür an Tür. Die Frage des Verzichts, sagt Papst Benedikt, war durchaus praktisch. Er habe sich die Frage gestellt, ob er ein Leben lang das Zölibat bestehen könne. Dann sei er sich aber schnell sicher gewesen, dass Gott etwas von ihm wolle, dass er nur erreichen könne, wenn er Priester werde. |
| #232 gggg30.08.2006 - 16:41 |
| »Montes et colles cantabunt Deo...« Anmeldeschluß ist der 11. Mai 2002 (Es gibt aber großzügige Regelungen für Spätentschlossene). Info-Faltblatt als PDF-Datei 48 kByte »Berge und Hügel werden Gott ein Lob singen« Als der St. Galler Mönch Hartker am Ende des 10. Jahrhunderts diese Antiphon niederschrieb, hatte der Gregorianische Choral seine Blütezeit, und die bischöfliche Burg auf dem Säbener Berg erlebte den Höhepunkt ihrer Bedeutung. Welcher Ort wäre also besser geeignet, um vor allem Anfängerinnen und Anfängern eine erste Erfahrung mit dem eigenen Singen dieser klingenden Gebete aus der Zeit der ersten Jahrtausendwende zu geben? So wollen wir uns viel Zeit nehmen, um zunächst das einfachste Stundengebet kennenzulernen, die Komplet, welche den Tag in der klösterlichen Ordnung vor dem Schlafengehen abschließt. Des weiteren werden wir uns in der herrlichen Landschaft Südtirols mit Psalm 104, dem großen Lob des Schöpfers, beschäftigen. Wir werden aber auch Gesänge der Vesper (Abendgebet) und aus der Messe kennenlernen. Selbst wenn alle Gesänge in der ureigenen lateinischen Sprache des Gregorianischen Chorals vermittelt werden, wird jeder den Text verstehen können, da stets auch die deutsche Übersetzung geboten wird. Höhepunkt wird eine Wanderung zu einem Kirchlein sein, wo wir inmitten der »Berge und Hügel« dem Herrn unser Lob singen werden. Das Programm * Sa. 25. Mai: bis zum Abendessen Anreise. * So. 26. Mai: Reinschnuppern in die Atmosphäre des Klosters, schweigende Rundgänge, Hören, Riechen, Fühlen. Am Abend evtl. eine stille Wanderung mit Laternen und Fackeln um den Felsen von Säben. * Mo. 27. Mai: Theoretische und praktische Einführung in die lateinische Komplet, viel Singen. * Di. 28. Mai: Weitgehend zur freien Verfügung. * Mi. 29. Mai: Bemerkungen zu Vesper und Messe, Literaturüberblick, viel Singen. * Do. 30. Mai (Fronleichnam): Festhochamt; der Rest des Tages steht weitgehend zur freien Verfügung. * Fr. 31. Mai: Viel Singen, Hinweise zum Tagesprogramm des Samstages. * Sa. 1. Juni: Wanderung, Psalmodieren in freier Natur, Picknick, Vesper in einer Kapelle. * So. 2. Juni: Heilige Messe, falls gewünscht Mittagessen, Abreise. Der Tagesablauf richtet sich nach den Gebetszeiten des Konventes. Die Stundengebete stehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern grundsätzlich offen. Das Programm ist ökumenisch ausgerichtet, weshalb Interessierte aller Denominationen eingeladen sind. Das Kloster Die Benediktinerinnenabtei Heilig Kreuz in Säben (bei Brixen/Bressanone in Südtirol) liegt malerisch auf einem Berg oberhalb von Klausen. Dieser Fels von Säben über dem Eisacktal Sebona, Sabiona, Seeben war schon seit dem 5. oder 6. Jh. Bischofssitz. Hier wirkten der bedeutende Räterbischof Ingenuin (um 600) und Albuin, der um 990 den Bischofssitz nach Brixen verlegte. Die Burgfestung Säben blieb unter der Obhut Bischöflicher Kastellane, bis sie 1533 durch einen Blitzschlag niederbrannte. In den Ruinen der alten Bischofsburg wurde ein Kloster gebaut, die heutige Benediktinerinnenabtei.Der Säbener Berg verfügt über mehrere Kirchen zum Teil aus der Entstehungszeit der Bischofsburg. Das älteste Zeugnis des Christentums auf Säben ist ein aus dem Felsen gehauenes Taufbecken aus dem 4. Jh. Heute lebt auf Säben eine kleine Gemeinschaft von Schwestern, deren wichtigste und vornehmste Aufgabe das Chorgebet ist, das teils deutsch, teils lateinisch gebetet und gesungen wird.Die Benediktinerinnen »suchen Gott« in Zurückhaltung und Stille und möchten doch die Not der weiten Welt vor ihn hintragen. Sie bearbeiten ihren Garten, beherbergen Gäste und suchen so den Menschen zu dienen, die auf den heiligen Berg pilgern. Das Gästehaus Säben bietet ein Gästehaus in klösterlicher Einfachheit. Zur Verfügung stehen Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmer, jeweils mit Waschgelegenheit. Duschen gibt es auf den Etagen. Die Lage des Klosters auf dem Berg lädt ein zum Wandern und zu Ausflügen. Für Gäste steht auch eine kleine Teeküche bereit. Bettwäsche und Handtücher werden zur Verfügung gestellt. Kosten Das Kursentgelt beträgt EUR 100,00. Darin ist das Honorar für den Referenten enthalten, sowie die Kursunterlagen: ausführliche Arbeitsblätter und je ein Heft mit der Komplet und mit Tischgebeten (lateinisch). Unterkunft und Verpflegung kosten pauschal EUR 300,00, die direkt im Kloster bezahlt werden. Anreise nach Säben/Südtirol Mit der Bahn: Auf der Brenner-Eisenbahn von München nach Milano (Mailand) verkehren mehrmals am Tag Euro-City-Züge bis Brixen/Bressanone. Entweder fährt man mit dem Taxi weiter wie unten beschrieben oder nimmt einen der Regionalzüge, die stündlich bis Klausen/Chiusa verkehren. Von dort steigt man eine halbe Stunde den Berg hoch. [Bahnauskunft der Deutschen Bahn]. Mit dem Auto: Auf der Brennerlinie gelangt man über die Autobahn bis nach Brixen/Bressanone; weiter fährt man auf der Staatsstraße Richtung Klausen/Chiusa, dann rechts den Berg hoch nach Feldthurns, 2 km Richtung Latzfons, von dort links nach Pardell abzweigen, abwärts durch den Wald bis zum klösterlichen Ökonomiehof. Von dort zu Fuß ca. 10 Minuten steiler Aufstieg. Gepäck kann an Wochentagen mit Traktor befördert werden. Anschrift während des Kurses Benediktinerinnenabtei »Heilig Kreuz« Säben I-39043 Klausen Südtirol Fon: +39 0472 847 587 Fax: +39 0472 847 996 Anmeldung Sie können sich schriftlich mit einem Anmeldeformular [PDF-Datei 21 kByte], per Fax an die Nummer: 06221/437 567 oder per Netzpost (»eMail«) anmelden. Bitte machen Sie in Ihrer Netzpost-Anmeldung folgende Angaben: * Kurs-Nr. CG013 / Säben01 * Name * Straße * PLZ & Ort * Fernruf * Netzpost * Geburtsdatum und Beruf * Bisherige Choral- oder Gesangserfahrungen * Wünschen Sie ein Einzelzimmeroder sind Sie auch auch mit einem Doppelzimmer einverstanden? * Wünschen Sie vegetarisches Essen? * Reisen Sie am Sonntag, 2. Juni, vor oder nach dem Mittagessen ab? Die Anmeldung wird erst nach Zahlung des Kursentgeltes in Höhe von EUR 100,00 gültig. Den Betrag überweisen Sie bitte auf folgendes Konto: Christof Nikolaus Schröder Advance Bank München (BLZ 702 300 00) Konto-Nr. 200 ××× ××× × (Um bereits mehrfach erfolgten Mißbrauch künftig zu verhindern, wird die vollständige Kontonummer nur auf Anfrage mitgeteilt!) BLZ: 702 300 00 Verwendungszweck: Kurs CG013 Bei Abmeldung bis zum 11. Mai 2002 erhalten Sie das Kursentgelt abzüglich EUR 20,00 Bearbeitungskosten zurück; danach verfällt das Kursentgelt, wenn kein Ersatzteilnehmer benannt wird. Anmeldeschluß ist der 11. Mai 2002 (Es gibt aber großzügige Regelungen für Spätentschlossene). |
| #231 ddddddd30.08.2006 - 16:30 |
| Gottes einmaliger Gedanke - Von Elisabeth Pustet Die Frage ist zunächst unverbindlich. Ich überlege, wäge ab ... Überspitzt ausgedrückt, könnte sie auch lauten: Was ist Christentum und was bietet es, damit man/ich es schätzen kann? Das Angebot an Religionen ist vielfältig. Was unterscheidet das Christentum von anderen Religionen, in seinen Inhalten, in seiner Botschaft? Das Christentum - ein Konglomerat: Katholiken, Evangelische, Anglikaner, Orthodoxe die "Großen", daneben die vielen kleinen Kirchen, etwa die Altorientalen, Kopten, Alexandriner, Unierten ... bis zu kleinsten kirchlichen Gemeinschaften, besonders in den USA. Sie alle bekennen sich zu Christus als Ursprung und Mitte ihres Glaubens, zu Glaubensinhalten, wie sie im nicaeno-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis, dessen Text erstmals vom Konzil von Chalkedon 451 bezeugt und offiziell bestätigt ist, formuliert wurden. Alle feiern - in unterschiedlicher Weise - Liturgie und Eucharistie. Christen bemühen sich um die Nachfolge Christi: Das "Ora et labora" (Bete und arbeite) Benedikts ist von zeitloser Gültigkeit. In Christi Namen tritt das Christentum ein für Versöhnung und Frieden, Gerechtigkeit und Nächstenliebe, erhebt seine Stimme gegen Armut und Ausgrenzung, mischt sich ein, gilt als moralische Instanz. Christentum als Gemeinschaft von Menschen hat oft gefehlt, versagt, enttäuscht - an Haupt und Gliedern. Es weiß um Schuld und gibt sie heute auch zu. Doch es hat auch die Kraft, sich immer wieder auf den Weg zu seinem Gott zu begeben. Es besteht seit 2000 Jahren in Erinnerung an das Wort "Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt" (Mt 28,20). Vertrauen und Überlebenskraft kennzeichnen - auch das Christentum. Ich kann an diesem Christentum etwas, ich kann vieles, ich kann es insgesamt schätzen. Dazu brauche ich jedoch kein Christ zu sein. Anerkennung, Lob des Christentums kann aus der Distanz geschehen, kann Thema eines Smalltalks beim Sektempfang sein - unverbindlich, ohne persönliche Zugehörigkeit. Für eine persönliche Antwort formuliere ich die oben gestellte Frage so: Was bewegt mich zum Christentum? Warum bin ich Oberhaupt Christin? Für mich ist am Christentum über alles Schätzenswerte hinaus allein wesentlich, daß es das Bild, die Wahrheit eines einzigen personalen Gottes vermittelt, der sich in Christus geoffenbart hat, daß es diese Wahrheit durch die Jahrhunderte verkündet, sich und seine Glieder in ihren Dienst stellt, gleichsam als sichtbares Rufzeichen. Diesen Anspruch zu formulieren und sich dafür einzusetzen, ist für mich die Sendung und Bestimmung des Christentums. Der personale Gott als tragender Grund und der Bezug zu Christus halten unseren Glauben lebendig, geben ihm Fülle und Perspektiven und erneuern ihn - wenn wir dies zulassen. Christentum als Träger und Vermittler einer Botschaft: "Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir" (Joh 17, 1 1). Dieses Christuswort wurde freilich zur Last in der Geschichte des Christentums und ist es noch immer. Doch Jesu Fürbitte galt allen Glaubenden: "... ich bitte ... für alle, die durch ihr Wort an mich glauben" (Joh 17,20). Dieses Vermächtnis reicht bis zu jedem von uns, bis zu mir. Es hat mir den Glauben an Gott als an ein Gegenüber, an ein Du geschenkt, das ich dankbar Abba, Vater, nennen darf. Diesen Gott suche ich immer wieder, in Einsamkeiten und Verzagtheit, selbst gegen meine oftmaligen Zweifel an ihm. Ihn zu finden, heißt letztendlich, das Leben finden. Es bedeutet, sich als einmaligen Gedanken Gottes zu entdecken, zu bejahen und zu vertrauen: Er wird die krummen Zeilen, die grauen und die farbigen Seiten meines Lebensbuches zu Kapiteln und einem sinnvollen Ganzen ordnen. Dieser Glaube an einen lebendigen Gott und diese Hoffnung, an der ich oft schier verzweifelt festhalte, führen mich dazu, diesen Gott zu lieben als Antwort meines Lebens. Deshalb ist Christsein für mich Aufgabe und Verantwortung. Christentum bedeutet mir die Gemeinschaft aller, die auf dem Weg zu Ihm sind. Daß wir es zunehmend in "versöhnter Vielfalt" tun, ist unsere Hoffnung. Ich bin dankbar um die Wegbegleitung derer, die mich gelehrt und geführt haben, die mich im Glauben halten und stärken, die mir verzeihen und vertrauen und mich in Anspruch nehmen. Herr, laß uns am Ende und Ziel unseres Weges einmal Dir begegnen. Denn "nicht als Schauende, sondern als Glaubende" mußten wir ihn gehen. Das ist für mich die Herausforderung des Christentums. Elisabeth Pustet, Mutter von vier erwachsenen Kindern, ist seit 1990 Geschäftsführerin und Verlegerin des Verlags Friedrich Pustet in Regensburg. Sie ist Mitglied des Allgemeinen Rats der Katholischen Akademie in Bayern. |